Samstag – 25. April 2026
EVANGELIST MARKUS
Botschafter an Christi Statt
Sext / Mittagsgebet
Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

Herr Jesus Christus, Du gingst heim zum Vater,
thronst Ihm zur Rechten über allen Welten;
doch Deine Jünger läßt du nicht als Waisen
hier auf der Erde.
Du schickst als Beistand Deinen Geist der Wahrheit.
Er schenkt uns Einsicht, gibt uns Licht und Hoffnung.
Er führt die Kirche sicher durch die Zeiten
hin zur Vollendung.
Er weckt Propheten, die dem Volk vorangehn
und es voll Umsicht auf dem Weg geleiten.
Hirten bestellt Er, ist in ihren Worten
nahe den Deinen.
Sie geben Zeugnis, reden unerschrocken,
stärken die Schwachen, sammeln die Zerstreuten,
lehren in Vollmacht, helfen ihren Brüdern,
Dich zu bekennen.
Lob sei dem Vater auf dem höchsten Throne,
Lob sei dem Sohne, den Er uns gesandt hat,
Lob sei dem Geiste, der mit beiden eins ist,
immer und ewig. Amen.


Psalm 119 F VII
Herr, lass auf mich kommen Deine Gnade, *
Deine Hilfe nach Deinem Spruch,
dass ich antworten kann dem, der mich schmäht, *
denn ich vertraue auf Dein Wort.
Entziehe nicht meinem Mund das Wort der Wahrheit,*
denn ich hoffe auf Deine Weisungen.
Ich will Deine Weisung bewahren allezeit, *
für immer und ewig.
So werde ich wandeln in weitem Raum, *
denn ich frage nach Deinen Ordnungen.
Von Deinen Zeugnissen will ich reden vor Königen *
und werde niemals zuschanden.
Ich erquicke mich an Deinen Geboten, *
die ich liebgewann,
und erhebe meine Hände zu Dir, *
sinne über Deine Gesetze nach. +


Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Evangelist Markus † nach 64
Wenn der Gedenktag auf einen Sonntag fällt, wird er in die Woche dieses Sonntages verlegt.
In den Apostellisten der jungen Kirche werden drei Apostel mit dem Namen Markus aufgeführt, nämlich Johannes Markus, der nach Dorotheus Bischof von Byblos war; Mark, der nach Dorotheus der Neffe des Barnabas und Bischof von Apollonia war, sowie der Evangelist Markus.
In der Apostelgeschichte wird Johannes Markus mehrmals als Begleiter von Barnabas genannt (z.B. Apg 12,25; 15,37-39). In Kol. 4,10 richtet Paulus Grüße von Markus, dem Vetter des Barnabas, aus. In 2. Tim. 4,11 und Philem. 24 nennt Paulus einen Markus ohne weitere Zusätze. In 1. Petr. 5,13 heißt es: „Es grüßt euch ... mein Sohn Markus.”
Ob es sich bei den drei in den Apostellisten Genannten um unterschiedliche Personen handelt, bleibt unklar. Johannes Markus und der Evangelist Markus werden jedenfalls in der Folgezeit öfter gleichgesetzt. Es ist möglich, dass Mark(us) von Apollonia eine eigenständige Person war.
Eine ausführliche Überlieferung berichtet, das Haus der Maria, der Mutter des Johannes Markus, habe am Garten Gethsemane gelegen und Markus sei der Jüngling gewesen, der nackt bei der Festnahme Jesu floh. Markus begleitete Paulus und Barnabas auf verschiedenen Missionsreisen und ging dann mit Petrus nach Rom. Her wirkte er als Dolmetscher für Petrus und hier soll er auch das Evangelium niedergeschrieben haben; vielleicht nach dem Tod des Petrus auf Bitten der römischen Christen.
Der Legende nach ging Markus dann nach Ägypten und gründete dort die Kirche von Alexandria, deren Bischof er wurde. Er brachte die heidnische Bevölkerung gegen sich auf und sah seinen Märtyrertod nahen. Er ernannte deshalb Ananias zum Bischof sowie Malchos, Sabinos und Kerdinos zu Ältesten. Während eines Gottesdienstes wurde er von einer Menschenmenge aus der Kirche gezerrt und zu Tode geschleift. Sein Todesjahr ist nicht bekannt, es kann zwischen 63 und 67 gelegen haben.
Philipp Friedrich Hiller * 6.1.1699 † 24.4.1769
Philipp Friedrich Hiller wurde am 6. Januar 1699 in Mühlhausen an der Enz geboren. Sein Vater, der Pfarrer war, starb 1701. Fünf Jahre später heiratete seine Mutter den Bürgermeister von Vaihingen an der Enz, der gut für seinen Stiefsohn sorgte.
Philipp konnte zur Klosterschule gehen, wo er Johann Albrecht Bengel kennenlernte, der ihn dazu ermutigte, Theologie zu studieren. So begann er das Studium im Jahr 1719 im Theologischen Stift in Tübingen.
Nach dem Abschluss seiner Studien diente er drei Jahre als Pfarrgehilfe, bevor er 1722 nach Vaihingen zurückkehrte. 1729 ging er als Hauslehrer nach Nürnberg, wo er seine ersten Dichtungen veröffentlichte.1731 wurde er Vikar in Hessigheim am Neckar. Er heiratete ein Jahr später die Pfarrerstochter Maria Regina Schickhardt, mit der er 11 Kinder zeugte.
Er wurde Pfarrer, zunächst in Neckargröningen, dann in Mühlhausen an der Enz und schließlich in Steinheim am Albuch. Die finanzielle Situation der Familie war stets besorgniserregend, Krankheiten in der Familie und auch bei ihm selbst ließen die Sorgen wachsen. Schließlich musste er, weil seine Stimme dauerhaft versagte, 1751 das Predigtamt aufgeben.
Seine Sorgen und Ängste offenbarte er Johann Albrecht Bengel in einem Brief, den er im Oktober 1751 verfasste. Allein im Gebet fand er Ruhe und Hoffnung. Doch die Stimme kam nicht wieder. So machte er sich ans Schreiben. Es entstand die Schrift „System aller Vorbilder Jesu Christi im Alten und Neuen Testament”, in dem sich auch das Lied „Jesus Christus herrscht als König” (EG 123) findet. Er verfasste auch ein „Geistliches Liedkästlein”, das sich rasch verbreitete und weit mehr Menschen erreichte, als er jemals durch seine Predigten hätte erreichen können. Jeder Tag des Jahres wurde darin mit einem Gedicht bedacht, das dem Lob Gottes und der Anbetung diente.
Aus seiner Feder stammen auch die Lieder „Wir warten dein, o Gottes Sohn” (EG 152), „Ich glaube, dass die Heiligen im Geist Gemeinschaft haben” (EG 253) und „Mir ist Erbarmung widerfahren” (EG 355). Am 24. April 1769 erlitt Hiller einen Schlaganfall und starb am gleichen Tage.
Gehet hin in alle Welt
und predigt das Evangelium aller Kreatur. (Mk 16,15b)
Selig sind, die da geistlich arm sind;
denn ihrer ist das Himmelreich.
Selig sind, die da Leid tragen;
denn sie sollen getröstet werden.
Selig sind die Sanftmütigen;
denn sie werden das Erdreich besitzen.
Selig sind, die da hungert und dürstet
nach der Gerechtigkeit;
denn sie sollen satt werden.
Selig sind die Barmherzigen;
denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.
Selig sind, die reinen Herzens sind;
denn sie werden Gott schauen.
Selig sind die Friedfertigen;
denn sie werden Gottes Kinder heißen.
Selig sind, die um der
Gerechtigkeit willen verfolgt werden;
denn ihrer ist das Himmelreich. (Mt 5,3-10)

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Wir loben Dich Gott, Du Schöpfer und Erhalter allen Lebens, Du unergründliches Erbarmen, Du ewige Weisheit und Kraft. Wir preisen Dich:
Du sendest aus Deinen Heiligen Geist in die Welt, den Beistand und Tröster, wie Christus verheißen hat, und sammelst Dir ein Volk von allen Enden der Erde. So komm über uns mit der Kraft aus der Höhe und vollbringe Dein Werk in uns und in der ganzen Christenheit. Überwinde, was Dir widerstrebt. Lasse unter dem Wehen Deines Geistes neues Leben erwachen. Führe uns aus der Nacht dieser Zeit in Deinen Tag. Bringe uns aus aller Knechtschaft zur Freiheit Deiner Kinder. Wir haben kein anderes Verlangen. Wir wissen keine andere Hilfe. Steh uns bei mit Deiner Kraft. Hilf unserer Schwachheit auf. Lass uns der Vollendung durch Deine Gnade entgegengehen. Wir beten Dich an:
Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
der Allmächtige,
der da ist und der da war
und der da kommt.
Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.
STILLE (drei Glockenschläge)
Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.
STILLE (drei Glockenschläge)
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.
STILLE (drei Glockenschläge)
Deine Gnade, Herr, gieße uns in Herz und Sinn. Wir hören, was der Engel verkündigt und glauben: Christus, Dein Sohn, ist Mensch geworden. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
Der Herr unser Gott sei uns freundlich
und fördere das Werk unserer Hände.
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Vesper
Anregungen, Fehler bitte an Martin(Punkt)Senftleben(at)michaelsbruderschaft(Punkt)de
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