Donnerstag – 11. September 2025
12. SONNTAG NACH TRINITATIS
Die große Krankenheilung
Sext / Mittagsgebet
Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

Der Mittag kommt, Gott, sei uns nah;
wir halten inne zum Gebet.
Dich suchen wir, der Raum und Zeit
mit seiner Ewigkeit umfängt.
Dein Bund besteht, Gott, Du bist treu:
Bewahrung zeigt Dein Bogen an.
Durch Weisung segnest Du Dein Volk.
Versöhnung künden Brot und Wein.
Schenk Frieden, Gott, im Streit der Welt.
Lass Ruhe finden, die bedrängt.
Zeig gnädig uns Dein Angesicht
als Schöpfer, Retter, Tröstergeist. Amen.


Psalm 111 VIII
Danken will ich dem Herrn von ganzem Herzen *
im Kreis der Getreuen, in der Gemeinde.
Groß sind die Taten des Herrn, *
allen erfahrbar, die sich daran freun.
Hoheit und Pracht ist Sein Tun, *
Seine Gerechtigkeit besteht auf ewig.
Er hat ein Gedächtnis gestiftet
Seiner Wunder, *
gnädig und barmherzig ist der Herr.
Speise gab Er denen, die Ihn fürchten, *
Er gedenkt Seines Bundes auf ewig.
Die Macht Seiner Taten
machte Er kund Seinem Volk, *
ihnen zu geben das Erbe der Heiden.
Die Werke Seiner Hände sind Treue und Recht, *
verlässlich sind all Seine Gebote,
sie stehen fest für immer und ewig, *
geschaffen in Treue und Redlichkeit.
Erlösung sandte Er Seinem Volk, /
Er hat Seinen Bund bestimmt auf ewig. *
Heilig und furchtgebietend ist Sein Name.
Die Furcht des Herrn
ist der Anfang der Weisheit, /
einsichtig sind alle, die danach tun. *
Sein Ruhm bleibt bestehen für immer. +

Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Johannes Brenz * 14.6.1499 † 11.9.1570
Johannes Brenz wurde 1499 in Weil der Stadt geboren. Über seine Familie und seine Kindheit ist wenig bekannt. Als Student in Heidelberg hörte er mit Martin Bucer Luthers Disputation. Er setzte sich seitdem für die Reformation ein. Mehrere Jahre wirkte er in Hall, wo er eine Kirchenordnung und einen ersten Katechismus für die Jugend verfasste. An dem Augsburger Reichstag 1530 wirkte er maßgeblich mit. 1534 berief ihn Herzog Ulrich zum Berater und Brenz bearbeitete die württembergische Kirchenverfassung. Die Universität Tübingen ordnete er nach den Richtlinien Melanchthons. Nach dem Sieg der katholischen Seite musste er fliehen. Zeitweise hielt er sich in Basel auf, kehrte dann aber wieder nach Stuttgart zurück. Hier musste er sich versteckt halten. Schließlich konnte er in die Öffentlichkeit zurückkehren. Er wurde Prediger an der Stiftskirche und herzoglicher Rat. An der Confessio Wirtembergica (1552), die dem Trienter Konzil vorgelegt wurde, arbeitete er mit. Brenz ordnete vor allem das württembergische Kirchen- und Schulwesen neu. Mit der Schulordnung von 1559 führte er die allgemeine Schule für alle Kinder ein. Die Klöster wandelte er in theologische Seminare um. Brenz verband eine wissenschaftlich fundierte auf der Bibel fußende Theologie mit einer milden auf Ausgleich gerichteten Kirchenpraxis und prägte so die württembergische Landeskirche. Er starb am 11. September 1570 in Stuttgart.
Das geknickte Rohr wird Er nicht
zerbrechen, und den glimmenden
Docht wird Er nicht auslöschen. (Jes 42,3)
Ihr seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk zum Eigentum, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat aus der Finsternis in Sein wunderbares Licht. (1. Petr 2,9)

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Herr, wir danken Dir für die Macht Deiner Offenbarung. Du sammelst Dein Volk aus aller Welt Enden. Du kommst zu allen Zeiten und bist König und Herr. Du brichst allen Widerstand und baust Deine Kirche. Herr, wir bitten Dich: Lass Deine ganze Christenheit vereinigt werden; bringe zusammen, die Du gerufen und Dir erwählt hast; zerbrich die Mauern, die uns trennen, und wehre allen, die Unfrieden stiften. Herr, wir bitten Dich: Lass vereinigt werden alle, die Dich anbeten, den einen Gott. Herr, wir bitten Dich: Es komme der Tag, da eine Herde und ein Hirte ist. Du tust Wunder und richtest alles zu Deinen Zielen aus. Wir beten Dich an:
Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
der Allmächtige,
der da ist und der da war
und der da kommt.
Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.
STILLE (drei Glockenschläge)
Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.
STILLE (drei Glockenschläge)
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.
STILLE (drei Glockenschläge)
Deine Gnade, Herr, gieße uns in Herz und Sinn. Wir hören, was der Engel verkündigt und glauben: Christus, Dein Sohn, ist Mensch geworden. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
Der Herr unser Gott sei uns freundlich
und fördere das Werk unserer Hände.
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Vesper
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