Mittwoch – 6. August 2025
7. SONNTAG NACH TRINITATIS
Am Tisch des Herrn
Vesper / Abendgebet
Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.


Psalm 139 A IV
Herr, Du hast mich erforscht, *
und Du hast mich erkannt.
Ob ich sitze oder stehe, Du weißt es; *
Du verstehst meine Gedanken von ferne.
Ob ich gehe oder liege, Du prüfst es, *
mit all meinen Wegen bist Du vertraut.
Ja, kein Wort ist auf meiner Zunge, *
das Du, Herr, nicht schon kenntest.
Von allen Seiten umgibst Du mich *
und legst auf mich Deine Hand.
Zu wunderbar ist mir diese Erkenntnis, *
zu hoch – ich kann es nicht begreifen. (+)
Wohin soll ich gehen vor Deinem Geist, *
wohin fliehen vor Deinem Angesicht?
Stieg' ich zum Himmel empor, bist Du da; *
bettete mich bei den Toten – auch da bist Du.
Nähme ich der Morgenröte Flügel, *
ließe mich nieder am äußersten Meer,
so führte auch dort mich Deine Hand *
und fasste mich Deine Rechte.
Spräche ich: „Finsternis soll mich decken, *
wie Nacht sei das Licht um mich her”:
Finsternis wäre nicht finster vor Dir, *
die Nacht leuchtete wie der Tag. +

Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.



Psalm 81 A VIII
Jubelt Gott, der unsre Stärke ist, *
jauchzt Ihm zu, dem Gott Jakobs!
Hebt an zu singen und schlagt die Pauke, *
die liebliche Zither samt der Harfe!
Stoßt am Neumond in die Posaune, *
am Vollmond, zum Tag unsres Festes!
Denn das ist Satzung für Israel, *
eine Ordnung des Gottes Jakobs.
Das gab Er als Gesetz für Josef, *
als Er auszog gegen Ägypten.
Eine Sprache höre ich, die ich nicht kenne: /
»Ich habe seine Schultern
von der Last befreit *
und seine Hände vom Tragkorb erlöst.
In der Not hast du Mich gerufen, *
und Ich habe dich gerettet,
gab dir Antwort
aus dem Gewölk des Donners *
und prüfte dich
an den Wassern von Meriba.« +

Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.



Psalm 107 A I
Dankt dem Herrn, denn er ist freundlich, *
und ewig währt Seine Güte.
So sollen sagen die Erlösten des Herrn, *
die Er erlöst hat aus der Hand der Bedränger.
Er hat sie aus den Ländern versammelt, /
vom Aufgang und vom Untergang, *
vom Norden und vom Meer. +


Sie irrten umher in Steppe und Wüste, *
zu einer Stadt zum Wohnen fanden sie nicht.
Sie waren hungrig und durstig, *
ihre Seele verschmachtete.
Da schrien sie zum Herrn in ihrer Not, *
der riss sie aus ihrer Bedrängnis,
und führte sie auf richtigem Wege, *
dass sie kamen zu einer bewohnten Stadt.
Die sollen dem Herrn danken für Seine Güte, *
für Sein wunderbares Tun an den Menschen.
Denn Er sättigt die dürstende Seele, *
die hungernde füllt Er mit Gutem. +

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Da stieg Petrus hinab zu den Männern und sprach: Siehe, ich bin's, den ihr sucht; aus welchem Grund seid ihr hier? Sie aber sprachen: Der Hauptmann Kornelius, ein frommer und gottesfürchtiger Mann mit gutem Ruf bei dem ganzen Volk der Juden, hat einen Befehl empfangen von einem heiligen Engel, dass er dich sollte holen lassen in sein Haus und hören, was du zu sagen hast. Da rief er sie herein und beherbergte sie. Am nächsten Tag machte er sich auf und zog mit ihnen, und einige Brüder aus Joppe gingen mit ihm. Und am folgenden Tag kam er nach Cäsarea. Kornelius aber wartete auf sie und hatte seine Verwandten und nächsten Freunde zusammengerufen. Und als Petrus hereinkam, ging ihm Kornelius entgegen und fiel ihm zu Füßen und betete ihn an. Petrus aber richtete ihn auf und sprach: Steh auf, auch ich bin ein Mensch. Und während er mit ihm redete, ging er hinein und fand viele, die zusammengekommen waren. Und er sprach zu ihnen: Ihr wisst, dass es einem jüdischen Mann nicht erlaubt ist, mit einem Fremden umzugehen oder zu ihm zu kommen; aber Gott hat mir gezeigt, dass ich keinen Menschen gemein oder unrein nennen soll. Darum habe ich mich nicht geweigert zu kommen, als ich geholt wurde. So frage ich euch nun, warum ihr mich habt holen lassen. Kornelius sprach: Vor vier Tagen um diese Zeit betete ich um die neunte Stunde in meinem Hause. Und siehe, da stand ein Mann vor mir in einem leuchtenden Gewand und sprach: Kornelius, dein Gebet ist erhört und deiner Almosen ist gedacht worden vor Gott. So sende nun nach Joppe und lass herrufen Simon mit dem Beinamen Petrus, der zu Gast ist im Hause des Gerbers Simon am Meer. Da sandte ich sofort zu dir; und du hast recht getan, dass du gekommen bist. Nun sind wir alle hier vor Gott zugegen, um alles zu hören, was dir vom Herrn befohlen ist. Petrus aber tat seinen Mund auf und sprach: Nun erfahre ich in Wahrheit, dass Gott die Person nicht ansieht; sondern in jedem Volk, wer ihn fürchtet und Recht tut, der ist ihm angenehm. Er hat das Wort dem Volk Israel gesandt und Frieden verkündigt durch Jesus Christus, welcher ist Herr über alles. (Apg 10,(21-23)24-36)


