Dienstag – 20. Oktober 2026
20. SONNTAG NACH TRINITATIS
Die Ordnungen Gottes
Sext / Mittagsgebet


O Gott, Du lenkst mit starker Hand
den wechselvollen Lauf der Welt,
machst, dass den Morgen mildes Licht,
den Mittag voller Glanz erhellt.
Lösch aus die Glut der Leidenschaft
und tilge allen Hass und Streit;
erhalte Geist und Leib gesund,
schenk Frieden uns und Einigkeit.
Du Gott des Lichts, auf dessen Reich
der helle Schein der Sonne weist,
Dich loben wir aus Herzensgrund,
Gott Vater, Sohn und Heil'ger Geist. Amen.


Psalm 9 A VIII
Danken will ich Dir, Herr, von ganzem Herzen, *
erzählen will ich von all Deinen Wundern.
Ich will Deiner mich freuen und jauchzen, *
will Deinem Namen singen, du Höchster.
Denn zurückgewichen sind meine Feinde, *
sie fallen und vergehen vor Deinem Antlitz.
Ja, Du hast mir Recht verschafft und meinen Streit geführt,*
Du hast Dich auf den Thron gesetzt – ein gerechter Richter.
Der Herr bleibt ewig, *
zum Gericht ist aufgestellt Sein Thron.
Er richtet den Erdkreis mit Gerechtigkeit, *
spricht den Völkern gerechtes Urteil.
Der Herr wird dem Bedrückten zur Burg, *
eine Burg zur Zeit der Bedrängnis.
Auf Dich vertrauen, die Deinen Namen kennen, *
denn Du, Herr,verlässt nicht, die Dich suchen.
Singt dem Herrn, der auf dem Zion wohnt, *
tut kund unter den Völkern Seine Taten!
Denn der die Blutschuld rächt, denkt an sie, *
Er vergisst nicht das Schreien der Armen. +


Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Karl Segebrock * 4.1.1872 † 20.10.1896
Ewald Ovir * 5.2.1873 † 20.10.1896
Der Tischlersohn Karl Segebrock wurde 1872 in Mitau (heute Jelgava in Lettland) geboren. Nach dem Schulbesuch arbeitete er als Helfer an einer Kirchenschule in Mitau. Die Predigt eines Missionars erweckte in ihm den Wunsch, selber Missionar zu werden. Der Bauernsohn Ewald Ovir wurde 1873 in Jaggowall (heute Jägala in Estland) geboren. Der frühe Tod seiner Mutter und finanzielle Schwierigkeiten seiner Familie führten dazu, dass er als Elfjähriger in verschiedenen Haushalten in Reval arbeiten musste. Er hatte deshalb physische und psychische Probleme. Einer der behandelnden Ärzte legte ihm die Mission ans Herz. Als er 1891 in das Seminar des Leipziger Missionswerk eintrat, traf er auf Karl Segebrock, der bereits seit 1889 im Seminar lebte. Beide durchliefen gemeinsam die Ausbildung und wurden 1895 ordiniert und nach Ostafrika ausgesandt. In der Missionsstation Mamba am Fuß des Kilimandscharo erlernten sie die Sprache der Dschaggas. Am 13. Oktober 1896 gingen sie in das drei Tagereisen entfernte Gebiet von Meru, um hier eine weitere Missionsstation zu errichten. Der Hauptmann einer Askari-Schutztruppe warnte sie noch vor aufständischen Eingeborenen, konnte aber nicht verhindern, dass sie in der Nacht des 20. Oktober 1896 von Einheimischen, die das Eindringen der Europäer verhindern wollten, ermordet wurden. Als sich die Missionsarbeit 1902 in dem Gebiet behaupten konnte, wurde das Grab der beiden instand gesetzt und ausgebaut. Fotos des Grabes und die Geschichte der Märtyrer wurden in Deutschland verbreitet und halfen der Leipziger Mission, Gelder und Menschen für ihre Arbeit zu gewinnen. Noch heute steht die Dorfkirche neben dem Grab der beiden Missionare.
Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist
und was der Herr von dir fordert:
nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben
und demütig sein vor deinem Gott. (Micha 6,8)
Jage nach der Gerechtigkeit, der Frömmigkeit, dem Glauben, der Liebe, der Geduld, der Sanftmut! Kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, wozu du berufen bist. (1. Tim 6,11b-12)

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Wir loben Dich und beten Dich an: Du stehst in der Mitte. Du gibst allem Leben Maß, Richtung und Ziel. Du bist König, und allein Du bist gnädig. Was geschieht, kommt aus Deiner Hand. Du kennst alle Dinge und siehst alle unsere Wege. Du bist ein barmherziger Richter. Überwinde, was sich Dir entgegenstellt. Urteile, was Dir nicht angehört. Dein ist die Macht und Dein ist die Ehre. Mach unsere Hoffnung groß und unser Verlangen rein. Dir nahen wir. Wir beten dich an:
Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
der Allmächtige,
der da ist und der da war
und der da kommt.
Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.
STILLE (drei Glockenschläge)
Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.
STILLE (drei Glockenschläge)
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.
STILLE (drei Glockenschläge)
Deine Gnade, Herr, gieße uns in Herz und Sinn. Wir hören, was der Engel verkündigt und glauben: Christus, Dein Sohn, ist Mensch geworden. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
Der Herr unser Gott sei uns freundlich
und fördere das Werk unserer Hände.
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Vesper
Anregungen, Fehler bitte an DrMartinus[at]tagzeitengebete[Punkt]de
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