Freitag – 8. August 2025
7. SONNTAG NACH TRINITATIS
Am Tisch des Herrn
Vesper / Abendgebet
Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.


Psalm 17 III
Höre, Herr, meine gerechte Sache, *
hab acht auf mein Flehen,
vernimm mein Beten *
von Lippen, die nicht trügen.
Von Deinem Angesicht geht mein Urteil aus, *
Deine Augen sehen, was recht ist.
Du prüfst mein Herz, Du suchst es heim bei Nacht; *
erprobst mich und findest an mir kein Unrecht.
Ich habe mir vorgenommen: *
„Mein Mund soll sich nicht vergehen.”
Was die Menschen auch treiben, *
ich bleib am Wort Deiner Lippen.
Den Weg der Gewalttat meide ich, *
auf Deinem Weg wird mein Tritt nicht wanken.
Ich rufe dich an, Gott, Du gibst mir Antwort, *
neige Dein Ohr zu mir, vernimm meine Rede!
Erweise wunderbar deine Güte, /
Du rettest, die sich bergen bei Dir, *
vor Gegnern durch Deine Rechte. +

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.



Psalm 41 I
Selig, der sich des Schwachen annimmt, *
am Tag des Unheils wird der Herr ihn retten.
Der Herr behütet ihn, Er hält ihn am Leben, /
und er wird selig gepriesen im Lande. *
Gib ihn nicht preis der Gier seiner Feinde!
Der Herr stützt ihn auf seinem Siechbett; *
sein Krankenlager wandelst Du.
Ich sprach: „Herr, sei mir gnädig! *
Heile mich, denn ich habe an Dir gesündigt.”
Meine Feinde reden übel von mir: *
„Wann stirbt er endlich, wann vergeht sein Name?”
Man kommt zu Besuch, das Herz redet falsch, *
sammelt Arges und erzählt's auf der Gasse.
Miteinander flüstern sie gegen mich, *
all meine Hasser sinnen mir Unheil.
Ȇber ihn ist Verderben ergossen, *
wer so daliegt, wird nie wieder aufstehn.«
Auch mein Freund, auf den ich vertraute, *
der mein Brot aß, tritt mich mit Füßen.
Doch Du, Herr, sei mir gnädig *
und richte mich wieder auf!
Daran erkenn ich: Du hast Gefallen an mir, *
wenn mein Feind über mich nicht frohlockt.
Mich aber hältst Du um meiner Unschuld willen *
und stellst mich vor Dein Antlitz für ewig.
Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels, /
von Ewigkeit zu Ewigkeit! *
Amen, ja Amen! +

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.



Psalm 107 A I
Dankt dem Herrn, denn er ist freundlich, *
und ewig währt Seine Güte.
So sollen sagen die Erlösten des Herrn, *
die Er erlöst hat aus der Hand der Bedränger.
Er hat sie aus den Ländern versammelt, /
vom Aufgang und vom Untergang, *
vom Norden und vom Meer. +


Sie irrten umher in Steppe und Wüste, *
zu einer Stadt zum Wohnen fanden sie nicht.
Sie waren hungrig und durstig, *
ihre Seele verschmachtete.
Da schrien sie zum Herrn in ihrer Not, *
der riss sie aus ihrer Bedrängnis,
und führte sie auf richtigem Wege, *
dass sie kamen zu einer bewohnten Stadt.
Die sollen dem Herrn danken für Seine Güte, *
für Sein wunderbares Tun an den Menschen.
Denn Er sättigt die dürstende Seele, *
die hungernde füllt Er mit Gutem. +

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Nun hatte ja der erste Bund seine Satzungen für den Gottesdienst und sein irdisches Heiligtum. Denn es war da aufgerichtet das erste Zelt, worin der Leuchter war und der Tisch mit den Schaubroten, und es heißt das Heilige; hinter dem zweiten Vorhang aber war das Zelt, welches das Allerheiligste heißt. Darin waren das goldene Räuchergefäß und die Bundeslade, ganz mit Gold überzogen; in ihr waren der goldene Krug mit dem Manna und der Stab Aarons, der gegrünt hatte, und die Tafeln des Bundes. Oben darüber aber waren die Cherubim der Herrlichkeit, die überschatteten den Gnadenort. Von diesen Dingen ist jetzt nicht im Einzelnen zu reden. Da dies alles so eingerichtet ist, gehen die Priester allezeit in das erste Zelt und richten den Gottesdienst aus. In das zweite aber geht nur einmal im Jahr allein der Hohepriester, und das nicht ohne Blut, das er opfert für die unwissentlich begangenen Sünden, die eigenen und die des Volkes. Damit macht der Heilige Geist deutlich, dass der Weg ins Heilige noch nicht offenbart sei, solange das erste Zelt Bestand habe. Das ist ein Gleichnis für die gegenwärtige Zeit: Es werden da Gaben und Opfer dargebracht, die nicht im Gewissen vollkommen machen können den, der Gott dient allein mit Speise und Trank und verschiedenen Waschungen. Dies sind irdische Satzungen, die bis zu der Zeit der Besserung auferlegt sind. (Hebr 9,1-10)