Guter König und Herr, der uns das Licht erschuf,
der dem Wechsel der Zeit sichere Ordnung gab, –
da die Sonne nun sinkt und sich das Dunkel mehrt,
sei uns Leuchte und Licht, Christus, Dein Angesicht.
Wie Du Israels Volk einst durch die Nacht geführt,
ihm als feuriger Schein Richtung und Weg gezeigt,
so geleite auch uns, die wir im Finstern gehn,
zieh uns leuchtend voran, Flamme, die nie erlischt.
Was kann würdiger sein nun, da der Tag sich neigt,
als dem währenden Licht Lob und Gesang zu weihn:
Gott, der strahlend im Glanz ewiger Helle wohnt,
Ihm sei Ehre und Preis jetzt und durch alle Zeit. Amen.
Ꝟ Unser Abendgebet steige auf zu dir, Herr,
℞ und es senke sich herab auf uns dein Erbarmen.


Magnificat II
Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
mein Geist freut sich über Gott, meinen Heiland;
denn die Niedrigkeit Seiner Magd hat Er angesehn, *
siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.
Denn Er hat Großes an mir getan, der da mächtig ist, *
und Sein Name ist heilig.
Sein Erbarmen währt von Geschlecht zu Geschlecht *
bei denen, die Ihn fürchten. (+)
Mit Seinem Arm wirkt Er gewaltige Taten *
und zerstreut, deren Herz voll Hochmut ist.
Von ihrem Thron stößt Er die Mächtigen *
und erhebt die Niedrigen.
Die da hungrig sind, füllt Er mit Gütern, *
und die Reichen lässt Er leer ausgehn.
Er nimmt sich Seines Dieners Israel an *
und denkt an Sein Erbarmen.
Wie Er geredet hat zu unsern Vätern, *
Abraham und seinen Kindern in Ewigkeit. +

Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Gott, unser Vater, Du vertraust uns einander an als Eltern und Kinder, als Mann und Frau, als Schwestern und Brüder. Unter Deinem Segen können wir vieles teilen: Glück und Schmerz, Lasten und Freuden, gute und böse Zeiten.
Wir bitten Dich: Vergib, was wir einander schuldig bleiben; gib uns aufs neue Deinen Segen. An Deiner Liebe soll sich unsere Liebe erneuern, Tag für Tag.
Wir denken an die Menschen, die für andere besonders verantwortlich sind, als Erzieher und Lehrer, als Berater und Helfer, als Vorgesetzte und Regierende. Hilf ihnen in den Belastungen, denen sie ausgesetzt sind; mache sie zu Werkzeugen Deines Friedens.
Stilles Gebet
Jesus Christus wandte sich mit Geduld und Liebe den Menschen zu, die Hilfe zum Leben brauchten: Starken und Schwachen, Gesunden und Behinderten, Klugen und Unberatenen, Freien und Abhängigen, Sesshaften, Fremden und Obdachlosen. Darum bitten wir Dich, unseren Gott: Lehre uns diesen Weg der Geduld und Liebe, damit alle, die in Not, in Verfolgung, in Krankheit, in Hunger, in Ausgrenzung und in Verzweiflung sind, Hoffnung schöpfen können. Lass uns mit ihnen nach Deinem Willen fragen, nach dem Heil, das uns bereitet ist in Jesus Christus, unserem Bruder und Herrn.
Amen.
Lasst uns den Herren preisen!
Gott sei ewig Dank.
Es segne und behüte uns Gott, der Allmächtige und Barmherzige. Vater, Sohn und Heiliger Geist.
Amen.
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Laudes am Donnerstag
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