Dienstag – 23. Juni 2026
3. SONNTAG NACH TRINITATIS
Das Wort von der Versöhnung
Sext / Mittagsgebet


O Gott, Du lenkst mit starker Hand
den wechselvollen Lauf der Welt,
machst, dass den Morgen mildes Licht,
den Mittag voller Glanz erhellt.
Lösch aus die Glut der Leidenschaft
und tilge allen Hass und Streit;
erhalte Geist und Leib gesund,
schenk Frieden uns und Einigkeit.
Du Gott des Lichts, auf dessen Reich
der helle Schein der Sonne weist,
Dich loben wir aus Herzensgrund,
Gott Vater, Sohn und Heil'ger Geist. Amen.


Psalm 9 A VIII
Danken will ich Dir, Herr, von ganzem Herzen, *
erzählen will ich von all Deinen Wundern.
Ich will Deiner mich freuen und jauchzen, *
will Deinem Namen singen, du Höchster.
Denn zurückgewichen sind meine Feinde, *
sie fallen und vergehen vor Deinem Antlitz.
Ja, Du hast mir Recht verschafft und meinen Streit geführt,*
Du hast Dich auf den Thron gesetzt – ein gerechter Richter.
Der Herr bleibt ewig, *
zum Gericht ist aufgestellt Sein Thron.
Er richtet den Erdkreis mit Gerechtigkeit, *
spricht den Völkern gerechtes Urteil.
Der Herr wird dem Bedrückten zur Burg, *
eine Burg zur Zeit der Bedrängnis.
Auf Dich vertrauen, die Deinen Namen kennen, *
denn Du, Herr,verlässt nicht, die Dich suchen.
Singt dem Herrn, der auf dem Zion wohnt, *
tut kund unter den Völkern Seine Taten!
Denn der die Blutschuld rächt, denkt an sie, *
Er vergisst nicht das Schreien der Armen. +


Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Argula von Grumbach * um 1492 † 23.6.1568
Argula wurde als Kind eines Reichsfreiherrn von Stauff um 1492 auf der Burg Ehrenfels geboren. Als junges Mädchen kam Argula als Hoffräulein an den bayrischen Herzogshof. Als sie 1509 ihre Eltern durch die Pest verlor, blieb sie am Hof. Hier heiratete sie 1516 den Ritter Friedrich von Grumbach. Die Reformation wurde ihr ein besonderes Anliegen. Sie las alle Schriften Luthers und entwickelte aus ihnen einen eigenen starken Glauben. Unerschrocken setzte sie sich für die freie Verkündigung des Evangeliums ein. Sie verfasste Flugblätter und Schriften zur Verteidigung des evangelischen Glaubens und der Glaubensfreiheit unter ihrem Geburtsnamen Argula von Stauff. Weil sie für die Reformation eintrat, verlor ihr Ehemann seinen Beruf, die Familie geriet in Not, zumal sich die katholische Verwandtschaft gegen sie wandte. Nach dem Tod ihres Ehemannes 1530 kehrte Argula nach Franken zurück. Im gleichen Jahr - sie war bereits Witwe - traf sie mit Luther, mit dem sie im Briefwechsel stand, in Coburg zusammen. 1533 heiratete sie den evangelischen Grafen von Schlick und wurde 1535 erneut Witwe. Von ihrem weiteren Lebensweg ist wenig bekannt, aber offensichtlich konnte sie ihren Besitz eigenständig verwalten. Aus Urkunden ergibt sich, dass sie 1563 als Siebzigjährige in Straubing verhaftet wurde, weil sie den Menschen ihrer Herrschaft „aufrührerische Bücher” vorgelesen habe. Sie starb vermutlich am 23. Juni 1568 in Zeilitzheim.
Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist. (Lk 19,10)
Jage nach der Gerechtigkeit, der Frömmigkeit, dem Glauben, der Liebe, der Geduld, der Sanftmut! Kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, wozu du berufen bist. (1. Tim 6,11b-12)

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Wir loben Dich und beten Dich an: Du stehst in der Mitte. Du gibst allem Leben Maß, Richtung und Ziel. Du bist König, und allein Du bist gnädig. Was geschieht, kommt aus Deiner Hand. Du kennst alle Dinge und siehst alle unsere Wege. Du bist ein barmherziger Richter. Überwinde, was sich Dir entgegenstellt. Urteile, was Dir nicht angehört. Dein ist die Macht und Dein ist die Ehre. Mach unsere Hoffnung groß und unser Verlangen rein. Dir nahen wir. Wir beten dich an:
Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
der Allmächtige,
der da ist und der da war
und der da kommt.
Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.
STILLE (drei Glockenschläge)
Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.
STILLE (drei Glockenschläge)
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.
STILLE (drei Glockenschläge)
Deine Gnade, Herr, gieße uns in Herz und Sinn. Wir hören, was der Engel verkündigt und glauben: Christus, Dein Sohn, ist Mensch geworden. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
Der Herr unser Gott sei uns freundlich
und fördere das Werk unserer Hände.
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Vesper
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