Sonntag – 14. September 2025
13. SONNTAG NACH TRINITATIS
Der barmherzige Samariter
Sext / Mittagsgebet
Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

Du Geist, der unser Beistand ist,
eins mit dem Vater und dem Sohn:
Komm jetzt herab in Deiner Huld,
ergieße Dich in unsre Brust.
Mit Mund und Herz, mit Sinn und Geist,
Gott, dich bekenne unser Lob.
Der Liebe Feuer flamme auf,
die Glut entzünde jedes Herz.
Dies schenk uns, Vater voller Macht,
durch Jesus Christus, unsern Herrn,
der mit dem Geiste und mit Dir
regiert in alle Ewigkeit. Amen.


Psalm 150 VII
Lobt Gott in Seinem Heiligtum, *
lobt Ihn in der Feste Seiner Macht!
Lobt Ihn für Seine mächtigen Taten, *
lobt Ihn in Seiner großen Herrlichkeit!
Lobt Ihn mit dem Schall der Posaunen, *
lobt Ihn mit Psalter und Harfen!
Lobt Ihn mit Pauken und Reigen, *
lobt Ihn mit Saiten und Pfeifen!
Lobt Ihn mit klingenden Zimbeln, *
lobt Ihn mit klirrenden Zimbeln!+

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Kreuzerhöhung
Das Fest der Ausstellung von Kreureliquien zur Verehrung geht auf den Fund des heiligen Kreuzes durch Helena an einem 13. September zurück. Ihr Sohn Konstantin ließ über dem Grab Christi, bei dem Helena auch das Kreuz gefunden hatte, eine große Kirche erbauen (heute Grabeskirche, vorher Auferstehungskirche), die am 13. September 335 geweiht wurde. Am 14. September 335 wurde das Heilige Kreuz erstmals zur Verehrung ausgestellt (erhöht). Heute wird an diesem Tag auch der Rückkehr des Kreuzes aus Persien im Jahr 628 gedacht. Dieses Kreuz ging 1187 im Kampf gegen Muslime verloren.
Cyprian * um 200 † 14.9.258
Thascius Caecilius Cyprianus' Eltern waren wohlhabende Heiden aus der Hafenstadt Karthago. Er genoss das Leben in vollen Zügen, hatte aber auch eine sehr gute Ausbildung genossen und eine ebenso erfolgreiche Laufbahn als Lehrer der Rhetorik eingeschlagen. Die Begegnung mit dem Presbyter Cälius beeindruckte ihn derart, dass er das Evangelium zu lesen begann und von ihm so überwältigt war, dass er sich taufen ließ und zunächst einige Jahre in Zurückgezogenheit lebte, bis er wieder als neuer Mensch in seine Heimatstadt zurückkehrte, wo er schon ein Jahr später zum Bischof gewählt wurde. Nun versuchte Cyprian, die Gemeinde, die sich zu lange in Sicherheit gewogen hatte, wieder zu beleben. Seine wortgewandten Predigten und sein Vorbild spornten viele Christen an, ihr Leben zu überdenken und neu zu gestalten.
Im Jahr 249 erließ Kaiser Decius einen Apell, der zur Loyalität aller Bürger auch im religiösen Bereich aufrief. Man suchte nicht den Konflikt mit den Christen, wollte aber die Bischöfe der Gemeinden gefangen nehmen, damit diese die Christen nicht zum Widerstand ermutigen konnten. So beschloss Cyprian im Jahr 250, zu fliehen, um aus seinem Versteck heraus die Gemeinde weiter betreuen zu können. Viele Glieder der Gemeinde brachten den Göttern Opfer dar, als dazu aufgefordert wurde. Manche blieben standhaft, einige von ihnen fanden den Märtyrertod. 251 beruhigte sich die Lage, und Cyprian konnte zurückkehren. Die Gemeinde war im Streit, ob die Abgefallenen wieder aufgenommen werden sollten, und Cyprian machte deutlich, dass eine Wiederaufnahme nur nach sorgfältiger Prüfung, wenn überhaupt, möglich sei. Er wehrte den Anspruch der verbliebenen Gemeindeglieder, sich als Richter über die Abgefallenen zu erheben, allerdings ebenfalls ab. Er betonte, dass die Kirche eine Gemeinschaft der Heiligen ist. Er verglich die Einheit der Kirche mit der Sonne: so wie die Sonne viele Strahlen hat, aber nur ein Licht, so ist auch die Gemeinde in ihrer Vielfalt eins, ausgehend von dem einen Licht der Welt, Jesus Christus. Wer die Kirche nicht zur Mutter hat, hat Gott nicht zum Vater. Dabei sieht Cyprian die Einheit der Kirche durch die Sukzession der Bischöfe gegeben. Dabei gibt es unter den Bischöfen keinen, der eine höhere Autorität hat als die anderen.
