Dienstag – 24. November 2026
EWIGKEITSSONNTAG
Die ewige Stadt
Sext / Mittagsgebet


O Gott, Du lenkst mit starker Hand
den wechselvollen Lauf der Welt,
machst, dass den Morgen mildes Licht,
den Mittag voller Glanz erhellt.
Lösch aus die Glut der Leidenschaft
und tilge allen Hass und Streit;
erhalte Geist und Leib gesund,
schenk Frieden uns und Einigkeit.
Du Gott des Lichts, auf dessen Reich
der helle Schein der Sonne weist,
Dich loben wir aus Herzensgrund,
Gott Vater, Sohn und Heil'ger Geist. Amen.


Psalm 9 A VIII
Danken will ich Dir, Herr, von ganzem Herzen, *
erzählen will ich von all Deinen Wundern.
Ich will Deiner mich freuen und jauchzen, *
will Deinem Namen singen, du Höchster.
Denn zurückgewichen sind meine Feinde, *
sie fallen und vergehen vor Deinem Antlitz.
Ja, Du hast mir Recht verschafft und meinen Streit geführt,*
Du hast Dich auf den Thron gesetzt – ein gerechter Richter.
Der Herr bleibt ewig, *
zum Gericht ist aufgestellt Sein Thron.
Er richtet den Erdkreis mit Gerechtigkeit, *
spricht den Völkern gerechtes Urteil.
Der Herr wird dem Bedrückten zur Burg, *
eine Burg zur Zeit der Bedrängnis.
Auf Dich vertrauen, die Deinen Namen kennen, *
denn Du, Herr,verlässt nicht, die Dich suchen.
Singt dem Herrn, der auf dem Zion wohnt, *
tut kund unter den Völkern Seine Taten!
Denn der die Blutschuld rächt, denkt an sie, *
Er vergisst nicht das Schreien der Armen. +


Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Johannes Oekolampad * 1482 † 23.11.1531
Johannes Heussgen (auch Hausschein, graezisiert Oekolampad) wurde 1482 in Weinsberg bei Heilbronn geboren. Nachdem er in Bologna Jura studiert hatte, wandte er sich in Heidelberg und Tübingen der Theologie zu. 1515 arbeitete er mit Erasmus an der Drucklegung des griechischen Neuen Testaments. 1518 wurde er als Pfarrer an die Hauptkirche in Augsburg berufen. Nach der Disputation zwischen Luther und Cajetan, studierte er die Schriften Luthers, wurde deshalb von Eck scharf angegriffen und zog sich 1520 in das Kloster Altomünster zurück. Dort studierte er die Kirchenväter und reformatorische Schriften und bekannte sich zur Rechtfertigungslehre Luthers. Er musste deshalb das Kloster verlassen und ging nach Basel. Hier wollte er nur wissenschaftlich tätig sein, wurde aber zum Professor und 1525 zum Priester ernannt. Es gelang ihm, die oftmals von politischen Interessen geprägte Reformationsbewegung auf geistliche Grundlagen auszurichten und der Kirche die Freiheit von staatlichen Eingriffen zu sichern. Gemeinsam mit Martin Bucer versuchte er auch, die evangelischen Kirchen zusammenzubringen. 1529 heiratete Oekolampad Wibrandis Rosenblatt. Er starb kaum 50jährig am 23. November 1531 in Basel und wurde im Münster begraben. Seine Witwe heiratete nach der Trauerzeit Wolfgang Capito.
John Knox * um 1510 † 24.11.1573
John Knox war der Sohn eines Bauern. Ab 1529 studierte er Theologie und Rechtswissenschaften. 1536 empfing er in der Osternacht die Weihe zum Priester. Er wirkte als Hauslehrer, bevor ihm der Reformator George Wishart begegnete, den er einige Wochen lang begleitete. Schnell wandte sich Knox dem protestantischen Glauben zu. Nach dem Tod Wisharts auf dem Scheiterhaufen im Jahr 1546 kam es zum Aufstand, in dessen Verlauf der Kardinal Beaton ermordet wurde. Im April 1547 schloss sich Knox den Aufständischen an. Widerstrebend ließ er sich zum Prediger in St. Andrews, dem Sitz des Kardinals, berufen. Ein gutes Jahr später eroberten französische Truppen St. Andrews und nahmen u.a. John Knox gefangen, der zum Galeerendienst verurteilt wurde. Durch Verhandlungen zwischen England und Frankreich kam es zu seiner vorzeitigen Entlassung. Nach England zurückgekehrt, wirkte Knox als Prediger in Berwick-upon-Tweed ab 1551 in Newcastle-upon-Tyne. Er wurde einer der königlichen Kaplane und war maßgeblich an der Entstehung der Anglikanischen Kirche beteiligt. Als sich 1553 die Königin wieder der römischen Kirche zuwandte, musste Knox fliehen. Er hielt sich in verschiedenen Städten auf und versorgte die dortigen englischen Gemeinden. 1559 kehrte Knox nach Schottland zurück und setzte sich, auch gegen Maria Stuart, vehement für die Reformation der dortigen Kirche ein. Ein Jahr vor seinem Tod führte er seinen Nachfolger ins Predigtamt ein und zog sich selbst zurück. Er starb am 24.11.1573.
Lasst eure Lenden umgürtet sein
und eure Lichter brennen. (Lk 12,35)
Ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und Er wird bei ihnen wohnen, und sie werden Seine Völker sein, und Er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, Ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss! (Offb 21,3-5)

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Wir loben Dich und beten Dich an: Du stehst in der Mitte. Du gibst allem Leben Maß, Richtung und Ziel. Du bist König, und allein Du bist gnädig. Was geschieht, kommt aus Deiner Hand. Du kennst alle Dinge und siehst alle unsere Wege. Du bist ein barmherziger Richter. Überwinde, was sich Dir entgegenstellt. Urteile, was Dir nicht angehört. Dein ist die Macht und Dein ist die Ehre. Mach unsere Hoffnung groß und unser Verlangen rein. Dir nahen wir. Wir beten dich an:
Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
der Allmächtige,
der da ist und der da war
und der da kommt.
Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.
STILLE (drei Glockenschläge)
Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.
STILLE (drei Glockenschläge)
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.
STILLE (drei Glockenschläge)
Deine Gnade, Herr, gieße uns in Herz und Sinn. Wir hören, was der Engel verkündigt und glauben: Christus, Dein Sohn, ist Mensch geworden. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
Der Herr unser Gott sei uns freundlich
und fördere das Werk unserer Hände.
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Vesper
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