Donnerstag – 15. Oktober 2026

19. SONNTAG NACH TRINITATIS

Heilung an Leib und Seele
Sext / Mittagsgebet
INGRESSUS
Ingressus Laudes

HYMNUS
Noten

Der Mittag kommt, Gott, sei uns nah;
wir halten inne zum Gebet.
Dich suchen wir, der Raum und Zeit
mit seiner Ewigkeit umfängt.

Dein Bund besteht, Gott, Du bist treu:
Bewahrung zeigt Dein Bogen an.
Durch Weisung segnest Du Dein Volk.
Versöhnung künden Brot und Wein.

Schenk Frieden, Gott, im Streit der Welt.
Lass Ruhe finden, die bedrängt.
Zeig gnädig uns Dein Angesicht
als Schöpfer, Retter, Tröstergeist. Amen.
PSALMGEBET
Stundenpsalm
Antiphon
Text der Antiphon: Der HERR hat seinem Volk Erlösung gesandt; er verheißt: „Mein Bund bleibt für ewig.”

Psalmton-Noten


Psalm 111 VIII
Danken will ich dem Herrn von ganzem Herzen *
im Kreis der Getreuen, in der Gemeinde.
Groß sind die Taten des Herrn, *
allen erfahrbar, die sich daran freun.
Hoheit und Pracht ist Sein Tun, *
Seine Gerechtigkeit besteht auf ewig.
Er hat ein Gedächtnis gestiftet Seiner Wunder, *
gnädig und barmherzig ist der Herr.
Speise gab Er denen, die Ihn fürchten, *
Er gedenkt Seines Bundes auf ewig.
Die Macht Seiner Taten machte Er kund Seinem Volk, *
ihnen zu geben das Erbe der Heiden.
Die Werke Seiner Hände sind Treue und Recht, *
verlässlich sind all Seine Gebote,
sie stehen fest für immer und ewig, *
geschaffen in Treue und Redlichkeit.
Erlösung sandte Er Seinem Volk, / Er hat Seinen Bund bestimmt auf ewig. *
Heilig und furchtgebietend ist Sein Name.
Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Weisheit, / einsichtig sind alle, die danach tun. *
Sein Ruhm bleibt bestehen für immer. +
Antiphon
Text der Antiphon: Der HERR hat seinem Volk Erlösung gesandt; er verheißt: „Mein Bund bleibt für ewig.”

Psalmton-Noten


Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.
Antiphon
Text der Antiphon: Der HERR hat seinem Volk Erlösung gesandt; er verheißt: „Mein Bund bleibt für ewig.”


VITA
Teresa von Avila   * 28.3.1515   † 4.10.1582
Teresa Sánchez de Cepeda y Ahumada wurde 1515 in Ávila geboren. Nachdem sie als Jugendliche für achtzehn Monate in einem Augustinerinnenkloster erzogen worden war, trat sie 1535 in den Karmel in Ávila ein. Schon vorher übte sie das innere Gebet. Viele Frauen wählten den Eintritt in ein Kloster, um einer zwangsweisen Verheiratung zu entgehen. So wuchs der Karmel in Ávila bis 1550 von 40 auf 190 Frauen an. 1538 erkrankte Teresa sehr schwer. Im August 1539 wurde sie bereits für tot gehalten und sollte beerdigt werden. Sie erholte sich ein wenig, war aber drei Jahre lang gelähmt. 1554 erlebte sie ihre zweite Bekehrung. Visionen und Gebetserfahrungen machten ihr zunächst große Angst. Sie entschied sich für die Gründung eines Klosters nach den ursprünglichen Ordensregeln der Karmeliter. Ihre Reformbewegung wurde als „Unbeschuhte Karmelitinnen” bezeichnet. Ab 1562 gründete sie 17 neue Frauenklöster und 1568 entstand unter der Mitarbeit von Johannes von Gott ein männlicher Zweig des Ordens. Die Ziele ihres Ordens unterschieden sich fundamental von anderen Reformorden: Geschwisterlicher, sanftmütiger Umgang mit den Brüdern und Schwestern, Loslassen des Ich und Entwicklung einer intensiven Beziehung zu Gott. 1571 wurde Teresa gegen große Widerstände zur Priorin des Karmel in Ávila berufen. Es gelang ihr gemeinsam mit Johannes von Gott, den Konvent mit 200 Nonnen grundlegend zu erneuern. In der Folgezeit kam es zu heftigen Auseinandersetzungen mit der spanischen Provinz der Karmeliter. Der Streit wurde von Papst Gregor XIII. 1580 beigelegt. In der Folge wurde eine selbständige Ordensprovinz des Teresianischen Karmels 1581 gegründet. Am 4. Oktober 1582 starb Teresa im Kloster in Alba de Tormes. Sie wurde am folgenden Tag beerdigt, der aufgrund der Kalenderreform von 1582 der 15. Oktober war. Da der 4. Oktober der Gedenktag von Franz von Assisi war, wurde ihrer am 15. Oktober, gedacht. Teresa war eine große Mystikerin und Ordensreformatorin. 1970 wurde sie als erste Frau von der römisch-katholischen Kirche zur Kirchenlehrerin ernannt.


