Freitag – 24. Juli 2026

7. SONNTAG NACH TRINITATIS

Am Tisch des Herrn
Sext / Mittagsgebet
INGRESSUS
Ingressus Laudes

HYMNUS
Noten

Der Tag strebt seiner Höhe zu,
der Mittag ruft uns zum Gebet:
wir loben Gott und bitten Ihn
um Segen für den heil'gen Dienst.

Es leuchtet uns die Stunde auf,
da Jesus Christus, Gottes Sohn,
als Opferlamm am Kreuz erhöht,
zu unserm Heil sich dargebracht.

O wahre Sonne dieser Welt,
vor Dir verblasst des Mittags Schein;
die Schöpfung ist durch Dich erlöst
und strahlt verklärt in Deinem Licht.

Den ew'gen Vater preisen wir
und Jesus Christus, Seinen Sohn,
den Beistand auch, den Heil'gen Geist,
der uns erleuchtet, stärkt und führt. Amen.
PSALMGEBET
Stundenpsalm
Antiphon
Text der Antiphon: Schau doch her, gib mir Antwort, HERR! Ich traue darauf, dass du gnädig bist.

Psalmton-Noten


Psalm 13 IV
Wie lange noch willst Du mich vergessen, Herr? *
wie lange noch verbirgst Du Dein Antlitz vor mir?
Wie lange noch muss ich mich sorgen in meiner Seele, / Kummer tragen in meinem Herzen Tag für Tag, *
wie lange noch erhebt sich über mich mein Feind?
Schau her, gib mir Antwort, Herr, mein Gott, *
erleuchte meine Augen, dass ich nicht im Tod entschlafe!
Dass mein Feind nicht sage: / „Ich hab ihn überwältigt”, *
meine Gegner sich nicht freuen, dass ich wanke.
Ich aber traue auf Deine Gnade, *
mein Herz freut sich Deiner Hilfe.
Dem Herrn will ich singen, *
denn Er hat mir Gutes getan! +
Antiphon
Text der Antiphon: Schau doch her, gib mir Antwort, HERR! Ich traue darauf, dass du gnädig bist.

Psalmton-Noten


Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.
Antiphon
Text der Antiphon: Schau doch her, gib mir Antwort, HERR! Ich traue darauf, dass du gnädig bist.


VITA
Johann Heinrich Volkening   * 10.5.1796   † 25.7.1877
Johann Heinrich Volkening wurde 1796 im Ravensberger Land in einem gläubigen Elternhaus geboren. Schon als Kind erlebte er Herrnhuter Reiseprediger, die im Haus seines Vaters - er war Müller - predigten. 1816 begann er Theologie zu studieren, zunächst in Jena, dann in Halle. Mit der rationalen Theologie der Universitäten konnte er sich nicht anfreunden. 1822 heiratete er und wurde Pfarrer in Schnathorst in Westfalen. Seine eindringlichen Predigten machten ihn bekannt und 1827 wurde er nach Gütersloh berufen. Nachdem er hier öffentlich unchristlichen Lebenswandel anprangerte und zum Beispiel Schützenfeste am Sonntag verbieten lassen wollte, wurde er von Bürgern beim Konsistorium verklagt, konnte sich aber, von seiner Ehefrau unterstützt, halten. Er wechselte dann in seine Heimat und wurde 1838 Pfarrer in Jöllenbek bei Bielefeld, einer verwahrlosten und toten Gemeinde. In beharrlicher Arbeit konnte er die Gemeinde wieder zu einem reichen Leben erwecken. Seine Arbeit hat noch viele Jahrzehnte im Ravensberger und Mindener Land nachgewirkt. Er blieb bis ins zweiundsiebzigste Lebensjahr seiner Gemeinde treu und schlug manche Berufung aus. Nach seiner Emeritierung zog er zunächst zu seiner Tochter und dann abwechselnd zu seinen beiden Söhnen, die Pfarrer geworden waren. Volkening starb in der Kirchengemeinde seines Sohnes Bernhard, Holzhausen unterm Limberge, am 25. Juli 1877.


