Samstag – 27. Juni 2026

3. SONNTAG NACH TRINITATIS

Das Wort von der Versöhnung
Sext / Mittagsgebet
INGRESSUS
Ingressus Laudes

HYMNUS
Noten

Du starker Gott, der diese Welt
im Innersten zusammenhält,
Du Angelpunkt, der unbewegt
den Wandel aller Zeiten trägt.

Geht unser Erdentag zu End,
schenk Leben, das kein Ende kennt:
führ uns, dank Jesu Todesleid,
ins Licht der ew'gen Herrlichkeit.

Vollenden wir den Lebenslauf,
nimm uns in Deine Liebe auf,
dass unser Herz Dich ewig preist,
Gott Vater, Sohn und Heil'ger Geist. Amen.
PSALMGEBET
Stundenpsalm
Antiphon
Text der Antiphon: HERR, wenn ich dir singe, so jauchzen meine Lippen, meine Seele jubelt, denn du hast mich erlöst.

Psalmton-Noten


Psalm 71 B VII
Ich will allezeit harren *
und mehren all Deinen Ruhm.
Mein Mund verkünde Deine Gerechtigkeit / und Deine Hilfe den ganzen Tag – *
ich kann sie nicht ermessen!
Ich komme dank der großen Taten des Herrn, *
preise Deine Gerechtigkeit, Dich allein.
Gott, Du hast mich gelehrt von Jugend auf, *
noch jetzt verkünde ich Deine Wunder.
Auch bis ich alt und grau bin: *
o Gott, verlass mich nicht,
dass ich der Nachwelt verkünde Deine Kraft, / einem jeden, der kommen wird, Deine Macht: *
Deine Gerechtigkeit reicht bis zur Höhe!
Ja, Du hast Großes vollbracht! *
Gott, wer ist Dir gleich?
Du lässt uns viel Not und Unheil sehn, *
Du machst uns wieder lebendig.
Aus den Tiefen der Erde *
holst Du mich wieder herauf.
Bring mich wieder zu Ehren, *
wende Dich, mich zu trösten.
Ich will Dir danken mit Saitenspiel *
für Deine Treue, mein Gott!
Ich will Dir lobsingen zur Harfe, *
Du Heiliger Israels. +
Antiphon
Text der Antiphon: HERR, wenn ich dir singe, so jauchzen meine Lippen, meine Seele jubelt, denn du hast mich erlöst.

Psalmton-Noten


Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.
Antiphon
Text der Antiphon: HERR, wenn ich dir singe, so jauchzen meine Lippen, meine Seele jubelt, denn du hast mich erlöst.


VITA
Johann Valentin Andreae   * 17.8.1586   † 27.6.1654
Der Enkel von Jakob Andreae, Johann Valentin Andreae, wurde 1586 in Herrenberg geboren. Sein Vater war Superintendent von Herrenberg. Johann Valentin studierte in Tübingen Theologie, Philosophie, Mathematik und Historie. Nach einer Wanderzeit, in der er als Hofmeister adliger Söhne tätig war, wurde er Geistlicher. Mit Johann Arndt forderte er die Übereinstimmung von Leben und Lehre und setzte sich für eine gründliche Unterweisung der Jugend ein. 1614 wurde er Diakon in Vaihingen/Enz und 1620 Dekan in Calw. Die Stadt wurde nach der Nördlinger Schlacht von kaiserlichen Truppen überfallen und geplündert. Andreae flüchtete mit der Bevölkerung in den Schwarzwald. Nach dem Rückzug der Truppen kehrten von 4.000 Einwohnern nur noch 1.500 zurück, von ihnen starb die Hälfte während der Pest, die in Calw ausgebrochen war. Andreae harrte bei seiner Gemeinde aus und sammelte in der Umgebung für die verarmte und hungernde Bevölkerung. 1639 wurde er als Hofprediger und Konsistorialrat in die württembergische Kirchenleitung berufen. Das Land war nach 20 Kriegsjahren verwüstet, die Bevölkerung weitgehend verwildert. Knapp ein Drittel der Pfarrerschaft war noch am Leben, eine Theologenausbildung fand nicht mehr statt. Andreae stellte die Theologenausbildung im Tübinger Stift wieder her und baute das Schulwesen wieder auf. 1645 erließ er eine Anordnung zum allgemeinen Schulbesuch. Seine Versuche, eine allgemeine Kirchenzucht einzuführen, scheiterten an der lasziven Haltung des Herzogshofes. 1650 trat Andreae con der Kirchenleitung zurück und wurde zum Prälat und Leiter der Klosterschule in Bebenhausen berufen. 1654 sollte er die Klosterschule in Adelberg übernehmen, starb aber nach längerer Krankheit am 27. Juni 1654 in Stuttgart.
KURZLESUNG
Wochenspruch:
Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist. (Lk 19,10)


Lesung:
Gott hat alle eingeschlossen in den Ungehorsam, damit Er sich aller erbarme. O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unbegreiflich sind Seine Gerichte und unerforschlich Seine Wege! Denn »wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer ist Sein Ratgeber gewesen«? Oder »wer hat Ihm etwas zuvor gegeben, dass Gott es ihm zurückgeben müsste«? Denn von Ihm und durch Ihn und zu Ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen. (Röm 11,32-36)
RESPONSORIUM
Responsorium
GEBET
KYRIE - VATERUNSER
Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
ANBETUNG - ANGELUS
Wir loben Deine göttliche Macht und Herrlichkeit: den Vater, der alle Dinge schafft von Ewigkeit zu Ewigkeit; den Sohn, unseren Heiland und Erlöser; den Heiligen Geist, unseren Helfer und Tröster. Wir loben Dich, dass Du den Erdkreis richtest mit Gerechtigkeit; wir loben Dich, dass Du auf uns wartest mit Deiner Ewigkeit; wir loben Dich: Du wirst vollenden, was Du angefangen hast. Wir beten Dich an:
Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
der Allmächtige,
der da ist und der da war
und der da kommt.
Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.

STILLE (drei Glockenschläge)

Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.

STILLE (drei Glockenschläge)

Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.

STILLE (drei Glockenschläge)
Deine Gnade, Herr, gieße uns in Herz und Sinn. Wir hören, was der Engel verkündigt und glauben: Christus, Dein Sohn, ist Mensch geworden. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
SEGEN
Der Herr unser Gott sei uns freundlich
und fördere das Werk unserer Hände.
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Vesper

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