Sonntag – 26. Juli 2026
8. SONNTAG NACH TRINITATIS
Früchte des Geistes
Sext / Mittagsgebet


Du Geist, der unser Beistand ist,
eins mit dem Vater und dem Sohn:
Komm jetzt herab in Deiner Huld,
ergieße Dich in unsre Brust.
Mit Mund und Herz, mit Sinn und Geist,
Gott, dich bekenne unser Lob.
Der Liebe Feuer flamme auf,
die Glut entzünde jedes Herz.
Dies schenk uns, Vater voller Macht,
durch Jesus Christus, unsern Herrn,
der mit dem Geiste und mit Dir
regiert in alle Ewigkeit. Amen.


Psalm 150 VII
Lobt Gott in Seinem Heiligtum, *
lobt Ihn in der Feste Seiner Macht!
Lobt Ihn für Seine mächtigen Taten, *
lobt Ihn in Seiner großen Herrlichkeit!
Lobt Ihn mit dem Schall der Posaunen, *
lobt Ihn mit Psalter und Harfen!
Lobt Ihn mit Pauken und Reigen, *
lobt Ihn mit Saiten und Pfeifen!
Lobt Ihn mit klingenden Zimbeln, *
lobt Ihn mit klirrenden Zimbeln!+


Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Luise Scheppler * 4.11.1763 † 25.7.1837
Luise Scheppler wurde am 4. November 1763 in Bellefosse im Elsass geboren. Noch 15-jährig gründete sie eine Schule für kleine Kinder in Waldersbach, wo sie bei Pfarrer Oberlin und dessen Frau Salome lebte, um Hauswirtschaft zu lernen. Von ihnen lernte sie, das Leben als einen Gottesdienst zu begreifen, so dass sie dem Befehl Jesu zur Nächstenliebe folgte. Als Salome starb, nahm sie ihre Stelle im Haushalt ein und sorgte für die sieben Kinder Oberlins, als wären sie ihre eigenen Kinder. Währenddessen betrieb sie weiterhin die Kleinkinderschule, in der dreimal in der Woche Kinder zusammenkamen und entweder spielten oder praktische Tätigkeiten erlernten. Auch lehrte sie die Kinder, die Schöpfung Gottes als ein Geschenk wahrzunehmen, das zu bewahren und zu erhalten Auftrag eines jeden Menschen ist. Die Kleinkinderschulen Luise Schepplers sind Vorläufer der heutigen Kindergärten. Als Pfr. Oberlin starb, leitete sie noch weitere 11 Jahre dessen Erziehungswerk im Steintal. Sie starb am 26. Juli 1837.
Anna, die Mutter Marias
Die Verehrung Annas begann erst im 6. Jahrhundert und in der Zeit vornehmlich in der östlichen Kirche. Die orthodoxen Kirchen gedenken der Mutter Marias am 25. Juli, die westlichen Kirchen am 26. Juli. 1481 wurde der Gedenktag in den römischen Kalender aufgenommen, 1584 wurde der 26. Juli als Gedenktag festgelegt.
Annas Name taucht erstmals in apokryphen Schriften auf. In syrischen Schriften wird Anna zunächst Dina genannt. Erst nach der Geburt Marias wurde sie - nach der Hanna des Alten Testaments (1. Sam. 1) - Anna genannt. Erzählungen - besonders die Legenda aurea - berichten, Anna habe dreimal geheiratet und in jeder Ehe eine Tochter Maria geboren. Die erste Maria war die Mutter Jesu. Die zweite Maria, verheiratet mit Alphäus, war die Mutter von Jakobus und Simeon, die dritte Maria heiratete Zebedäus und war Mutter von Johannes und Jakobus. Diese Apostel könnten demnach also als Vettern Jesu angesehen werden. In der Volksfrömm igkeit war und ist Anna beliebt (Anna selbdritt mit Maria und Jesus). Aus den Legenden ergibt sich aber, dass Anna bereits starb, als Maria noch im Jerusalemer Tempel lebte.
Wandelt als Kinder des Lichts;
die Frucht des Lichts ist lauter
Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit. (Eph 5,8b)
Selig sind, die da geistlich arm sind;
denn ihrer ist das Himmelreich.
Selig sind, die da Leid tragen;
denn sie sollen getröstet werden.
Selig sind die Sanftmütigen;
denn sie werden das Erdreich besitzen.
Selig sind, die da hungert und dürstet
nach der Gerechtigkeit;
denn sie sollen satt werden.
Selig sind die Barmherzigen;
denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.
Selig sind, die reinen Herzens sind;
denn sie werden Gott schauen.
Selig sind die Friedfertigen;
denn sie werden Gottes Kinder heißen.
Selig sind, die um der
Gerechtigkeit willen verfolgt werden;
denn ihrer ist das Himmelreich. (Mt 5,3-10)

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Herr, Dein Thron ist
Glanz und Schönheit. Dein Walten ist die Herrlichkeit. Deine Liebe geht auf über uns wie die Sonne am Mittag. Der Friede des ewigen Tages ist um Dich wie ein Kleid. Klarheit und Stärke sind das Tun Deiner Hände und Güte der Atem Deines Mundes. Wir loben Dich, Gott. Wir beten Dich an:
Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
der Allmächtige,
der da ist und der da war
und der da kommt.
Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.
STILLE (drei Glockenschläge)
Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.
STILLE (drei Glockenschläge)
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.
STILLE (drei Glockenschläge)
Deine Gnade, Herr, wollest Du uns gießen in Herz und Sinn. Aus des Engels Munde lass uns des inne werden, dass Dein Sohn Jesus Christus hat angenommen unser Fleisch und Blut, auf dass wir durch sein Leiden und Kreuz zur Glorie der Auferstehung gelangen. Durch ihn, unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir in der Einheit des Heiligen Geistes lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Der Herr unser Gott sei uns freundlich
und fördere das Werk unserer Hände.
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Vesper
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