Sonntag – 15. November 2026

VORLETZTER SONNTAG IM KIRCHENJAHR

Weltgericht
Sext / Mittagsgebet
INGRESSUS
Ingressus Laudes

HYMNUS
Noten

Du Geist, der unser Beistand ist,
eins mit dem Vater und dem Sohn:
Komm jetzt herab in Deiner Huld,
ergieße Dich in unsre Brust.

Mit Mund und Herz, mit Sinn und Geist,
Gott, dich bekenne unser Lob.
Der Liebe Feuer flamme auf,
die Glut entzünde jedes Herz.

Dies schenk uns, Vater voller Macht,
durch Jesus Christus, unsern Herrn,
der mit dem Geiste und mit Dir
regiert in alle Ewigkeit. Amen.
PSALMGEBET
Stundenpsalm
Antiphon
Text der Antiphon: Alles, was Odem hat, lobe den HERRN.

Psalmton-Noten


Psalm 150 VII
Lobt Gott in Seinem Heiligtum, *
lobt Ihn in der Feste Seiner Macht!
Lobt Ihn für Seine mächtigen Taten, *
lobt Ihn in Seiner großen Herrlichkeit!
Lobt Ihn mit dem Schall der Posaunen, *
lobt Ihn mit Psalter und Harfen!
Lobt Ihn mit Pauken und Reigen, *
lobt Ihn mit Saiten und Pfeifen!
Lobt Ihn mit klingenden Zimbeln, *
lobt Ihn mit klirrenden Zimbeln!+
Antiphon
Text der Antiphon: Alles, was Odem hat, lobe den HERRN.

Psalmton-Noten


Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.
Antiphon
Text der Antiphon: Alles, was Odem hat, lobe den HERRN.


VITA
Johannes Kepler   * 27.12.1571   † 15.11.1630
Johannes Kepler, der Sohn eines armen Händlers und Söldners, wurde 1571 in Weil der Stadt geboren. Trotz seines schlechten Gesundheitszustands zeigte er hohe mathematische Fähigkeiten. Seine Mutter weckte in ihm das Interesse für die Astronomie. Er studierte Theologie und wurde von einem seiner Lehrer in die von der Kirche verbotenen astronomischen Lehren von Kopernikus eingeführt. Um 1595 drängten ihn seine Lehrer, als Professor für Mathematik an die evangelische Stiftsschule in Graz zu gehen. 1595 veröffentlichte er auch seine erste Schrift zur Harmonie der Sternbahnen. Diese astronomischen Studien schloss er 1619 ab. Sie haben ihn zu einem der großen Astronomen gemacht. Kepler war aber auch ein aktiver evangelischer Christ. 1600 musste er im Zuge der Gegenreformation die Steiermark verlassen. Er erhielt eine Anstellung in Prag bei Tycho de Brahe und wurde 1601 dessen Nachfolger. Da der Hof ihm aber kein Gehalt zahlte, musste er mit seiner Familie in bitterer Armut leben. Bewerbungen in seine Heimat wurden abgewiesen, weil er nicht bereit war, die Calvinisten zu verdammen. Seine Frau starb und seine Kinder litten unter schweren Krankheiten. Kepler kehrte nach Linz zurück. Vom dortigen evangelischen Pfarrer wurde er 12 Jahre lang als verkappter Calvinist vom Abendmahl ausgeschlossen. Seine Mutter wurde in Leonberg als Hexe angeklagte und Kepler kämpfte 6 Jahre um ihren Freispruch. Sein Engagement hat viel zum Abflauen des Hexenwahns der Zeit beigetragen. Seine Versuche, vom Kaiser sein rückständiges Gehalt zu erhalten, brachten Kepler 1628 zu Wallenstein. Dieser wollte von ihm aber nur astrologische Horoskope haben. Kepler reiste dann zum Fürstentag nach Regensburg, um erneut zu versuchen, sein Gehalt zu erhalten (die Rückstände betrugen inzwischen etwa 12.000 Gulden), er blieb aber erfolglos, erkrankte schwer in Regensburg und starb dort am 15. November 1630.


Albertus Magnus   * um 1200   † 15.11.1280
Albert, Sohn des Markward von Lauingen, wurde um 1200 in oder bei Lauingen geboren. erste Aufzeichnungen von ihm bezeugen, dass er 1222 in Venedig und Padua lebte. Während seines Studiums trat er 1223 in den Dominikanerorden ein. Er absolvierte sein Noviziat in Köln im Kloster in der Stolkgasse. Hier begann er sein Theologiestudium. Er wirkte dann als Lehrer an verschiedenen Klöstern. 1236-38 war er Lesemeister im Predigerkloster in Freiburg. Ab 1243 lehrte und studierte er an der Sorbonne in Paris, wo Thomas von Aquin einer seiner Schüler war. 1248 kehrte er nach Köln zurück, um die Leitung des neu gegründeten Studium Generale zu übernehmen. Die Schule genoss einen sehr guten Ruf. 1260 wurde er zum Bischof von Regensburg ernannt. Er nahm das Amt widerwillig an, da es nicht mit dem Ordensideal der Armut vereinbar zu sein schien. Durch sparsames Haushalten konnte er einen Großteil der Schulden seiner Vorgänger abtragen. 1262 ließ sich Albert von Papst Urban IV. aus dem Bischofsamt entlassen. Wenig später erhielt er das Amt des Kreuzzugpredigers für die deutschsprachigen Gebiete. Dieses Amt legte Albert nach dem Tod von Papst Urban IV. wieder ab und widmete sich erneut der Lehre und dem Studium. 1269 kehrte er endgültig in das Heimatkloster Heilig Kreuz in Köln zurück. Er starb am 15.11.1280.
KURZLESUNG
Wochenspruch:
Wir müssen alle offenbar werden
vor dem Richterstuhl Christi. (2. Kor 5,10)


Lesung:
Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein? Der auch Seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat Ihn für uns alle dahingegeben - wie sollte Er uns mit Ihm nicht alles schenken? Wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen? Gott ist hier, der gerecht macht. Wer will verdammen? Christus Jesus ist hier, der gestorben ist, ja mehr noch, der auch auferweckt ist, der zur Rechten Gottes ist und für uns eintritt. Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert? Aber in dem allen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat. Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn. (Röm 8,31b-35.37-39)
RESPONSORIUM
Responsorium
GEBET
KYRIE - VATERUNSER
Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
ANBETUNG - ANGELUS
Herr, Dein Thron ist Glanz und Schönheit. Dein Walten ist Herrlichkeit. Deine Liebe geht auf über uns wie die Sonne am Mittag. Der Friede des ewigen Tages ist um Dich wie ein Kleid. Klarheit und Stärke sind das Tun Deiner Hände und Güte der Atem Deines Mundes. Wir loben Dich, Gott. Wir beten Dich an:
Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
der Allmächtige,
der da ist und der da war
und der da kommt.
Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.

STILLE (drei Glockenschläge)

Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.

STILLE (drei Glockenschläge)

Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.

STILLE (drei Glockenschläge)
Deine Gnade, Herr, wollest Du uns gießen in Herz und Sinn. Aus des Engels Munde lass uns des inne werden, dass Dein Sohn Jesus Christus hat angenommen unser Fleisch und Blut, auf dass wir durch sein Leiden und Kreuz zur Glorie der Auferstehung gelangen. Durch ihn, unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir in der Einheit des Heiligen Geistes lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit.
SEGEN
Der Herr unser Gott sei uns freundlich
und fördere das Werk unserer Hände.
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Vesper

Anregungen, Fehler bitte an DrMartinus[at]tagzeitengebete[Punkt]de

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