Donnerstag - 11. Juli
6. SONNTAG NACH TRINITATIS

Leben aus der Taufe



Sext/Mittagsgebet


INGRESSUS

Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
    Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne
und dem Heiligen Geiste,
    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
    und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Noten

Der Mittag kommt, Gott, sei uns nah;
wir halten inne zum Gebet.
Dich suchen wir, der Raum und Zeit
mit seiner Ewigkeit umfängt.

Dein Bund besteht, Gott, Du bist treu:
Bewahrung zeigt Dein Bogen an.
Durch Weisung segnest Du Dein Volk.
Versöhnung künden Brot und Wein.

Schenk Frieden, Gott, im Streit der Welt.
Lass Ruhe finden, die bedrängt.
Zeig gnädig uns Dein Angesicht
als Schöpfer, Retter, Tröstergeist. Amen.
PSALMGEBET
Stundenpsalm
Antiphon

Noten

Noten

Psalm 111 VIII

Danken will ich dem Herrn von ganzem Herzen *
im Kreis der Getreuen, in der Gemeinde.

    Groß sind die Taten des Herrn, *
    allen erfahrbar, die sich daran freun.

Hoheit und Pracht ist Sein Tun, *
Seine Gerechtigkeit besteht auf ewig.

    Er hat ein Gedächtnis gestiftet
    Seiner Wunder, *
    gnädig und barmherzig ist der Herr.

Speise gab Er denen, die Ihn fürchten, *
Er gedenkt Seines Bundes auf ewig.

    Die Macht Seiner Taten
    machte Er kund Seinem Volk, *
    ihnen zu geben das Erbe der Heiden.

Die Werke Seiner Hände sind Treue und Recht, *
verlässlich sind all Seine Gebote,

    sie stehen fest für immer und ewig, *
    geschaffen in Treue und Redlichkeit.

Erlösung sandte Er Seinem Volk, /
Er hat Seinen Bund bestimmt auf ewig. *
Heilig und furchtgebietend ist Sein Name.

    Die Furcht des Herrn
    ist der Anfang der Weisheit,/ .
    einsichtig sind alle, die danach tun. *
    Sein Ruhm bleibt bestehen für immer. +

Antiphon
Noten

Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,

    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

Antiphon
Noten

Wochenpsalm
Antiphon

Noten

Noten

Psalm 139 B IV

Herr, Du hast mich erforscht, *
und Du hast mich erkannt.

    Du hast meine Nieren geschaffen, *
    mich gewoben im Leib meiner Mutter.

Ich danke Dir: Wunderbar bin ich gemacht, *
wunderbar sind Deine Werke, das weiß ich wohl.

    Mein Gebein war Dir nicht verborgen, /
    als ich gemacht wurde im Verborgnen, *
    kunstvoll gewirkt in den Tiefen der Erde,

Schon in der Urgestalt sahn mich Deine Augen, *
in Dein Buch geschrieben ward ein jeder Tag.

    Meine Tage waren schon gebildet, *
    als noch keiner von ihnen da war.

Wie schwer, Gott, sind mir Deine Gedanken, *
wie gewaltig ist ihre Fülle.

    Wollt' ich sie zählen,
    sie wären mehr als der Sand; *
    käm' ich zum Ende,
    wär ich noch immer bei Dir. (+)

Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz, *
prüfe mich und erkenne, wie ich's meine.

    Und sieh, ob ich auf gottlosem Weg bin, *
    und leite mich auf ewigem Weg. +

Antiphon
Noten

Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,

    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

Antiphon
Noten

VITA
Benedikt von Nursia
Der Vater des abendländischen Mönchtums, Benedikt von Nursia, wurde um 480 in Norcia bei Rom geboren. Seine Zwillingsschwester Scholastika wird ebenfalls als Heilige verehrt. Seine Eltern - reiche Grundbesitzer - schickten ihn zum Studium nach Rom. Abgestoßen von dem sittenlosen Leben in Rom brach Benedikt das Studium ab und zog sich in die Einsamkeit zurück. Zunächst lebte er mit Einsiedlern in den Sabiner Bergen, zog dann aber in eine Höhle bei Subiaco. Er wurde bald bekannt und Schüler sammelten sich um ihn. Nach drei Jahren in Subiaco wurde zum Abt eines verwahrlosten Höhlenklosters berufen. Als seine Ordnungsversuche scheiterten und die Mönche sogar versuchten, ihn zu vergiften, verließ er das Kloster und ging wieder in seine Höhle. In Subiaco entstanden im Laufe der Zeit 12 Mönchsgemeinschaften mit eigenen Klöstern (von denen zwei heute noch bestehen). Benedikt erkannte aber, dass es nicht genügte auf bestehenden Gemeinschaften aufzubauen, sondern dass ein völliger Neuanfang nötig wäre. So gründete er um 529 auf dem Monte Cassino ein neues Kloster, dem er auf der Grundlage der allgemein angewandten Regel des Basilius eine neue Regel gab. Sie basiert auf dem schlichten Grundsatz ‘ora et labora’ (Bete und arbeite). Im Gegensatz zu den wandernden Bettelorden forderte Benedikt von seiner Gemeinschaft das Beharren an einem Ort (stabilitas loci). In der Zeit der Völkerwanderung gab Benedikt so der bedrohten Kultur und dem Glauben eine Zufluchtsstätte. Seine Regel ist auch heute Grundlage für zahlreiche klösterliche Gemeinschaften. Er starb am 21. März 543 in Monte Cassino. Das Benediktinerkloster Fleury feiert am 11. Juli die Translation nach Fleury (die von Montecassino bestritten wird).

