Mittwoch – 13. August 2025
8. SONNTAG NACH TRINITATIS
Früchte des Geistes
Sext / Mittagsgebet
Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

Du Grund der Welt, Du Lebensmacht,
Du Anfang, Mitte, letztes Ziel.
Was auch geschieht, Du setzt Dein Maß,
dass alles uns zum Besten dient.
Du bist der Halt im Strom der Zeit.
Gib unserm Leben Deinen Sinn.
Es kommt von Dir, geht hin zu Dir,
lass uns in Dir geborgen sein.
Lob sei Dir, Vater, und Dir, Sohn,
und Dir, dem schöpferischen Geist.
Schon jetzt sei mit uns auf dem Weg.
Vollende uns in Ewigkeit. Amen.


Psalm 145 B I
Treu ist der Herr in all Seinen Worten, *
gnädig in all Seinen Werken.
Der Herr stützt alle, die fallen, *
alle, die gebeugt sind, richtet Er auf.
Aller Augen warten auf Dich, *
Du gibst ihnen Speise zur rechten Zeit.
Du tust Deine Hand auf *
und sättigst alles, was lebt, mit Wohltat.


Der Herr ist nahe allen, die Ihn rufen, *
allen, die Ihn rufen in Treue.
Den Willen derer, die Ihn fürchten, tut Er, *
Er hört ihr Schreien und rettet sie.
Der Herr behütet alle, die Ihn lieben, *
alle Frevler aber vertilgt Er.
Mein Mund verkünde das Lob des Herrn! /
Alles Fleisch preise Seinen heiligen Namen *
für immer und ewig. +

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Paul Richter * 21.7.1894 † 13.8.1942
Paul Richter wurde am 21. Juli 1894 in Kaitz bei Dresden geboren. Aufgewachsen in einem evangelisch geprägten Elternhaus, studierte er von 1914 bis 1917 evangelische Theologie. Dann wurde er einberufen und war bis 1919 Sanitätssoldat. Ohne weiter zu studieren legte er Ende 1919 sein erstes Examen ab. Im Juni 1920 begann er sein Vikariat in der Diakonie Bad Elster und wúrde noch 1920 zum Pfarrer in Bad Elster ordiniert. Von 1921 bis 1928 war er Pfarrer in Bärenstein im Erzgebirge und wurde dann Pfarrer in Wilsdruff in Sachsen. Paul Richter stellte das Bekenntnis zu Christus in Wort und Tat in den Mittelpunkt seiner Arbeit. Von Beginn an widersetzte er sich der nationalsozialistischen Ideologie und wurde Mitglied der bekennenden Kirche. Bereits 1934 erhielt er ein Predigtverbot und wurde für sechs Monate suspendiert. Weitere Einschüchterungsversuche folgten. 1941 leistete er einer Witwe, deren Mann an der Front Selbstmord begangen hatte, seelsorgerlichen Beistand. Er wurde denunziert und wegen Wehrzersetzung verhaftet. Da er in den Verhören bei seiner Meinung blieb, der Mensch könne über das gottgeschenkte Leben nicht beliebig verfügen, wurde er zur ‚Umerziehung’ nach Dachau gebracht. Hier verschlimmerte sich ein Magenleiden durch die mangelhafte Verpflegung so sehr, dass er nach kurzem Aufenthalt in der Krankenbaracke am 13. August 1942 starb. Mitgefangene bezeugten seine Wahrhaftigkeit und Treue zu seinem Amt.
Radegundis * 518 † 13.8.587
Radegundis war die Tochter des thürinigischen Herzog Berthachar. Ihre Eltern starben, als sie noch ein Kind war, so dass sie am Hof des Herzogs Herminafried, ihres Onkels, erzogen wurde. Sie wurde vom Merowingerkönig Chlothar verschleppt, an dessen Hof sie weiter ausgebildet und erzogen wurde. Als sie etwa 20 Jahre alt war, zwang Chlothar sie zur Heirat. Trotz allem Widerwillen musste sie schließlich zustimmen, wohl auch weil Chlothar das Leben ihres letzten noch lebenden Bruders in seiner Hand hielt. Die Ehe blieb aber kinderlos, und Radegundis lebte sehr asketisch. Sie wollte lieber anderen Menschen helfen als in Selbstmitleid versinken, und schöpfte dabei Kraft aus dem Evangelium. Nach zehn Jahren ließ Chlothar den letzten Bruder Radegundis' ermorden, was Radegundis veranlasste, den Hof heimlich zu verlassen. Um sich vor dem Zugriff Chlothars zu schützen, legte sie in Noyon zunächst ein Gelübde zum Dienst Christi ab und wurde von Bischof Medardus zur Diakonin geweiht.
In Saix bei Poitiers gründete sie das Frauenkloster Sainte-Marie, dem sie - mit Zustimmung Chlothars - all ihre Besitztümer schenkte. Sie selbst lebte im Kloster als einfache Nonne und versah mit Eifer die niedrigsten Dienste. Chlothar versuchte zwar noch einmal, Radegundis als seine Ehefrau zurückzuholen, konnte aber gegen das heilige Gelübde nichts ausrichten. Radegundis starb am 13. August in ihrem Kloster und wurde in der dortigen Kirche beigesetzt.
Wandelt als Kinder des Lichts;
die Frucht des Lichts ist lauter
Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit. (Eph 5,8b)
Lasst euch vom Geist erfüllen. Ermuntert einander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern, singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen und sagt Dank Gott, dem Vater, allezeit für alles, im Namen unseres Herrn Jesus Christus. (Eph 5,18b-20)

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Wir loben Dich, Herr, und beten Dich an: Du bist die Liebe und trägst uns alle mit Deinem Erbarmen. Du hast uns berufen, Boten Deiner Liebe zu sein. Wir danken Dir für die Menschen, die Du uns zu Nächsten machst. Wir danken Dir für die Menschen, die Du uns anvertraut hast. Erhalte uns in ihrer Gemeinschaft, mache uns treu in unserem Dienst. Lass uns wach bleiben in der Liebe; hilf uns, dass wir die Leiden unserer Schwestern und Brüder erkennen; behüte uns vor der Kälte und Trägheit des Herzens, die Dein Erbarmen verleugnen. Du hast nicht Lust am Tode des Sünders. Du gibst Leben und rettest, was sterben will; mache uns zu Zeugen Deiner Barmherzigkeit. Wir beten Dich an:
Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
der Allmächtige,
der da ist und der da war
und der da kommt.
Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.
STILLE (drei Glockenschläge)
Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.
STILLE (drei Glockenschläge)
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.
STILLE (drei Glockenschläge)
Deine Gnade, Herr, gieße uns in Herz und Sinn. Wir hören, was der Engel verkündigt und glauben: Christus, Dein Sohn, ist Mensch geworden. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
Der Herr unser Gott sei uns freundlich
und fördere das Werk unserer Hände.
– – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –
Vesper
Anregungen, Fehler bitte an Martin(Punkt)Senftleben(at)michaelsbruderschaft(Punkt)de
Startseite