Hedwig von Schlesien   * 1174   † 15.10.1243
Hedwig, die auch Hedwig von Andechs genannt wird, wurde 1174 in der Burg Andechs als Tochter des Grafen von Tirol, Kärnten und Istrien, Berthold IV., und dessen Frau, die Herzogin Agnes von Rochlitz, geboren. Sie wuchs im Kloster von Kitzingen auf und wurde 1186 im Alter von 12 Jahren mit dem Herzog von Schlesien Heinrich I. verheiratet. Mit ihrem Mann setzte sie sich für die Entwicklung des Christentums und der Kultur in Schlesien ein. Dazu erwies es sich als notwendig, Deutsche in Schlesien anzusiedeln. Ihnen galt die besondere Aufmerksamkeit Hedwigs. Sie tat alles, um den regelmäßigen Gottesdienst zu gewährleisten, und strukturierte das Bistum Breslau so, dass eine flächendeckende seelsorgerliche Versorgung möglich war. Sie stiftete das Kloster Trebnitz, dem ihre Tochter Gertrud als Äbtissin vorstand. Wann immer es ihr möglich war, verbrachte sie einige Zeit in diesem Kloster und, anstatt auf ihrem Stand zu beharren, diente sie den Kranken, wobei sie stets darauf achtete, dass es dreizehn Kranke seien, für die sie verantwortlich war. Nachdem die Tartaren in Schlesien eingefallen waren, stellte sich ihr Sohn Heinrich mit einem kleinen Heer den Angreifern in den Weg, da es sonst keine Hilfe gab. Mit ihm fiel ein großer Teil des Heeres, aber die Tartaren wandten sich, beeindruckt vom Todesmut der Bevölkerung, wieder nach Osten. Hedwig starb, nachdem sie in der Nähe des Schlachtfeldes bei Wahlstatt ein Benediktinerkloster gestiftet hatte, zwei Jahre später, am 15.10.1243, im Kloster Trebnitz, wo sie neben ihrem Mann bestattet wurde.
KURZLESUNG
Wochenspruch:
Heile Du mich, Herr, so werde ich heil;
hilf Du mir, so ist mir geholfen. (Jer 17,14)


Lesung:

zum Tag der Teresa von Avila:

Ihr seid das Salz der Erde. Wenn nun das Salz nicht mehr salzt, womit soll man salzen? Es ist zu nichts mehr nütze, als dass man es wegschüttet und lässt es von den Leuten zertreten. Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind. So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. (Mt 5,13-16)
RESPONSORIUM
Responsorium
GEBET
KYRIE - VATERUNSER
Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
ANBETUNG - ANGELUS
Herr, wir danken Dir für die Macht Deiner Offenbarung. Du sammelst Dein Volk aus aller Welt Enden. Du kommst zu allen Zeiten und bist König und Herr. Du brichst allen Widerstand und baust Deine Kirche. Herr, wir bitten Dich: Lass Deine ganze Christenheit vereinigt werden; bringe zusammen, die Du gerufen und Dir erwählt hast; zerbrich die Mauern, die uns trennen, und wehre allen, die Unfrieden stiften. Herr, wir bitten Dich: Lass vereinigt werden alle, die Dich anbeten, den einen Gott. Herr, wir bitten Dich: Es komme der Tag, da eine Herde und ein Hirte ist. Du tust Wunder und richtest alles zu Deinen Zielen aus. Wir beten Dich an:
Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
der Allmächtige,
der da ist und der da war
und der da kommt.
Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.

STILLE (drei Glockenschläge)

Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.

STILLE (drei Glockenschläge)

Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.

STILLE (drei Glockenschläge)
Deine Gnade, Herr, gieße uns in Herz und Sinn. Wir hören, was der Engel verkündigt und glauben: Christus, Dein Sohn, ist Mensch geworden. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
SEGEN
Der Herr unser Gott sei uns freundlich
und fördere das Werk unserer Hände.
– – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

Vesper

Anregungen, Fehler bitte an DrMartinus[at]tagzeitengebete[Punkt]de

Startseite