In dieser Zeit brach die Pest aus, und er hielt die Gemeindeglieder an, alle Kranken zu pflegen, ob sie nun Christen oder Heiden seien. Dabei ging er selbst mit gutem Beispiel voran.
257 kam es erneut zur Verfolgung, diesmal durch Valerian. Der Klerus wurde per kaiserlichem Edikt gezwungen, den heidnischen Göttern zu opfern. Wer dieses Opfer verweigerte, sollte gebannt werden. In einem zweiten Edikt 258 wurde die Strafe geändert. Wer nun das Opfer verweigerte, sollte getötet werden. Christliche Gotteshäuser und Friedhöfe wurden enteignet, und viele Bischöfe gaben dem Druck der Obrigkeit nach. Cyprian aber, dessen Gemeinde nun fest im Glauben stand, brauchte kein zweites Mal zu fliehen. Er war bereit für den Märtyrertod, was auch in dem Wort zum Ausdruck kommt: „Ein Bischof, der am Evangelium festhält, kann zwar getötet werden, aber niemand kann ihn besiegen.”
Als das Todesurteil verkündet wurde, sprach er die Worte „Deo gratias!” (Gott sei Dank!). Er wurde mit dem Schwert enthauptet.
Die römische Kirche feiert sein Gedenken am 16. September, die orthodoxe wie die protestantische Kirche am 14. September. Sein Haupt wird
im Kornelimünster in Aachen aufbewahrt. Seine wohl bedeutendste Schrift ist „De Catholicae Ecclesiae Unitate” (Über die Einheit der
Kirche).
Christus spricht: Was ihr getan habt einem von diesen
meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan. (Mt 25,40)
Selig sind, die da geistlich arm sind;
denn ihrer ist das Himmelreich.
Selig sind, die da Leid tragen;
denn sie sollen getröstet werden.
Selig sind die Sanftmütigen;
denn sie werden das Erdreich besitzen.
Selig sind, die da hungert und dürstet
nach der Gerechtigkeit;
denn sie sollen satt werden.
Selig sind die Barmherzigen;
denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.
Selig sind, die reinen Herzens sind;
denn sie werden Gott schauen.
Selig sind die Friedfertigen;
denn sie werden Gottes Kinder heißen.
Selig sind, die um der
Gerechtigkeit willen verfolgt werden;
denn ihrer ist das Himmelreich. (Mt 5,3-10)

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Herr, Dein Thron ist
Glanz und Schönheit. Dein Walten ist die Herrlichkeit. Deine Liebe geht auf über uns wie die Sonne am Mittag. Der Friede des ewigen Tages ist um Dich wie ein Kleid. Klarheit und Stärke sind das Tun Deiner Hände und Güte der Atem Deines Mundes. Wir loben Dich, Gott. Wir beten Dich an:
Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
der Allmächtige,
der da ist und der da war
und der da kommt.
Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.
STILLE (drei Glockenschläge)
Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.
STILLE (drei Glockenschläge)
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.
STILLE (drei Glockenschläge)
Deine Gnade, Herr, wollest Du uns gießen in Herz und Sinn. Aus des Engels Munde lass uns des inne werden, dass Dein Sohn Jesus Christus hat angenommen unser Fleisch und Blut, auf dass wir durch sein Leiden und Kreuz zur Glorie der Auferstehung gelangen. Durch ihn, unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir in der Einheit des Heiligen Geistes lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Der Herr unser Gott sei uns freundlich
und fördere das Werk unserer Hände.
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Vesper
Anregungen, Fehler bitte an Martin(Punkt)Senftleben(at)michaelsbruderschaft(Punkt)de
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