Christus, Du bist der helle Tag,
Dein Glanz durchbricht die dunkle Nacht.
Du Gott des Lichtes kündest uns
das Licht, das wahrhaft selig macht.
Gib, dass nichts Arges uns bedrängt,
der böse Feind uns nicht verführt,
und lass nicht zu, dass Geist und Leib
vor Deinem Auge schuldig wird.
Sei Deiner Diener eingedenk,
die Du mit Deinem Blut erkauft.
Stärk uns durch Deines Leidens Kraft;
wir sind auf Deinen Tod getauft.
Aus ganzem Herzen preisen wir
Dich, Christus, Herr der Herrlichkeit,
der mit dem Vater und dem Geist
uns liebt in alle Ewigkeit. Amen.
Ꝟ Unser Abendgebet steige auf zu dir, Herr,
℞ und es senke sich herab auf uns dein Erbarmen.


Magnificat IV
Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
mein Geist freut sich über Gott, meinen Heiland;
denn die Niedrigkeit Seiner Magd hat Er angesehn, *
siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.
Denn Er hat Großes an mir getan, der da mächtig ist, *
und Sein Name ist heilig.
Sein Erbarmen währt von Geschlecht zu Geschlecht *
bei denen, die Ihn fürchten. (+)
Mit Seinem Arm wirkt Er gewaltige Taten *
und zerstreut, deren Herz voll Hochmut ist.
Von ihrem Thron stößt Er die Mächtigen *
und erhebt die Niedrigen.
Die da hungrig sind, füllt Er mit Gütern, *
und die Reichen lässt Er leer ausgehn.
Er nimmt sich Seines Dieners Israel an *
und denkt an Sein Erbarmen.
Wie Er geredet hat zu unsern Vätern, *
Abraham und seinen Kindern in Ewigkeit. +

Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Wir danken Dir, Gott, dass Du das Kreuz über uns aufgerichtet hast, dass Du uns suchst mit unwiderstehlicher Liebe. Wir bitten Dich: Zerbrich, was Dir nicht angehört und gegen Dich streitet in unseren Herzen. Zerschlage allen Trotz, wehre aller Schwäche und mache der Feigheit ein Ende. Demütige unseren Stolz und nimm unseren Willen in Zucht. Unter dem Kreuz Deines Sohnes gib uns Zuversicht und Kraft zum Überwinden. Wir rufen Dich an:
Erhöre uns, Gott.
Wir befehlen Dir, Herr, Deine Kirche hier auf Erden, die noch im Kampfe steht, aber Frieden hat unter den Armen Deines Kreuzes. Wir bitten Dich für die Brüder und Schwestern, die um des Glaubens willen Verfolgung leiden. Lass das Blut der Märtyrer zu einem Zeugnis Deiner Wahrheit werden. Wir rufen Dich an:
Erhöre uns, Gott.
Erbarme Dich über das Elend der Menschen und das Leiden der Kreatur. Tröste und stärke, die geplagt und geschlagen sind. Erquicke die Sterbenden durch das Kreuz Christi. Wir rufen Dich an:
Erhöre uns, Gott.
Stilles Gebet
Halte Du Wacht, lieber Herr, über alle, die in dieser Nacht wirken oder wachen oder weinen. Und nimm durch Deine Engel einen jeden in Obhut, der schläft. Wende Dich den Kranken zu. Schenke Rast allen, die erschöpft und müde sind. Segne die Sterbenden. Lass die Leidenden Ruhe finden. Sei den Betrübten nahe und beschirme die Fröhlichen. Um Deiner Liebe willen bitten wir Dich, Jesus Christus, Du unser Bruder und Herr.
Amen.
Lasst uns den Herren preisen!
Gott sei ewig Dank.
Es segne und behüte uns Gott, der Allmächtige und Barmherzige. Vater, Sohn und Heiliger Geist.
Amen.
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Laudes am Samstag
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