Christophorus   † um 250
Man weiß wohl, dass Christophorus eine historische Gestalt ist, aber belegt ist lediglich sein Name und sein Martyrium unter dem Kaiser Decius. Die Legende, die von ihm erzählt wird, führt uns unsere eigene Aufgabe vor Augen. Nach der Legende hieß er zunächst nur Phorus, der Träger, und war von großer, kräftiger Statur. Er strebte danach, dem stärksten aller Herrscher zu dienen, und geriet so an den Teufel, der ihm vorgaukelte, eben dieser stärkste Herrscher zu sein. Als Phorus mit dem Teufel an einem Kreuz vorbeiritt, machte der Teufel einen großen Bogen und musste, als ihn Phorus deswegen befragte, bekennen: "Es gibt einen, der mächtiger ist als ich: Christus, den man ans Kreuz schlug. Vor ihm muss ich fliehen." So machte sich Phorus wieder auf die Suche, damit er dem wahrhaft mächtigsten Herrscher, Christus, dienen könne. Er begegnete einem Einsiedler, der ihm riet, zum Dienst an Christus Menschen über den nahe gelegenen Fluss zu tragen, denn Werke der Barmherzigkeit würden ihm gefallen. So ließ sich Phorus am Flussufer nieder und trug die Menschen, die den Fluss überqueren wollten, hinüber. In einer stürmenden Nacht rief eine helle Stimme vom anderen Flussufer, und als er dort anlangte, stand da ein kleiner Junge, der bat, ihn hinüber zu tragen. Phorus nahm ihn auf seine Schultern, und während er den Fluss durchschritt, wurde die Last schwerer und schwerer. Mit Mühe erreichte er das andere Ufer und fragte, was da geschehen sei. Er erfuhr, dass er Christus, der die Welt geschaffen hat, getragen habe, und darum von nun an Christophorus heißen solle. Der Knabe forderte ihn auf, seinen Stab in die Erde zu pflanzen, und alsbald begann der Stab zu Grünen. Christophorus machte sich auf nach Syrien, um von Christus zu predigen, bis er wegen seines Glaubens zum Tod verurteilt und mit dem Schwert getötet wurde. Man gedenkt seiner am 24. Juli.
KURZLESUNG
Wochenspruch:
So seid ihr nun nicht mehr Gäste
und Fremdlinge, sondern Mitbürger
der Heiligen und Gottes Hausgenossen. (Eph 2,19)


Lesung:
Lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist, und aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens, der, obwohl Er hätte Freude haben können, das Kreuz erduldete und die Schande gering achtete und Sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes. (Hebr 12,1b-2)
RESPONSORIUM
Responsorium
GEBET
KYRIE - VATERUNSER
Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
ANBETUNG - ANGELUS
Ehre sei Dir, Herr, und Lob und Dank; denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst. Wir bitten Dich: Lehre uns Deinen Prüfungen stille halten; lehre uns an Deiner Liebe nie irre werden; lehre uns verstehen, was zu unserem Frieden dient. Lass uns wachsen und reifen in Deiner Erkenntnis; lass uns hören, wenn Du mit uns redest; lass uns in allem Leid Deine Hand festhalten. Herr, hilf uns, dass wir uns Deinem Willen völlig beugen; Herr, hilf uns, dass wir uns Deinem Willen dankbar beugen; Herr, hilf uns, dass wir Dich auch in Trübsal und Not preisen. Wir beten Dich an:
Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
der Allmächtige,
der da ist und der da war
und der da kommt.
Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.

STILLE (drei Glockenschläge)

Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.

STILLE (drei Glockenschläge)

Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.

STILLE (drei Glockenschläge)
Deine Gnade, Herr, gieße uns in Herz und Sinn. Wir hören, was der Engel verkündigt und glauben: Christus, Dein Sohn, ist Mensch geworden. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
SEGEN
Der Herr unser Gott sei uns freundlich
und fördere das Werk unserer Hände.
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Vesper

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