Sonnabend – 14. November 2026
VORLETZTER SONNTAG IM KIRCHENJAHR – VORABEND
Weltgericht
Vesper / Abendgebet



Psalm 121 VIII
Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. *
Woher kommt mir Hilfe?
Meine Hilfe kommt vom Herrn, *
der Himmel und Erde gemacht hat.
Er lässt deinen Fuß nicht gleiten, *
der dich behütet, schläft nicht.
Siehe, nicht schläft noch schlummert *
der Hüter Israels. (+)
Der Herr ist dein Hüter, / der Herr ist dein Schatten, *
Er steht dir zur Rechten.
Bei Tag wird dich die Sonne nicht stechen *
noch der Mond in der Nacht.
Der Herr behüte dich vor allem Bösen, *
Er behüte dein Leben.
Der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang *
von nun an bis in Ewigkeit! +


Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.



Psalm 82 VI
Der Herr steht in der Versammlung der Götter, *
mitten unter den Göttern hält Er Gericht:
»Wie lange wollt ihr ungerecht richten *
und die Frevler begünstigen?
Schafft Recht dem Geringen und dem Verwaisten,*
dem Gebeugten und Elenden helft zum Recht.
Befreit den Geringen und den Armen, *
rettet ihn aus der Gewalt der Frevler.«
Sie wissen nichts, erkennen nichts, / und sie tappen im Finstern dahin, *
alle Grundfesten der Erde wanken.
»Ich habe gesagt: ‚Ihr seid Götter, *
Söhne des Höchsten seid ihr alle.’
Aber wie Menschen müsst ihr sterben *
und wie einer der Fürsten fallen.«
Steh auf, Gott, und richte die Erde; *
denn Dein Eigen sind alle Heiden! +

Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.



Psalm 50 II
Gott, der Herr, hat geredet, / aufgerufen hat Er die Erde *
vom Aufgang der Sonne bis zum Untergang.
Vom Zion, der Krone der Schönheit, *
ist Gott strahlend erschienen.
Unser Gott kommt und schweigt nicht, / vor Ihm verzehrendes Feuer, *
um Ihn her gewaltige Stürme.
Er ruft dem Himmel droben zu *
und der Erde – Er richte Sein Volk:
»Versammelt Mir Meine Getreuen, *
die den Bund mit Mir schlossen beim Opfer.«
Die Himmel verkünden Seine Gerechtigkeit: *
denn Gott selbst ist Richter. (+)
»Höre, Mein Volk, Ich will reden, / Israel, Ich will gegen dich zeugen, *
Ich, Gott, der Ich dein Gott bin.
Nicht deiner Opfer wegen klag Ich dich an, *
sind doch deine Brandopfer immer vor Mir.
Bringe Gott Dank als Opfer dar, *
erfüll dem Höchsten deine Gelübde.
Und dann rufe Mich am Tag der Bedrängnis: *
Ich will dich retten und du wirst Mich ehren.« (+)
Zum Frevler aber spricht Gott: / »Was zählst du Meine Gebote auf, *
und was führst du Meinen Bund in deinem Mund?
Du bist es doch, dem Zucht verhasst ist, *
Meine Worte wirfst du hinter dich.
Das hast du getan – und Ich schwieg, *
da meintest du, Ich sei wie du.
Nun stelle Ich dich zur Rede *
und halte es dir vor Augen.
Bedenkt es doch, die ihr Gott vergesst, *
sonst zerreiße Ich, und niemand rettet!
Wer Dank opfert, der ehrt Mich, / und wer den rechten Weg wählt, *
den lass Ich schauen Mein Heil!« +

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

(Mt 7,21-27(28-29))(Aus der Bergpredigt Jesu:) Es werden nicht alle, die zu Mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun Meines Vaters im Himmel. Es werden viele zu Mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in Deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in Deinem Namen Dämonen ausgetrieben? Haben wir nicht in Deinem Namen viele Machttaten getan? Dann werde Ich ihnen bekennen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von Mir, die ihr das Gesetz übertretet! Darum, wer diese Meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, fiel es doch nicht ein; denn es war auf Fels gegründet. Und wer diese Meine Rede hört und tut sie nicht, der gleicht einem törichten Mann, der sein Haus auf Sand baute. Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, da fiel es ein und sein Fall war groß.
[Und es begab sich, als Jesus diese Rede vollendet hatte, dass sich das Volk entsetzte über Seine Lehre; denn Er lehrte sie mit Vollmacht und nicht wie ihre Schriftgelehrten.] (Mt 7,21-27(28-29))


