Samstag – 6. Juni 2026

TRINITATIS

Der dreieinige Gott
Sext / Mittagsgebet
INGRESSUS
Ingressus Laudes

HYMNUS
Noten

Dreifaltiger verborgner Gott,
ein Licht aus dreier Sonnen Glanz
drei Flammen einer Liebesglut,
Gottvater, Sohn und Heil'ger Geist.

Allherrscher, Du von Ewigkeit,
Gott Vater, der die Welt erschuf,
Du lenkst die Werke Deiner Hand
und führst uns durch der Zeiten Lauf.

Gott, Sohn, des Vaters Ebenbild,
Du König der erlösten Welt.
In Dir wird Gott uns Menschen gleich,
in Dir der Mensch zu Gott erhöht.

Du Atem Gottes, Heil'ger Geist.
durchdringst die Welt mit Lebenskraft,
Du senkst in uns die Liebe ein,
die alle eint und göttlich macht.

Du großer Gott, der in uns wohnt,
hochheilige Dreifaltigkeit,
Dich loben und bekennen wir
durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.
PSALMGEBET
Stundenpsalm
Antiphon
Text der Antiphon: HERR, wenn ich dir singe, so jauchzen meine Lippen, meine Seele jubelt, denn du hast mich erlöst.

Psalmton-Noten


Psalm 71 B VII
Ich will allezeit harren *
und mehren all Deinen Ruhm.
Mein Mund verkünde Deine Gerechtigkeit / und Deine Hilfe den ganzen Tag – *
ich kann sie nicht ermessen!
Ich komme dank der großen Taten des Herrn, *
preise Deine Gerechtigkeit, Dich allein.
Gott, Du hast mich gelehrt von Jugend auf, *
noch jetzt verkünde ich Deine Wunder.
Auch bis ich alt und grau bin: *
o Gott, verlass mich nicht,
dass ich der Nachwelt verkünde Deine Kraft, / einem jeden, der kommen wird, Deine Macht: *
Deine Gerechtigkeit reicht bis zur Höhe!
Ja, Du hast Großes vollbracht! *
Gott, wer ist Dir gleich?
Du lässt uns viel Not und Unheil sehn, *
Du machst uns wieder lebendig.
Aus den Tiefen der Erde *
holst Du mich wieder herauf.
Bring mich wieder zu Ehren, *
wende Dich, mich zu trösten.
Ich will Dir danken mit Saitenspiel *
für Deine Treue, mein Gott!
Ich will Dir lobsingen zur Harfe, *
Du Heiliger Israels. +
Antiphon
Text der Antiphon: HERR, wenn ich dir singe, so jauchzen meine Lippen, meine Seele jubelt, denn du hast mich erlöst.

Psalmton-Noten


Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.
Antiphon
Text der Antiphon: HERR, wenn ich dir singe, so jauchzen meine Lippen, meine Seele jubelt, denn du hast mich erlöst.


VITA
Norbert von Xanten   * um 1085   † 6.6.1134
Norbert war das einzige Kind des Adligen Heribert von Gennep, der kurz nach Norberts Geburt starb.
Norbert wurde um 1082 in Xanten geboren und hatte schon als Jugendlicher aus kirchlichen Pfründen ein hohes Einkommen. Er beschloss, ein bequemes Leben zu führen und lehnte sogar ein Stellenangebot des Kaisers ab.
1115 schlug während eines Ritts ein Blitz unmittelbar neben ihm ein. Das ließ ihn an seinem bisherigen Lebensentwurf zweifeln. Er wandte sich Gott zu, weil er glaubte, dass der Blitzschlag ein Zeichen Gottes war, um ihn auf den rechten Weg zu bringen. Schließlich trat er in das Benediktinerkloster Siegburg ein, wo er Theologie studierte.
Nach seiner Priesterweihe erbat er 1118 von Papst Gelasius die Vollmacht, als Wanderprediger das Volk zur Buße zu rufen. Die Vollmacht wurde ihm erteilt, und so zog er als Bußprediger durch Flandern und den Hennegau. Ihm folgten mehrere Schüler, mit denen er sich schließlich in Laon niederließ.
Auf Wunsch des Bischofs von Reims gründete er 1120 ein Kloster in Prémontré (Prämonstratum) bei Laon. Der von ihm hier ins Leben gerufene Prämonstratenserorden, ein Reformorden der Augustinerchorherren, verbindet klösterliche Zucht mit missionarischer Arbeit.
1121 gründete Norbert ein weiteres Kloster in Floreffe. 1126 wurde sein Orden bestätigt und Kaiser Lothar III. berief Norbert als Erzbischof nach Magdeburg. Sein strenger Eifer und seine gewissenhafte Amtsführung stießen zunächst auf Widerstand. Kaiser Lothar unterstützte ihn aber, so dass der Widerstand gebrochen wurde. Seine beharrliche Geduld führte letztlich zu einer inneren Erneuerung in seiner Diözese. Er setzte sich mit seinem Orden auch für die Mission unter den Wenden und Slawen ein und bereitete durch seine Missionierung die Besiedelung der Länder östlich von Elbe und Oder durch deutsche Siedler vor. 1128 übertrug er die Ordensleitung an seinen Schüler Hugo von Fosses. Er erkrankte wahrscheinlich auf einer Italienreise 1132/33 an Malaria und starb am 6. Juni 1134 in Magdeburg.


