Samstag – 14. November 2026
DRITTETZTER SONNTAG IM KIRCHENJAHR
Im Frieden Gottes
Sext / Mittagsgebet


Du starker Gott, der diese Welt
im Innersten zusammenhält,
Du Angelpunkt, der unbewegt
den Wandel aller Zeiten trägt.
Geht unser Erdentag zu End,
schenk Leben, das kein Ende kennt:
führ uns, dank Jesu Todesleid,
ins Licht der ew'gen Herrlichkeit.
Vollenden wir den Lebenslauf,
nimm uns in Deine Liebe auf,
dass unser Herz Dich ewig preist,
Gott Vater, Sohn und Heil'ger Geist. Amen.


Psalm 71 B VII
Ich will allezeit harren *
und mehren all Deinen Ruhm.
Mein Mund verkünde Deine Gerechtigkeit / und Deine Hilfe den ganzen Tag – *
ich kann sie nicht ermessen!
Ich komme dank der großen Taten des Herrn, *
preise Deine Gerechtigkeit, Dich allein.
Gott, Du hast mich gelehrt von Jugend auf, *
noch jetzt verkünde ich Deine Wunder.
Auch bis ich alt und grau bin: *
o Gott, verlass mich nicht,
dass ich der Nachwelt verkünde Deine Kraft, / einem jeden, der kommen wird, Deine Macht: *
Deine Gerechtigkeit reicht bis zur Höhe!
Ja, Du hast Großes vollbracht! *
Gott, wer ist Dir gleich?
Du lässt uns viel Not und Unheil sehn, *
Du machst uns wieder lebendig.
Aus den Tiefen der Erde *
holst Du mich wieder herauf.
Bring mich wieder zu Ehren, *
wende Dich, mich zu trösten.
Ich will Dir danken mit Saitenspiel *
für Deine Treue, mein Gott!
Ich will Dir lobsingen zur Harfe, *
Du Heiliger Israels. +


Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Gottfried Wilhelm Leibniz * 1.7.1646 † 14.11.1716
Gottfried Wilhelm Leibniz, Sohn des Juristen und Professors für Moralphilosophie Friedrich Leibnütz und der Professorentochter Catharina Schmuck, wurde 1646 in Leipzig geboren. Er lernte in der umfangreichen Bibliothek seines Vaters die lateinische und griechische Sprache. Nach Studien in Leipzig und Halle wollte er 1666 promovieren, aber die Leipziger Professoren hielten ihn für zu jung. Er wechselte deshalb an die Universität Altdorf und stand bis 1672 im Dienst des Mainzer Erzbischofs. 1672 reiste Leibniz in diplomatischem Auftrag nach Paris, um Ludwig XIV. einen Feldzug gegen Ägypten nahezubringen. Dieser Versuch, Ludwig von seinen Kriegen in Europa abzuhalten, misslang. Erst Napoleon griff die Pläne zur Eroberung Ägyptens wieder auf. 1673 vollendete Leibniz seine Rechenmaschine, die ihm die Mitgliedschaft in der Royal Society einbrachte. Die Maschine basierte auf dem von Leibniz entwickelten Dualsystem, das heute Grundlage aller Computersysteme ist. Von 1676 bis zu seinem Tode wirkte er als Bibliothekar und königlicher Rat in Hannover. Er war einer der größten Gelehrten seines Zeitalters, Mathematiker ebenso wie Philosoph, Jurist und Physiker, Politiker, Geschichts- und Sprachforscher und schließlich auch Theologe. Er versuchte, die mechanistische Naturerklärung (Descartes) mit dem (christlichen) Glauben zu verbinden. Dabei sah er in der Feststellung, dass unsere Welt die vollkommenste aller möglichen Welten sei, einen Beweis für die Existenz und das Wirken Gottes. Weniger bekannt als seine Erfindung der Differential- und Integralrechnung sind seine intensiven Bemühungen in der Ökumene. Er war an den 1683 geführten Verhandlungen mit dem General des Franziskanerordens Spinola über die Einigung der Kirchen beteiligt. Leibniz brach diese Verhandlungen ab, als ihm deutlich wurde, dass die katholische Seite den Übertritt aller in die römisch-katholische Kirche als einzige Lösung ansah. Leibniz bemühte sich dann um eine Union zwischen Lutheranern, Reformierten und Anglikanern, aber auch dieses Vorhaben konnte er nicht zu einem Abschluss führen. Er starb am 14. November 1716 in Hannover.
Selig sind, die Frieden stiften,
denn sie werden Gottes Kinder heißen. (Mt 5,9)
Ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und Er wird bei ihnen wohnen, und sie werden Seine Völker sein, und Er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, Ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss! (Offb 21,3-5)

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Wir loben Deine göttliche Macht und Herrlichkeit: den Vater, der alle Dinge schafft von Ewigkeit zu Ewigkeit; den Sohn, unseren Heiland und Erlöser; den Heiligen Geist, unseren Helfer und Tröster. Wir loben Dich, dass Du den Erdkreis richtest mit Gerechtigkeit; wir loben Dich, dass Du auf uns wartest mit Deiner Ewigkeit; wir loben Dich: Du wirst vollenden, was Du angefangen hast. Wir beten Dich an:
Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
der Allmächtige,
der da ist und der da war
und der da kommt.
Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.
STILLE (drei Glockenschläge)
Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.
STILLE (drei Glockenschläge)
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.
STILLE (drei Glockenschläge)
Deine Gnade, Herr, gieße uns in Herz und Sinn. Wir hören, was der Engel verkündigt und glauben: Christus, Dein Sohn, ist Mensch geworden. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
Der Herr unser Gott sei uns freundlich
und fördere das Werk unserer Hände.
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Vesper
Anregungen, Fehler bitte an DrMartinus[at]tagzeitengebete[Punkt]de
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