Christus, Du Herrscher Himmels und der Erde,
Herr über Mächte, Throne und Gewalten:
Du bist der Erste und Du bist der Letzte,
Anfang und Ende.
In Deinen Händen ruht der Menschen Schicksal.
Nichts kann auf Erden Deiner Macht entgleiten.
Du sprichst das Urteil über alle Völker,
voll des Erbarmens.
Reiche erstehen, blühen und zerfallen,
aber das Deine überdauert alle,
denn Deine Herrschaft ist von Gott verliehen,
ewigen Ursprungs.
Keiner der Großen kann mit Dir sich messen:
Herrscher der Herren, König aller Zeiten,
Abglanz des Vaters, Spiegel Seiner Hoheit,
thronend im Himmel.
Dir sei die Ehre, Dir und Deinem Vater,
und auch dem Geiste sei das Lob gesungen:
Gott, dem Dreieinen, Lob und Preis und Ehre
immer und ewig. Amen.
Ꝟ Jesus Christus gestern und heute
℞ und derselbe auch in Ewigkeit.


Aus Röm. 8 II
Ist Gott für uns, *
wer ist dann gegen uns?
Der auch Seinen eigenen Sohn nicht verschonte, / sondern Ihn für uns alle dahingab, *
wie sollte Er uns mit Ihm nicht alles schenken?
Wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen? *
Gott ist hier, der gerecht macht.
Wer will verdammen? *
Christus Jesus ist hier, der gestorben ist.
Ja vielmehr, der auch auferweckt ist vom Tod, *
der zur Rechten Gottes ist und für uns eintritt.
Wer will uns scheiden von der Liebe Gottes, / Bedrängnis oder Angst oder Verfolgung, *
Hunger oder Blöße, Gefahr oder Schwert?
Doch in dem allen überwinden wir weit *
durch Den, Der uns geliebt hat.
Denn ich bin gewiss: / weder Tod noch Leben, *
weder Engel noch Mächte,
weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, / weder Kräfte noch Höhe noch Tiefe *
noch eine andre Kreatur:


Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Gott, fülle unser Herz mit Deinem Leben. Fülle unsere Tage mit Deiner Kraft. Fülle unsere Welt mit Deiner Hoffnung. Wir rufen Dich an:
Dein Reich komme.
Du bist die Quelle, die nie versiegt. Du bist die Freude, die nie vergeht. Du bist der Tag, den kein Dunkel verschlingt. Wir rufen Dich an:
Dein Reich komme.
Lass uns allezeit in Deinem Lichte stehen. Mache unsere Sehnsucht groß. Reiße uns aus unserer Enge. Führe uns in Deine Freiheit. Erbarme Dich all Deiner Kinder. Wir rufen Dich an:
Dein Reich komme.
Stilles Gebet
Herr, Du hast uns aufgetragen, für unsere Mitmenschen und das Wohl aller einzutreten. Du willst, dass wir Friedensstifter sind und vor allem anderen Deinen Willen suchen und tun. Wir vergessen oft, dass wir Rechenschaft ablegen müssen über das, was wir getan und was wir versäumt haben. Hilf, dass wir stets bereit sind, dies ehrlich und getrost zu tun, um Jesu Christi willen, der in den Tod ging für uns, der erhöht ist und uns vertritt in ewiger Gegenwart vor Dir, heiliger Gott. Gib uns heute und alle Zeit Deinen Geist, Seinen Tod zu verkünden und Seine Auferstehung zu preisen, bis Er kommt in Herrlichkeit. So bitten wir durch Ihn, Jesus Christus, unseren Herrn.
Amen.
Lasst uns den Herren preisen!
Gott sei ewig Dank.
Es segne und behüte uns Gott,
der Allmächtige und Barmherzige,
Vater, Sohn und Heiliger Geist.
Amen.