Heinrich Schröder   * 1.10.1850   † 6.6.1883
Heinrich Schröder wurde am 1. Oktober 1850 in Reinstorf geboren. Er arbeitete als Knecht auf dem Missionshof in Hermannsburg, bevor er auf einem Missionsfest dort den Ruf empfing, Missionar zu werden. So begann er 1875 in der Hermannsburger Missionsanstalt sein Studium, das er 1880 abschloss.
Nach der Ordination an Christi Himmelfahrt wurde er nach Südafrika entsandt. Dort half er zunächst Missionar Volker beim Wiederaufbau der zerstörten Missionsstation. In seiner Freizeit erlernte er die Sprache der Zulu, bevor er beauftragt wurde, 1882 eine eigene Missionsstation mit dem Namen „Ehlobane” zu errichten. Am 16. August 1882 begann er sein Tagebuch, in dem er den Fortschritt seiner Arbeit dokumentierte. Das Volk der Zulu war ihm freundlich gesinnt, so dass er auch auf ihre Hilfe zählen konnte. Dennoch waren die ersten Monate von Strapazen und Entbehrungen gekennzeichnet.
In Erwartung seiner Verlobten, die im Mai 1883 eintreffen sollte, bemühte er sich, ein wohnliches Zuhause zu schaffen. Allerdings verließen ihn seine Helfer, weil es zwischen zwei Zulustämmen zu Feindseligkeiten gekommen war und die Gegend, in der die Missionsstation stand, buchstäblich zwischen den Fronten lag.
Schröder wollte in diesem Konflikt versöhnend wirken, aber das Misstrauen der Zulu war zu groß. Sie wollten ihn zwar dulden, wenn er sich ruhig verhielte. Am Abend des 6. Juni jedoch, noch bevor seine Verlobte eingetroffen war, brachen Zulu in die Hütte ein und ermordeten den jungen Missionar, der gerade in das Bibelstudium vertieft war. Während die Zulu alle Wertgegenstände mitnahmen, ließen sie die blutgetränkte Bibel zurück, die später im Hermannsburger Missionsmuseum, das 1978 abbrannte, ausgestellt wurde.
Schröder gilt als erster Märtyrer der Natalmission.
KURZLESUNG
Wochenspruch:
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. (2. Kor 13,13)


Lesung:
Gott hat alle eingeschlossen in den Ungehorsam, damit Er sich aller erbarme. O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unbegreiflich sind Seine Gerichte und unerforschlich Seine Wege! Denn »wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer ist Sein Ratgeber gewesen«? Oder »wer hat Ihm etwas zuvor gegeben, dass Gott es ihm zurückgeben müsste«? Denn von Ihm und durch Ihn und zu Ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen. (Röm 11,32-36)
RESPONSORIUM
Responsorium
GEBET
KYRIE - VATERUNSER
Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
ANBETUNG - ANGELUS
Wir loben Dich Gott, Du Schöpfer und Erhalter allen Lebens, Du unergründliches Erbarmen, Du ewige Weisheit und Kraft. Wir preisen Dich:
Du sendest aus Deinen Heiligen Geist in die Welt, den Beistand und Tröster, wie Christus verheißen hat, und sammelst Dir ein Volk von allen Enden der Erde. So komm über uns mit der Kraft aus der Höhe und vollbringe Dein Werk in uns und in der ganzen Christenheit. Überwinde, was Dir widerstrebt. Lasse unter dem Wehen Deines Geistes neues Leben erwachen. Führe uns aus der Nacht dieser Zeit in Deinen Tag. Bringe uns aus aller Knechtschaft zur Freiheit Deiner Kinder. Wir haben kein anderes Verlangen. Wir wissen keine andere Hilfe. Steh uns bei mit Deiner Kraft. Hilf unserer Schwachheit auf. Lass uns der Vollendung durch Deine Gnade entgegengehen. Wir beten Dich an:
Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
der Allmächtige,
der da ist und der da war
und der da kommt.
Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.

STILLE (drei Glockenschläge)

Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.

STILLE (drei Glockenschläge)

Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.

STILLE (drei Glockenschläge)
Deine Gnade, Herr, gieße uns in Herz und Sinn. Wir hören, was der Engel verkündigt und glauben: Christus, Dein Sohn, ist Mensch geworden. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
SEGEN
Der Herr unser Gott sei uns freundlich
und fördere das Werk unserer Hände.
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Vesper

Anregungen, Fehler bitte an Martin(Punkt)Senftleben(at)michaelsbruderschaft(Punkt)de

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