Samstag – 23. Mai 2026
EXAUDI
Die wartende Gemeinde
Sext / Mittagsgebet
Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

Komm, Heil'ger Geist, der Leben schafft,
erfülle uns mit Deiner Kraft!
Dein Schöpferwort rief uns zum Sein:
nun hauch uns Gottes Odem ein.
Komm, Tröster, der die Herzen lenkt,
du Beistand, den der Vater schenkt:
aus Dir strömt Leben, Licht und Glut,
du gibst uns Schwachen Kraft und Mut.
Dich sendet Gottes Allmacht aus
im Feuer und in Sturmes Braus:
Du öffnest uns den stummen Mund
und machst der Welt die Wahrheit kund.
Entflamme Sinne und Gemüt,
dass Liebe unser Herz durchglüht
und unser schwaches Fleisch und Blut
in Deiner Kraft das Gute tut.
Die Macht des Bösen banne weit,
schenk Deinen Frieden allezeit;
erhalte uns auf rechter Bahn,
dass Unheil uns nicht schaden kann.
Lass gläubig uns den Vater sehn,
Sein Ebenbild, den Sohn, verstehn
und Dir vertraun, der uns durchdringt
und uns das Leben Gottes bringt.
Den Vater auf dem ew'gen Thron
und seinen auferstandnen Sohn,
Dich, Odem Gottes, Heil'gen Geist,
auf ewig Erd und Himmel preist. Amen.


Psalm 71 B VII
Ich will allezeit harren *
und mehren all Deinen Ruhm.
Mein Mund verkünde Deine Gerechtigkeit / und Deine Hilfe den ganzen Tag – *
ich kann sie nicht ermessen!
Ich komme dank der großen Taten des Herrn, *
preise Deine Gerechtigkeit, Dich allein.
Gott, Du hast mich gelehrt von Jugend auf, *
noch jetzt verkünde ich Deine Wunder.
Auch bis ich alt und grau bin: *
o Gott, verlass mich nicht,
dass ich der Nachwelt verkünde Deine Kraft, / einem jeden, der kommen wird, Deine Macht: *
Deine Gerechtigkeit reicht bis zur Höhe!
Ja, Du hast Großes vollbracht! *
Gott, wer ist Dir gleich?
Du lässt uns viel Not und Unheil sehn, *
Du machst uns wieder lebendig.
Aus den Tiefen der Erde *
holst Du mich wieder herauf.
Bring mich wieder zu Ehren, *
wende Dich, mich zu trösten.
Ich will Dir danken mit Saitenspiel *
für Deine Treue, mein Gott!
Ich will Dir lobsingen zur Harfe, *
Du Heiliger Israels. +


Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Ludwig Ingwer Nommensen * 6.2.1834 † 23.5.1918
Ludwig Ingwer Nommensen wurde als Sohn armer Leute im Jahr 1834 auf der damals zu Dänemark gehörenden Nordseeinsel Nordstrand geboren. Als Kind wurde er von einem Pferdefuhrwerk überfahren, die Ärzte empfahlen die Amputation der zerquetschten Beine, da es keine Heilung gebe. Aber Nommensen vertraute auf die Zusage Jesu: „Wenn ihr den Vater um etwas bitten werdet in meinem Namen, wird er's euch geben”. Er wurde gesund und ging mit 20 Jahren in die Barmer Mission. Von ihr wurde er als Missionar nach Sumatra gesandt und begab sich dort gegen die Warnung der Missionsleitung und das ausdrückliche Verbot der Kolonialregierung in das Landesinnere. Seine Vorgänger wurden in seinem Geburtsjahr auf diesem Weg von den Eingeborenen ermordet und verspeist. Aber Nommensen konnte sich unter den Batak behaupten, er lebte wie sie und gewann vor allem durch medizinische Hilfe und wunderbare Heilungen das Vertrauen der Eingeborenen. 1869 errichtete er seine erste Kirche und 1882 begann er mit der Ausbildung einheimischer Pfarrer, der Pandita batak. Angriffe der animistisch geprägten Zauberer und Medien der Eingeborenen bis hin zu einem Giftanschlag überstand er unbeschadet. 1881 kam er als erster Europäer zum Tobasee. Nachdem seine Gemeinde in Silindig auf 4000 Seelen angewachsen war, zog er nach Pearadja und 1887 in den Süden Sumatras. Dort musste er nicht nur gegen das Heidentum, sondern auch gegen den aufblühenden Islam angehen. Aber schließlich konnte er das ganze Volk der Batak christianisieren. Bei seinem Tod am 23. Mai 1918 trauerten dreihundertausend Batak um ihren „Tuan”.
Girolamo Savonarola * 21.9.1452 † 23.5.1498
Girolamo Maria Francesco Matteo Savonarola wurde am 21. September 1452 in Ferrara geboren. Sein Vater war als Geschäftsmann und Bankier nicht erfolgreich, vielmehr wuchs Savonarola in ärmlichen Verhältnissen auf. Mit Unterstützung seines Großvaters konnte er Medizin studieren, brach das Studium aber mit 22 Jahren ab, um in das Dominikanerkloster San Domenico in Bologna einzutreten. Am 1. Mai 1477 erhielt er die Diakonenweihe und war fortan als Bußprediger wirksam. Vielleicht wegen seiner harschen Kritik an der Kirche und der Forderung nach einer Reform der Kirche wurde er oft eingeladen. Die Beliebtheit wuchs vor allem in der einfachen Bevölkerung, da er den Herrschenden ihren ausschweifenden und zuchtlosen Lebenswandel öffentlich vorwarf.
1490 wurde er erneut nach Florenz gerufen, wo er bereits 1482 bis 1487 gewesen war. Im Juli 1491 wurde er zum Prior des dortigen Klosters ernannt. Als Karl VIII. Sarzana besetzte, schlug sich Savonarola auf seine Seite und sah in ihm den neuen Kyros, der das Zeitenende gewissermaßen initiieren würde. Vor allem hoffte er, dass Karl VIII. dem seit 1492 amtierenden Papst Alexander VI. Einhalt gebieten würde. Da der Kaiser sich allerdings wieder aus Italien zurückzog, blieb Savonarola ohne Unterstützung. Der Papst entzog ihm 1495 das Predigtrecht, was Savonarola nur kurze Zeit beachtete. Er rief Kinder und Jugendliche auf, alles, was auf die Zuchtlosigkeit und Verkommenheit der Menschheit hindeutete, zu konfiszieren, und errichtete einen großen Scheiterhaufen aus diesen Gegenständen. Sein Eifer war manchen Geistlichen (nicht nur den hohen Würdenträgern) ein Dorn im Auge, so dass er immer weniger Unterstützer fand. Im Mai 1497 wurde Savonarola exkommuniziert. Auf Forderung des Papstes wurde er gefangengenommen und gefoltert, so dass er sich zu allen Vorwürfen bekannte. Daraufhin wurde er zum Tod verurteilt, am 23. Mai 1498 gehenkt und anschließend verbrannt. Auf Betreiben des Florentinischen Erzbischofs wurde am 23. Mai 1998 ein Seligsprechungsverfahren durch Papst Johannes Paul II. eingeleitet.
Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen. (Joh 12,32)
Wenn dies Verwesliche anziehen wird die Unverweslichkeit und dies Sterbliche anziehen wird die Unsterblichkeit, dann wird erfüllt werden das Wort, das geschrieben steht: »Der Tod ist verschlungen in den Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?« Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft aber der Sünde ist das Gesetz. Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus! (1. Kor 15,54-57)

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Allmächtiger Gott, Du Vater des Lebens. Wir preisen Dich: Du hast Deinen Sohn Jesus Christus der ganzen Welt zum Trost gegeben. Du hast ihn zur Verherrlichung Deines Namens aus dem Grab hervorgeführt und ihn zum Fürsten des Lebens gemacht. Wir bringen Dir mit fröhlichem Herzen unsere Anbetung und unsern Dank. Schenke uns Anteil an seinem österlichen Sieg. Erfülle uns mit seinem Geist, dass wir hinfort ihm leben, der für uns auferstanden ist. In der Kraft seiner Auferstehung lasse die Schrecken des Todes überwunden sein. Lasse uns getrost der Stunde harren, da Deine Stimme auch uns rufen wird zur Auferstehung des Lebens. Wir beten Dich an:
Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
der Allmächtige,
der da ist und der da war
und der da kommt.
Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.
STILLE (drei Glockenschläge)
Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.
STILLE (drei Glockenschläge)
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.
STILLE (drei Glockenschläge)
Deine Gnade, Herr, gieße uns in Herz und Sinn. Wir hören, was der Engel verkündigt und glauben: Christus, Dein Sohn, ist Mensch geworden. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
Der Herr unser Gott sei uns freundlich
und fördere das Werk unserer Hände.
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Vesper
Anregungen, Fehler bitte an Martin(Punkt)Senftleben(at)michaelsbruderschaft(Punkt)de
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