Mittwoch – 18. März 2026
LAETARE
Für euch dahingegeben
Sext / Mittagsgebet
Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
und in Ewigkeit. Amen.

O sel'ger Urgrund allen Seins,
Heiland der Welt, Herr Jesus Christ,
Du Abglanz von des Vaters Licht,
Du wahrer Gott vom wahren Gott.
Wie hat die Liebe Dich gedrängt,
dass Du für uns den Tod erwählt!
Du gibst das Leben uns zurück,
das Adams Sünde uns geraubt.
Herr, Dir sei Preis und Herrlichkeit,
aus dessen Herz das Leben strömt,
Preis auch dem Vater und dem Geist
durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.


Psalm 145 B I
Treu ist der Herr in all Seinen Worten, *
gnädig in all Seinen Werken.
Der Herr stützt alle, die fallen, *
alle, die gebeugt sind, richtet Er auf.
Aller Augen warten auf Dich, *
Du gibst ihnen Speise zur rechten Zeit.
Du tust Deine Hand auf *
und sättigst alles, was lebt, mit Wohltat.


Der Herr ist nahe allen, die Ihn rufen, *
allen, die Ihn rufen in Treue.
Den Willen derer, die Ihn fürchten, tut Er, *
Er hört ihr Schreien und rettet sie.
Der Herr behütet alle, die Ihn lieben, *
alle Frevler aber vertilgt Er.
Mein Mund verkünde das Lob des Herrn! / Alles Fleisch preise Seinen heiligen Namen *
für immer und ewig. +

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Marie Schlieps * 9.7.1881 † 18.3.1919
Marie Schlieps wurde 1881 in Lyswa geboren. Ihr Vater war zu der Zeit im Gouvernement Perm tätig. Ab 1885 wirkte er wieder als Oberlehrer in Mitau, wo Marie auch aufwuchs. Sie besuchte die Schule in Mitau und wurde nach ihrer Ausbildung Lehrerin in Mitau. Sie wurde 1912 gebeten, in das Mitauer Diakonissenhaus einzutreten um seine Leitung später zu übernehmen. Sie reiste zur Vorbereitung auf diese Aufgabe zu Wilhelm Löhe nach Neuendettelsau und lernte Krankenpflege bei den Diakonissen in Hannover. Nach eineinhalb Jahren Arbeit im Diakonissenhaus in Mitau, übernahm sie im Frühjahr 1915 die Leitung des Hauses. Im Herbst 1918 räumten die deutschen Truppen Mitau. Marie Schlieps wurde verhaftet, nachdem ein Kommissar der Bolschewiken im Krankenhaus gestorben war. Als die Eroberung Mitaus durch die baltische Landwehr bevorstand, wurden etwa 240 Gefangene im Schneesturm nach Riga getrieben. Etwa die Hälfte überlebte den Marsch nicht. Auch Marie Schlieps wurde am 18. März 1919 erschossen. Sie war die erste Märtyrerin der Diakonissen-Mutterhäuser des Kaiserswerther Verbandes.
Cyrillus von Jerusalem * um 315 † 18.3.386
Cyrillus, heute Kyrill oder Cyrill, war Sohn christlicher Eltern und wurde um 315 geboren. Er spürte früh das Verlangen, dem Herrn zu dienen, und wurde so Vom Bischof von Jerusalem, Makarios I., zum Priester geweiht. Er wirkte in Jerusalem und gewann die Herzen der Gemeinde für sich, so dass er nach dem Tod Makarios' zum Bischof von Jerusalem ernannt wurde. In dieser Funktion wandte er sich vehement gegen den Arianismus, der in jener Zeit viele Unterstützer hatte. Er wurde angeklagt, unerlaubt Kirchengüter verkauft und den Erlös Gemeindegliedern, die in Not waren, gegeben zu haben. Das führte dazu, dass er 16 Jahre im Exil verbringen musste. Er starb im Jahr 386. Von ihm sind uns Katechesen erhalten, die eine Brücke schlagen über die Jahrhunderte hinweg, da wir in seinen Schilderungen des Gottesdienstes und besonders der Eucharistie viele Elemente wiedererkennen, die sich bis heute erhalten haben. Auch vermitteln sie uns einen Einblick in die Auseinandersetzung mit dem Arianismus.
Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt
und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt,
bringt es viel Frucht. (Joh 12,24)
Da sprach Jesus {Er} zu allen: Wer Mir folgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge Mir nach. Denn wer sein Leben erhalten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um Meinetwillen, der wird's erhalten. Denn welchen Nutzen hätte der Mensch, wenn er die ganze Welt gewönne und verlöre sich selbst oder nähme Schaden an sich selbst? (Lk 9,23-25)

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Wir loben Dich, Herr, und beten Dich an: Du bist die Liebe und trägst uns alle mit Deinem Erbarmen. Du hast uns berufen, Boten Deiner Liebe zu sein. Wir danken Dir für die Menschen, die Du uns zu Nächsten machst. Wir danken Dir für die Menschen, die Du uns anvertraut hast. Erhalte uns in ihrer Gemeinschaft, mache uns treu in unserem Dienst. Lass uns wach bleiben in der Liebe; hilf uns, dass wir die Leiden unserer Schwestern und Brüder erkennen; behüte uns vor der Kälte und Trägheit des Herzens, die Dein Erbarmen verleugnen. Du hast nicht Lust am Tode des Sünders. Du gibst Leben und rettest, was sterben will; mache uns zu Zeugen Deiner Barmherzigkeit. Wir beten Dich an:
Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
der Allmächtige,
der da ist und der da war
und der da kommt.
Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.
STILLE (drei Glockenschläge)
Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.
STILLE (drei Glockenschläge)
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.
STILLE (drei Glockenschläge)
Deine Gnade, Herr, gieße uns in Herz und Sinn. Wir hören, was der Engel verkündigt und glauben: Christus, Dein Sohn, ist Mensch geworden. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
Der Herr unser Gott sei uns freundlich
und fördere das Werk unserer Hände.
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Vesper
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