Montag – 31. August 2026
13. SONNTAG NACH TRINITATIS
Der barmherzige Samariter
Sext / Mittagsgebet


Du Schöpfergott, der uns erhält,
wie groß ist Deine Herrlichkeit.
Du ordnest alles, Dir zum Lob,
hilf, dass es uns zum Segen wird.
Dein Werk legst Du in unsre Hand,
dass wir bewahren, was Du schaffst.
Schenk unsrer Mühe Deine Frucht;
zum Frieden führe alle Welt.
Gewähre dies, Herr, guter Gott,
Du Vater, Sohn und Heil'ger Geist:
geleite uns durch diese Zeit,
bis wir Dich schaun in Ewigkeit. Amen.


Psalm 67 III
Gott sei uns gnädig und segne uns, *
Er lasse uns Sein Antlitz leuchten,
dass man auf Erden erkenne Deinen Weg, *
unter allen Völkern Dein Heil.


Die Nationen freun sich und jauchzen, *
denn Du richtest den Erdkreis gerecht.
Du richtest die Völker mit Recht *
und lenkst die Nationen auf Erden.


Die Erde gab ihren Ertrag; *
es segne uns Gott, unser Gott!
Es segne uns Gott, / es sollen Ihn fürchten *
alle Enden der Erde! +


Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

John Bunyan * 28.11.1628 † 31.8.1688
John Bunyan, der älteste Sohn eines Kesselflickers, wurde 1628 in Elston geboren. Er erlernte den Beruf seines Vaters und arbeitete als Kesselflicker. In seiner Jugendzeit war er als großer Sünder bekannt. Schwere Träume führten ihn aber zu einem lebendigen Glauben. 1653 trat er den Baptisten bei und wurde ohne theologische Ausbildung ein vollmächtiger Prediger. Er reiste durch das Land und predigte an allen Plätzen, an denen er Menschen antraf. Da er von keinem Bischof mit der Predigt beauftragt war, wurde er verfolgt und zog oft in Verkleidung durch das Land. Schließlich wurde er doch aufgegriffen und für 10 Jahre ins Gefängnis gesetzt. Hier schrieb er 1678 seinen „Pilgrim's Process”, die Pilgerreise. Sie wurde das am meisten verbreitete Buch nach der Bibel und half vielen Menschen auf ihrem Lebens- und Glaubensweg. John Bunyan starb am 31. August 1688 in London.
Ludwig Zimmermann * 28.5.1852 † 31.8.1906
Ludwig Gottfried Zimmermann wurde am 28. Mai 1852 in Mitau (im russischen Kaiserreich) geboren. Seine Eltern waren Helene und Alexander Zimmermann. Ludwig besuchte das Mitauer Gymnasium, in dem sein Vater unterrichtete, und studierte ab 1871 an der Kaiserlichen Universität Dorpat Theologie. Nach einer Zeit als Hauslehrer wurde er Pastor-Adjunkt bei Pastor Pacht in Kokenhusen. 1881 übernahm er eine eigene Pfarrstelle in Neuermühlen-Westerotten. Mit 39 Jahren wurde er zum Propst der Propstei Riga-Land gewählt. Ausschlaggebend für die Anerkennung der Wahl durch die Regierung war wohl der Umstand, dass er bis dahin noch nicht in Konflikt mit der orthodoxen Staatskirche geraten war. 1905 begann in Russland eine Revolution, in deren Verlauf auch die deutschen Pastoren im Baltikum angegriffen wurden. Man forderte sie auf, das Land zu verlassen, doch weigerten sich die meisten, da sie ihre deutschsprachigen Gemeinden nicht zurücklassen wollten. Zimmermann versuchte zu vermitteln, was ihm nur vereinzelt gelang. Zu Pfingsten 1905 stürmten Aufrührer die Kirche und hinderten Zimmermann, der sich gerade in der Sakristei aufhielt, in die Kirche zurückzukehren, um dort für Ordnung zu sorgen. Die Gemeinde wurde gezwungen, sich den Aufrühreren anzuschließen, Zimmermann wurde als Propst abgesetzt. Knapp entfloh er dem Zugriff der Aufrührer, und fuhr nach Riga. Russische Truppen befriedeten das Land, so dass Zimmermann im Frühjahr 1906 wieder zurückkehrte. Doch gab es immer noch Aufrührer, die am 31. August, während Zimmermann noch in einer Filialgemeinde Dienst tat, den Pfarrhof stürmten und das Todesurteil über den Propst verhängten. Als dieser zurückkehrte, wollte ihn seine Frau warnen, doch wurde sie von den Aufrührern erschossen. Er selbst wurde kurz darauf ermordet. Die Gemeinde war so eingeschüchtert, dass sie sich nicht traute, an der Beerdigung teilzunehmen. Pfarrer Taurit von Dahlen bei Riga, der die Beerdigung hielt, wurde später ebenfalls ermordet. Neben Ludwig Zimmermann fanden in dieser Zeit insgesamt 5 Pfarrer den gewaltsamen Tod.
Christus spricht: Was ihr getan habt einem von diesen
meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan. (Mt 25,40)
Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der Herr allein, und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und mit all deiner Kraft. Das andre ist dies: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Es ist kein anderes Gebot größer als diese. (Mk 12,29-31)

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Du, Herr, hast die Welt geschaffen und trägst sie mit großer Kraft. Du schaffst alle Dinge täglich neu durch Dein mächtiges Wort. Du waltest im Lauf der Zeiten und erfüllst die Jahre mit Deinem Segen. Samen gibst Du und gibst die Ernte, Arbeit gibst Du und förderst das Werk unserer Hände. Inmitten der Schmerzen erquickst Du uns mit Deinem Trost, inmitten der Unrast rufst Du uns zu Sammlung und Stille. Wir beten Dich an:
Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
der Allmächtige,
der da ist und der da war
und der da kommt.
Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.
STILLE (drei Glockenschläge)
Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.
STILLE (drei Glockenschläge)
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.
STILLE (drei Glockenschläge)
Deine Gnade, Herr, gieße uns in Herz und Sinn. Wir hören, was der Engel verkündigt und glauben: Christus, Dein Sohn, ist Mensch geworden. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
Der Herr unser Gott sei uns freundlich
und fördere das Werk unserer Hände.
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Vesper
Anregungen, Fehler bitte an DrMartinus[at]tagzeitengebete[Punkt]de
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