Mittwoch - 3. Juli
5. SONNTAG NACH TRINITATIS

Der rettende Ruf



Sext/Mittagsgebet


INGRESSUS

Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
    Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne
und dem Heiligen Geiste,
    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
    und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Noten

Du Grund der Welt, Du Lebensmacht,
Du Anfang, Mitte, letztes Ziel.
Was auch geschieht, Du setzt Dein Maß,
dass alles uns zum Besten dient.

Du bist der Halt im Strom der Zeit.
Gib unserm Leben Deinen Sinn.
Es kommt von Dir, geht hin zu Dir,
lass uns in Dir geborgen sein.

Lob sei Dir, Vater, und Dir, Sohn,
und Dir, dem schöpferischen Geist.
Schon jetzt sei mit uns auf dem Weg.
Vollende uns in Ewigkeit. Amen.
PSALMGEBET
Stundenpsalm

Antiphon

Noten

Noten

Psalm 145 B I

Treu ist der Herr in all Seinen Worten, *
gnädig in all Seinen Werken.

    Der Herr stützt alle, die fallen, *
    alle, die gebeugt sind, richtet Er auf.

Aller Augen warten auf Dich, *
Du gibst ihnen Speise zur rechten Zeit.

    Du tust Deine Hand auf *
    und sättigst alles, was lebt, mit Wohltat.

Antiphon
Noten

Der Herr ist nahe allen, die Ihn rufen, *
allen, die Ihn rufen in Treue.

    Den Willen derer, die Ihn fürchten, tut Er, *
    Er hört ihr Schreien und rettet sie.

Der Herr behütet alle, die Ihn lieben, *
alle Frevler aber vertilgt Er.

    Mein Mund verkünde das Lob des Herrn! /
    Alles Fleisch preise Seinen heiligen Namen *
    für immer und ewig. +

Antiphon
Noten

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,

    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

Antiphon
Noten

Wochenpsalm
Antiphon

Noten

Noten

Psalm 73 III

Gewiss - voll Güte ist Gott gegen Israel, *
zu allen, die reinen Herzens sind.

    Ich aber - fast wäre mein Fuß gestrauchelt, *
    beinahe wäre mein Tritt geglitten.

Denn ich habe die Prahler beneidet, *
als ich sah, wie es den Frevlern gut geht.

    Ja, ich hielt mein Herz umsonst rein, *
    wusch meine Hände in Unschuld,

war doch geplagt den ganzen Tag, *
gezüchtigt an jedem Morgen. +

Dennoch bleibe ich beständig bei Dir, *
Du hast meine rechte Hand gefasst.

    Du leitest mich nach Deinem Rat, *
    nimmst mich hernach in Ehren auf.

Wen habe ich sonst im Himmel, *
bin ich bei Dir, begehre ich nichts auf Erden.

    Verschmachten mein Leib und mein Herz: *
    ist doch Gott mein Fels und mein Teil auf ewig.

Ja, Gottes Nähe ist mir ein köstliches Gut, /
ich setzte auf Gott, den Herrn, mein Vertrauen, *
dass ich erzähle all Deine Taten. +

