Mittwoch – 26. August 2026
12. SONNTAG NACH TRINITATIS
Die große Krankenheilung
Sext / Mittagsgebet


Du Grund der Welt, Du Lebensmacht,
Du Anfang, Mitte, letztes Ziel.
Was auch geschieht, Du setzt Dein Maß,
dass alles uns zum Besten dient.
Du bist der Halt im Strom der Zeit.
Gib unserm Leben Deinen Sinn.
Es kommt von Dir, geht hin zu Dir,
lass uns in Dir geborgen sein.
Lob sei Dir, Vater, und Dir, Sohn,
und Dir, dem schöpferischen Geist.
Schon jetzt sei mit uns auf dem Weg.
Vollende uns in Ewigkeit. Amen.


Psalm 145 B I
Treu ist der Herr in all Seinen Worten, *
gnädig in all Seinen Werken.
Der Herr stützt alle, die fallen, *
alle, die gebeugt sind, richtet Er auf.
Aller Augen warten auf Dich, *
Du gibst ihnen Speise zur rechten Zeit.
Du tust Deine Hand auf *
und sättigst alles, was lebt, mit Wohltat.


Der Herr ist nahe allen, die Ihn rufen, *
allen, die Ihn rufen in Treue.
Den Willen derer, die Ihn fürchten, tut Er, *
Er hört ihr Schreien und rettet sie.
Der Herr behütet alle, die Ihn lieben, *
alle Frevler aber vertilgt Er.
Mein Mund verkünde das Lob des Herrn! / Alles Fleisch preise Seinen heiligen Namen *
für immer und ewig. +


Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Werner Sylten * 9.8.1893 † 26.8.1942
Werner Sylten wurde 1893 in Hergiswyl in der Schweiz geboren. Seine Familie zog oft um und so besuchte er verschiedene Schulen in Deutschland. In Marburg studierte er Theologie. Er wurde Soldat im ersten Weltkrieg und konnte erst nach Kriegsende sein Studium abschließen. Nach dem Vikariat in Göttingen und einer Pfarrstelle in Hildesheim wirkte er ab 1925 in Thüringen in der kirchlichen Sozialarbeit. Er wurde Pfarrer eines Mädchenerziehungsheims in Köstritz bei Gera. Wegen seiner jüdischen Abstammung wurde er 1936 aus dem Pfarrdienst entlassen. Nach längerer Arbeitslosigkeit erhielt er eine Stelle bei Pfarrer Heinrich Grüber, der in Berlin ein Büro zur Unterstützung nichtarischer Christen unterhielt. Sylten konnte hier vielen Verfolgten helfen. Zwei Monate nachdem Heinrich Grüber verhaftet und nach Dachau gebracht worden war, wurde auch Werner Sylten nach Dachau gebracht. Hier konnte er als Seelsorger und Vermittler wirken. Trotz schwerer Folter und quälender Wunden meldete er sich nicht krank. Es war allgemein bekannt, dass Krankmeldung letztlich den sicheren Tod bedeutete. Schließlich musste er doch in das Krankenrevier gehen. Als er auf die Transportliste gesetzt wurde, konnte Grüber ihn durch Bestechung retten. Kurze Zeit später stand er aber erneut auf der Liste und wurde mit einem Invalidentransport nach Schloss Hartenstein bei Linz gebracht und hier am 26. August 1942 ermordet.
Wulfila * um 311 † 26.8.383
Wulfila wurde als Sohn eines Goten und einer griechischen Mutter um 311 geboren. Er diente innerhalb seines Stammes als Lektor. In dieser Rolle las er die heiligen Texte vor, übersetzte sie und legte sie aus. 341 zog er mit einigen Gefährten nach Antiochien und wurde dort von Eusebius von Nikomedia zum Bischof der Goten geweiht. Nachdem er einige Jahre versucht hatte, das Christentum weiter zu verbreiten, zog er in die Provinz Moesia secunda, da sich der Widerstand gegen die Missionsversuche verstärkte. Dort, im römischen Gebiet, entwickelte er eine gotische Schriftsprache und übersetzte die Bibel in die gotische Sprache. So entstand die sogenannte Wulfilabibel, die bald darauf zur Grundlage der erfolgreichen Germanenmission wurde. Wulfila trat für einen gemäßigten Arianismus ein. Er starb im Jahr 383 kurz nachdem er in Konstantinopel zu einer Synode angelangt war, und liegt dort begraben.
Das geknickte Rohr wird Er nicht
zerbrechen, und den glimmenden
Docht wird Er nicht auslöschen. (Jes 42,3)
Lasst euch vom Geist erfüllen. Ermuntert einander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern, singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen und sagt Dank Gott, dem Vater, allezeit für alles, im Namen unseres Herrn Jesus Christus. (Eph 5,18b-20)

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Wir loben Dich, Herr, und beten Dich an: Du bist die Liebe und trägst uns alle mit Deinem Erbarmen. Du hast uns berufen, Boten Deiner Liebe zu sein. Wir danken Dir für die Menschen, die Du uns zu Nächsten machst. Wir danken Dir für die Menschen, die Du uns anvertraut hast. Erhalte uns in ihrer Gemeinschaft, mache uns treu in unserem Dienst. Lass uns wach bleiben in der Liebe; hilf uns, dass wir die Leiden unserer Schwestern und Brüder erkennen; behüte uns vor der Kälte und Trägheit des Herzens, die Dein Erbarmen verleugnen. Du hast nicht Lust am Tode des Sünders. Du gibst Leben und rettest, was sterben will; mache uns zu Zeugen Deiner Barmherzigkeit. Wir beten Dich an:
Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
der Allmächtige,
der da ist und der da war
und der da kommt.
Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.
STILLE (drei Glockenschläge)
Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.
STILLE (drei Glockenschläge)
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.
STILLE (drei Glockenschläge)
Deine Gnade, Herr, gieße uns in Herz und Sinn. Wir hören, was der Engel verkündigt und glauben: Christus, Dein Sohn, ist Mensch geworden. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
Der Herr unser Gott sei uns freundlich
und fördere das Werk unserer Hände.
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Vesper
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