Sonntag – 7. September 2025
12. SONNTAG NACH TRINITATIS
Die große Krankenheilung
Sext / Mittagsgebet
Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

Du Geist, der unser Beistand ist,
eins mit dem Vater und dem Sohn:
Komm jetzt herab in Deiner Huld,
ergieße Dich in unsre Brust.
Mit Mund und Herz, mit Sinn und Geist,
Gott, dich bekenne unser Lob.
Der Liebe Feuer flamme auf,
die Glut entzünde jedes Herz.
Dies schenk uns, Vater voller Macht,
durch Jesus Christus, unsern Herrn,
der mit dem Geiste und mit Dir
regiert in alle Ewigkeit. Amen.


Psalm 150 VII
Lobt Gott in Seinem Heiligtum, *
lobt Ihn in der Feste Seiner Macht!
Lobt Ihn für Seine mächtigen Taten, *
lobt Ihn in Seiner großen Herrlichkeit!
Lobt Ihn mit dem Schall der Posaunen, *
lobt Ihn mit Psalter und Harfen!
Lobt Ihn mit Pauken und Reigen, *
lobt Ihn mit Saiten und Pfeifen!
Lobt Ihn mit klingenden Zimbeln, *
lobt Ihn mit klirrenden Zimbeln!+

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Lazarus Spengler * 13.3.1479 † 7.9.1534
Lazarus Spengler, der Sohn eines Ratsschreibers, wurde 1479 in Nürnberg geboren. Er studierte in Leipzig, musste das Studium aber wegen des Todes seines Vaters nach zwei Jahren abbrechen. Er wurde 1496 Ratsschreiber und 1507 Leiter der Ratskanzlei. 1516 wurde er zum Ratsherrn berufen. Auch wenn er weder Theologe noch Jurist war, war er bei Theologen und Juristen wegen seines Verhandlungsgeschicks hoch angesehen. Er vertrat die Reichsstadt Nürnberg 1521 in Worms, auf weiteren Reichstagen und bei anderen Vertragsverhandlungen. Sein engagiertes Eintreten für die Reformation war von entscheidender Bedeutung. Auch in Nürnberg führte er - endgültig 1525 - die Reformation ein und sein Einsatz wirkte noch über seinen Tod hinaus. Auf sein Wirken erfolgte die Umwandlung des Egidienstifts in das erste evangelische Gymnasium in Nürnberg. Spengler wirkte als Berater bei der Durchführung der Reformation in Nachbarländern und war an der Erarbeitung einer evangelischen Kirchenordnung beteiligt. Er arbeitete auch an der deutschen Bibelübersetzung Luthers mit und dichtete Kirchenlieder. Spengler starb am 7. September 1534 in Nürnberg.
Martin Kähler * 6.1.1835 † 7.9.1912
Karl Martin Kähler wurde am 6.1.1835 in Neuhausen bei Königsberg geboren. Sein Vater war Konsistorialrat, sein Großvater ein dem Rationalismus treuer Professor und Prediger in Königsberg gewesen. Nach einem begonnenen Jurastudium, das von einer schweren Krankheit überschattet war, wandte sich Martin Kähler der Theologie zu, sicher auch, weil er die Bewahrung in der Krankheit als Fingerzeig Gottes deutete. Er promovierte 1860 und wurde der erste Studieninspektor des Schlesischen Konvikts. 1878, nachdem die Schrift „Das Gewissen” erschienen war, wurde er Professor für Systematische Theologie und Neues Testament an der Theologischen Fakultät in Halle. Kähler war als Lehrer auch immer Seelsorger seiner Studenten. Nichts war ihm wichtiger als das Wohl der Seelen seiner Studenten. Für ihn stand fest, dass ein Lehrer der Theologie zuerst Christ sein musste. Man kann sagen, dass die Bekennende Kirche, die in der Zeit des Nationalsozialismus entstand, ihre Wurzel in Kählers Lehre hatte, denn viele der Gründer der Bekennenden Kirche waren seine Schüler gewesen oder durch ihn oder seine Schüler geprägt worden. Er starb am 7. September 1912 und ist in Halle auf dem Laurentiusfriedhof begraben.
Das geknickte Rohr wird Er nicht
zerbrechen, und den glimmenden
Docht wird Er nicht auslöschen. (Jes 42,3)
Selig sind, die da geistlich arm sind;
denn ihrer ist das Himmelreich.
Selig sind, die da Leid tragen;
denn sie sollen getröstet werden.
Selig sind die Sanftmütigen;
denn sie werden das Erdreich besitzen.
Selig sind, die da hungert und dürstet
nach der Gerechtigkeit;
denn sie sollen satt werden.
Selig sind die Barmherzigen;
denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.
Selig sind, die reinen Herzens sind;
denn sie werden Gott schauen.
Selig sind die Friedfertigen;
denn sie werden Gottes Kinder heißen.
Selig sind, die um der
Gerechtigkeit willen verfolgt werden;
denn ihrer ist das Himmelreich. (Mt 5,3-10)

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Herr, Dein Thron ist
Glanz und Schönheit. Dein Walten ist die Herrlichkeit. Deine Liebe geht auf über uns wie die Sonne am Mittag. Der Friede des ewigen Tages ist um Dich wie ein Kleid. Klarheit und Stärke sind das Tun Deiner Hände und Güte der Atem Deines Mundes. Wir loben Dich, Gott. Wir beten Dich an:
Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
der Allmächtige,
der da ist und der da war
und der da kommt.
Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.
STILLE (drei Glockenschläge)
Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.
STILLE (drei Glockenschläge)
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.
STILLE (drei Glockenschläge)
Deine Gnade, Herr, wollest Du uns gießen in Herz und Sinn. Aus des Engels Munde lass uns des inne werden, dass Dein Sohn Jesus Christus hat angenommen unser Fleisch und Blut, auf dass wir durch sein Leiden und Kreuz zur Glorie der Auferstehung gelangen. Durch ihn, unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir in der Einheit des Heiligen Geistes lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Der Herr unser Gott sei uns freundlich
und fördere das Werk unserer Hände.
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Vesper
Anregungen, Fehler bitte an Martin(Punkt)Senftleben(at)michaelsbruderschaft(Punkt)de
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