Antiphon
Noten

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,

    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

Antiphon
Noten

VITA
Apostel Thomas (oder am 21. Dezember)
Thomas - das hebräische Wort für Zwilling (vgl. Joh. 11, 16) - wird in allen Apostellisten genannt. Trotzdem er als „Zweifler” erinnert wird, war er bereit, mit Jesus in den Tod zu gehen, indem er sagte: „Lasst uns mit ihm gehen, daß wir mit ihm sterben!” (Joh 11,16) Denn kurz zuvor waren sie in Jerusalem gewesen und hatten die Feindseligkeit der Pharisäer und Schriftgelehrten wahrgenommen. Wenig später zeigt er, wie wenig er die Bildsprache Jesu nachvollziehen kann, indem er fragt: „Herr, wir wissen nicht, wo du hingehst; wie können wir den Weg wissen?” Darauf erhält er und alle Jünger die Antwort Jesu: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.” (Joh 14,5f)
Die Geschichte des „ungläubigen Thomas” bildet den ursprünglichen Schluss des Johannes-Evangeliums. Diese Erzählung war wohl so wirkungsvoll, dass sie ein zweites Mal in die Berichte zum Heimgang Mariens übernommen wurde. Die weitere Überlieferung ist uneinheitlich. Wohl wegen seines Namens bezeichnen die apokryphen Thomasakten den Apostel als Zwillingsbruder Jesu. Auch soll Thomas nach dem von Eusebius bezeugten Briefwechsel Jesu mit Abgar von Edessa geheime Offenbarungen von Jesus erhalten haben. Thomas soll dann auch selber nach Edessa gekommen sein und hier die Kirche gegründet haben. Diese Überlieferung ist wohl darauf zurückzuführen, dass die Reliquien des Apostels im 3. Jahrhundert nach Edessa kamen. Die Überführung nach Edessa wurde am 3. Juli gefeiert. Später gelangten die Gebeine nach Chios und dann nach Ortona in Mittelitalien, wo sie noch heute verehrt werden. Wahrscheinlicher sind die Berichte, dass Thomas bei den Parthern missioniert hat, wie schon Origines berichtet und dann nach Indien gezogen ist. Hier bekehrte er König Gundahar, gründete eine Kirche und starb den Märtyrertod. Als Todesort wird der Thomasberg bei Madras verehrt. Die Tradition der Thomaschristen in Südwestindien über die Tätigkeit und das Martyrium des Apostels ist jedenfalls sehr alt. Der Festtag des Apostels lag am 21. Dezember, der längsten Nacht des Jahres (so wie Thomas am längsten zweifelte, also in der Dunkelheit blieb). Zahlreiche alte Volksbräuche wurden in der Thomasnacht begangen. Thomas soll auch die Weisen aus dem Morgenland getauft haben. Ursprünglich wohl auch zur Aufwertung der Weihnachtszeit auf den 21. Dezember gelegt, wurde sein Fest wegen der Nähe zu Weihnachten in der römisch-katholischen Kirche 1969 auf den 3. Juli verlegt. Auch in den anglikanischen und protestantischen Kirchen kann der Gedenktag an diesem Datum begangen werden.

Aonio Paleario
Aonio Paleario wurde um 1500 in Norditalien geboren und arbeitete in Cecignano bei Siena als Privatlehrer. Aufgrund einer päpstlichen Bulle von 1542 wurden in Italien Glaubensgerichte zur Verfolgung reformatorischer Bestrebungen eingerichtet. 1543 wurde Aonio Paleario vor einem Glaubensgericht angeklagt. Er konnte sich aber überzeugend verteidigen und wurde freigesprochen. Dann begann er reformatorische Schriften zu verfassen und zu verbreiten. 1555 wurde er Professor in Mailand und umgehend angeklagt, da eines seiner Bücher verboten war und er damit keine Erlaubnis zur öffentlichen Lehre mehr hatte. Paleario wurde 1560 wiederum freigesprochen und verfasste eine Denkschrift für das Konzil in Trient. Abschriften der Denkschrift sandte er nach Augsburg und Basel. Nunmehr wurde er erneut verhaftet und angeklagt, mit der Lehre von der Rechtfertigung aus Gnaden das Fegefeuer zu leugnen und das Mönchswesen herabzusetzen. Er wurde am 2. Mai 1568 nach Rom gebracht und dort drei Jahre gefangengehalten, blieb aber in allen Verhören standhaft. Er wurde am 3. Juli 1570 als reueloster Ketzer erhängt und sein Leichnam verbrannt.
KURZLESUNG
Wochenspruch:
Aus Gnade seid ihr gerettet durch den Glauben,
und das nicht aus euch:
Gottes Gabe ist es.


Lesung:
Lasst euch vom Geist erfüllen. Ermuntert einander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern, singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen und sagt Dank Gott, dem Vater, allezeit für alles, im Namen unseres Herrn Jesus Christus. (Eph 5,18b-20)
RESPONSORIUM
Noten
KYRIE - VATERUNSER
Kyrie eleison.
    Christe eleison. Kyrie eleison.

Vater unser im Himmel, . . .
ANBETUNG - ANGELUS





Deine Gnade, Herr, gieße uns in Herz und Sinn. Wir hören, was der Engel verkündigt und glauben: Christus, Dein Sohn, ist Mensch geworden. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
    Amen.
MITTAGSKOLLEKTE
Gott, Dein Sohn hat uns geboten, sogar unsere Feinde zu lieben und für sie zu beten. Führe uns aus Vorurteilen zur Wahrheit und befreie uns von Hass, von Grausamkeit und Vergeltung, dass wir - durch Christus versöhnt - bestehen können vor Dir, Du Gott des Friedens, heilig und lebendig, heute und in Ewigkeit.
    Amen.
SEGEN
Der Herr unser Gott sei uns freundlich
    und fördere das Werk unserer Hände

Vesper

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