Samstag – 16. August 2025
8. SONNTAG NACH TRINITATIS
Früchte des Geistes
Sext / Mittagsgebet
Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

Du starker Gott, der diese Welt
im Innersten zusammenhält,
Du Angelpunkt, der unbewegt
den Wandel aller Zeiten trägt.
Geht unser Erdentag zu End,
schenk Leben, das kein Ende kennt:
führ uns, dank Jesu Todesleid,
ins Licht der ew'gen Herrlichkeit.
Vollenden wir den Lebenslauf,
nimm uns in Deine Liebe auf,
dass unser Herz Dich ewig preist,
Gott Vater, Sohn und Heil'ger Geist. Amen.


Psalm 71 B VII
Ich will allezeit harren *
und mehren all Deinen Ruhm.
Mein Mund verkünde Deine Gerechtigkeit /
und Deine Hilfe den ganzen Tag – *
ich kann sie nicht ermessen!
Ich komme dank der großen Taten des Herrn, *
preise Deine Gerechtigkeit, Dich allein.
Gott, Du hast mich gelehrt von Jugend auf, *
noch jetzt verkünde ich Deine Wunder.
Auch bis ich alt und grau bin: *
o Gott, verlass mich nicht,
dass ich der Nachwelt verkünde Deine Kraft, /
einem jeden, der kommen wird, Deine Macht: *
Deine Gerechtigkeit reicht bis zur Höhe!
Ja, Du hast Großes vollbracht! *
Gott, wer ist Dir gleich?
Du lässt uns viel Not und Unheil sehn, *
Du machst uns wieder lebendig.
Aus den Tiefen der Erde *
holst Du mich wieder herauf.
Bring mich wieder zu Ehren, *
wende Dich, mich zu trösten.
Ich will Dir danken mit Saitenspiel *
für Deine Treue, mein Gott!
Ich will Dir lobsingen zur Harfe, *
Du Heiliger Israels. +

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Johann der Beständige * 30.6.1468 † 16.8.1532
Johann, vierter Sohn des Kurfürsten Ernst von Sachsen, wurde 1468 in Meißen geboren und am Hof seines Verwandten, des Kaisers Friedrich III. erzogen. Er studierte Kriegswissenschaften, wurde Mitregent seines Bruders Friedrich des Weisen und übernahm nach dessen Tod 1525 die Regierung Kursachsens. Anders als sein Bruder bekannte er sich offen zur Reformation. So wurde er Sprecher und Führer der evangelischen Partei und trat für die Evangelischen auf den Reichstagen seit Speyer 1526 auf. Auf dem Reichstag 1530 in Augsburg widersprach er den Juristen, die das Augsburger Bekenntnis nur von den Theologen unterzeichnen lassen wollten, um die Fürsten zu schützen. ‚Ich will meinen Christus auch bekennen’ entgegnete er ihnen und unterzeichnete als erster das Augsburger Bekenntnis. Ohne sein entschiedenes Eintreten wäre das Bekenntnis vielleicht gar nicht unterzeichnet worden. 1531 schloß er den Schmalkaldischen Bund und zwang so den Kaiser zum Religionsfrieden von Nürnberg 1532. Kurz nach diesem Erfolg erlitt er einen Schlaganfall, an dessen Folgen er am 16. August 1532 auf Schloss Schweinitz starb. Luther eilte an sein Sterbelager und hielt auch die Leichenpredigt.
Leonhard Kaiser * um 1480 † 16.8.1527
Leonhard Kaiser hatte angesehene und wohlhabende Eltern. Er studierte in Leipzig und kam 1517 als Vikar nach Waizenkirchen. Seine Predigten fanden offene Ohren, führten aber auch dazu, dass die Einnahmen der Lehensherren schrumpften, weswegen diese ihn 1524 anklagten, als die bayrischen Herzöge gerade die Einrichtung von Ketzergerichten angeordnet und das Lesen lutherischer Schriften verboten hatten. Kaiser wurde verhaftet und widerrief nach einiger Zeit, so dass er freigelassen wurde. Sein Gewissen plagte ihn. Er hätte, so dachte er, das Martyrium auf sich nehmen müssen. So reiste er nach Wittenberg, wo er durch Martin Luther gestärkt und im protestantischen Glauben gefestigt wurde. 1527 reiste er wieder heim, da sein Vater todkrank war. Er predigte und verbreitete Schriften, weswegen er erneut angeklagt wurde. Trotz vieler Fürsprecher wurde er zum Tod verurteilt und am 16. August 1527 auf einer Insel im Inn in der Nähe von Scherding verbrannt.
Wandelt als Kinder des Lichts;
die Frucht des Lichts ist lauter
Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit. (Eph 5,8b)
Gott hat alle eingeschlossen in den Ungehorsam, damit Er sich aller erbarme. O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unbegreiflich sind Seine Gerichte und unerforschlich Seine Wege! Denn »wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer ist Sein Ratgeber gewesen«? Oder »wer hat Ihm etwas zuvor gegeben, dass Gott es ihm zurückgeben müsste«? Denn von Ihm und durch Ihn und zu Ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen. (Röm 11,32-36)

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Wir loben Deine göttliche Macht und Herrlichkeit: den Vater, der alle Dinge schafft von Ewigkeit zu Ewigkeit; den Sohn, unseren Heiland und Erlöser; den Heiligen Geist, unseren Helfer und Tröster. Wir loben Dich, dass Du den Erdkreis richtest mit Gerechtigkeit; wir loben Dich, dass Du auf uns wartest mit Deiner Ewigkeit; wir loben Dich: Du wirst vollenden, was Du angefangen hast. Wir beten Dich an:
Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
der Allmächtige,
der da ist und der da war
und der da kommt.
Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.
STILLE (drei Glockenschläge)
Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.
STILLE (drei Glockenschläge)
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.
STILLE (drei Glockenschläge)
Deine Gnade, Herr, gieße uns in Herz und Sinn. Wir hören, was der Engel verkündigt und glauben: Christus, Dein Sohn, ist Mensch geworden. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
Der Herr unser Gott sei uns freundlich
und fördere das Werk unserer Hände.
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Vesper
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