Renata von Ferrara
Renate von Ferrara, auch Renée de France, wurde am 25. Oktober 1510 im Schloss Blois als Tochter Ludwigs XII. geboren. Sie heiratete den Herzog Ecole von Ferrara und gestaltete das Leben am Hof nach geistlichen Grundsätzen, wobei sie die Reformation unterstützte und u.a. Calvinisten Schutz gewährte. Im Sommer 1536 war sogar Calvin selbst zu Gast, da sie mehr von der reformierten Lehre erfahren wollte. Ecole fürchtete, dass es Probleme mit dem Papst geben könne, zumal das Herzogtum Ferrara vom Kirchenstaat abhängig war. Renata ließ sich aber nicht beirren und wurde darum 1540 in die Verbannung geschickt. Doch kehrte sie bald zurück, da der Papst das Herzogtum besuchte. Der französische Gesandte erwirkte ein Breve, das Renata das Recht auf unbehelligte Ausübung ihres Glaubens zusicherte. Der Papst wollte seinen Enkel Oratio Farnese mit ihrer Tochter Anna vermählen.
Ecole holte jedoch die Inquisition in sein Herzogtum, die auch vor seiner Frau nicht Halt machte. Renata blieb standhaft ihn ihrem Glauben (sie hatte sich aber nie von der römischen Kirche losgesagt) und wurde vor dem Tribunal der Inquisition angeklagt. Sie wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, doch wurde das Urteil nicht vollstreckt, weil Renate das Breve geltend machte.
Als ihr Mann 1559 starb, zwang sie ihr Sohn, Italien zu verlassen. Sie lebte fortan im Schloss Montargis, wo sie fortfuhr, den hugenottischen Flüchtlingen Obdach und Schutz zu gewähren. Dies war auch deswegen möglich, weil Caterina de´ Medici ihr wohlgesonnen war.Mit Calvin hatte sie regen Briefverkehr. Sie starb am 12. Juli 1575.
KURZLESUNG
Wochenspruch:
So spricht der Herr, der dich geschaffen
hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel:
Fürchte dich nicht, denn Ich habe dich
erlöst, Ich habe dich bei deinem
Namen gerufen, du bist Mein!


Lesung:
Ja, ich erachte es noch alles für Schaden gegenüber der überschwänglichen Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn. Um Seinetwillen ist mir das alles ein Schaden geworden, und ich erachte es für Dreck, auf dass ich Christus gewinne und in Ihm gefunden werde, dass ich nicht habe meine Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz, sondern die durch den Glauben an Christus kommt, nämlich die Gerechtigkeit, die von Gott kommt durch den Glauben. Ihn möchte ich erkennen und die Kraft Seiner Auferstehung und die Gemeinschaft Seiner Leiden und so Seinem Tode gleich gestaltet werden, damit ich gelange zur Auferstehung von den Toten. (Phil 3,8-11)
RESPONSORIUM
Noten
KYRIE - VATERUNSER
Kyrie eleison.
    Christe eleison. Kyrie eleison.

Vater unser im Himmel, . . .
ANBETUNG - ANGELUS
Herr, wir danken Dir für die Macht Deiner Offenbarung. Du sammelst Dein Volk aus aller Welt Enden. Du kommst zu allen Zeiten und bist König und Herr. Du brichst allen Widerstand und baust Deine Kirche. Herr, wir bitten Dich: Lass Deine ganze Christenheit vereinigt werden; bringe zusammen, die Du gerufen und Dir erwählt hast; zerbrich die Mauern, die uns trennen, und wehre allen, die Unfrieden stiften. Herr, wir bitten Dich: Lass vereinigt werden alle, die Dich anbeten, den einen Gott. Herr, wir bitten Dich: Es komme der Tag, da eine Herde und ein Hirte ist. Du tust Wunder und richtest alles zu Deinen Zielen aus. Wir beten Dich an:
    Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
    der Allmächtige, der da ist und der da war
    und der da kommt.
Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.

STILLE (drei Glockenschläge)

Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.

STILLE (drei Glockenschläge)

Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.

STILLE (drei Glockenschläge)

Deine Gnade, Herr, gieße uns in Herz und Sinn. Wir hören, was der Engel verkündigt und glauben: Christus, Dein Sohn, ist Mensch geworden. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
    Amen.
Der Herr unser Gott sei uns freundlich
    und fördere das Werk unserer Hände

Vesper

Anregungen, Fehler bitte an Martin(Punkt)Senftleben(at)michaelsbruderschaft(Punkt)de

Startseite