Sonntag – 6. September 2026
14. SONNTAG NACH TRINITATIS
Der dankbare Samariter
Sext / Mittagsgebet


Du Geist, der unser Beistand ist,
eins mit dem Vater und dem Sohn:
Komm jetzt herab in Deiner Huld,
ergieße Dich in unsre Brust.
Mit Mund und Herz, mit Sinn und Geist,
Gott, dich bekenne unser Lob.
Der Liebe Feuer flamme auf,
die Glut entzünde jedes Herz.
Dies schenk uns, Vater voller Macht,
durch Jesus Christus, unsern Herrn,
der mit dem Geiste und mit Dir
regiert in alle Ewigkeit. Amen.


Psalm 150 VII
Lobt Gott in Seinem Heiligtum, *
lobt Ihn in der Feste Seiner Macht!
Lobt Ihn für Seine mächtigen Taten, *
lobt Ihn in Seiner großen Herrlichkeit!
Lobt Ihn mit dem Schall der Posaunen, *
lobt Ihn mit Psalter und Harfen!
Lobt Ihn mit Pauken und Reigen, *
lobt Ihn mit Saiten und Pfeifen!
Lobt Ihn mit klingenden Zimbeln, *
lobt Ihn mit klirrenden Zimbeln!+


Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Matthias Waibel * um 1495 † 6. oder 7.9.1525
Der Bauernsohn Matthias Waibel wurde wohl in Martinszell geboren. Da zu seiner Zeit noch keine Kirchenregister geführt wurden, fehlen nähere Daten. Wahrscheinlich wurde sein Begabung früh erkannt und er konnte mit Unterstützung reicher Bürger die Lateinschule besuchen und Theologie studieren. 1519 wurde er wohl in Konstanz zum Priester geweiht und diente als Vikar und Lehrer in Kempten. Um 1520 kam die neue Lehre Luthers ins Allgäu und der Bauernsohn Waibel sah die Möglichkeit, das harte Los der Bauern zu mildern, indem er die kirchliche Buß- und Ablasspraxis in Frage stellte und vollmächtig die Rechtfertigung aus Glauben und gute Werke als Frucht des Glaubens predigte. Da die Einnahmen des Kemptener Klosters durch sein Wirken erheblich geschmälert wurden, versuchte die Geistlichkeit, ihn loszuwerden. Dies gelang zunächst nicht, da seine große Gemeinde ihn schützte. Schließlich wurde Waibel unter einem Vorwand aus der Stadt gelockt und gewaltsam nach Leutkirch gebracht. Da aber der Rat der Stadt ihn auch nicht verurteilen wollte, wurde er vom Hauptmann des Schwäbischen Bundes aus der Stadt gebracht und im Wald ohne Gerichtsverfahren am 6. September 1525 erhängt. Matthias Waibel war der erste Blutzeuge der Reformation im Allgäu.
Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht,
was er dir Gutes getan hat. (Ps 103,2)
Selig sind, die da geistlich arm sind;
denn ihrer ist das Himmelreich.
Selig sind, die da Leid tragen;
denn sie sollen getröstet werden.
Selig sind die Sanftmütigen;
denn sie werden das Erdreich besitzen.
Selig sind, die da hungert und dürstet
nach der Gerechtigkeit;
denn sie sollen satt werden.
Selig sind die Barmherzigen;
denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.
Selig sind, die reinen Herzens sind;
denn sie werden Gott schauen.
Selig sind die Friedfertigen;
denn sie werden Gottes Kinder heißen.
Selig sind, die um der
Gerechtigkeit willen verfolgt werden;
denn ihrer ist das Himmelreich. (Mt 5,3-10)

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Herr, Dein Thron ist
Glanz und Schönheit. Dein Walten ist Herrlichkeit. Deine Liebe geht auf über uns wie die Sonne am Mittag. Der Friede des ewigen Tages ist um Dich wie ein Kleid. Klarheit und Stärke sind das Tun Deiner Hände und Güte der Atem Deines Mundes. Wir loben Dich, Gott. Wir beten Dich an:
Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
der Allmächtige,
der da ist und der da war
und der da kommt.
Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.
STILLE (drei Glockenschläge)
Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.
STILLE (drei Glockenschläge)
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.
STILLE (drei Glockenschläge)
Deine Gnade, Herr, wollest Du uns gießen in Herz und Sinn. Aus des Engels Munde lass uns des inne werden, dass Dein Sohn Jesus Christus hat angenommen unser Fleisch und Blut, auf dass wir durch sein Leiden und Kreuz zur Glorie der Auferstehung gelangen. Durch ihn, unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir in der Einheit des Heiligen Geistes lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Der Herr unser Gott sei uns freundlich
und fördere das Werk unserer Hände.
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Vesper
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