Montag – 9. März 2026
OCULI
Bereit zum Verzicht
Sext / Mittagsgebet
Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
und in Ewigkeit. Amen.

O sel'ger Urgrund allen Seins,
Heiland der Welt, Herr Jesus Christ,
Du Abglanz von des Vaters Licht,
Du wahrer Gott vom wahren Gott.
Wie hat die Liebe Dich gedrängt,
dass Du für uns den Tod erwählt!
Du gibst das Leben uns zurück,
das Adams Sünde uns geraubt.
Herr, Dir sei Preis und Herrlichkeit,
aus dessen Herz das Leben strömt,
Preis auch dem Vater und dem Geist
durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.


Psalm 67 III
Gott sei uns gnädig und segne uns, *
Er lasse uns Sein Antlitz leuchten,
dass man auf Erden erkenne Deinen Weg, *
unter allen Völkern Dein Heil.


Die Nationen freun sich und jauchzen, *
denn Du richtest den Erdkreis gerecht.
Du richtest die Völker mit Recht *
und lenkst die Nationen auf Erden.


Die Erde gab ihren Ertrag; *
es segne uns Gott, unser Gott!
Es segne uns Gott, / es sollen Ihn fürchten *
alle Enden der Erde! +

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Bruno von Querfurt * um 974 † 14.2. oder 9.3.1009
Brun (auch Bruno oder Bonifacius), ein Sohn des Grafen von Querfurt, wurde 974 geboren. Nach dem Besuch der Domschule in Magdeburg wurde er zum Priester geweiht. Nach seinem Vorbild Adalbert von Prag beschloss Brun, Missionar zu werden. Zunächst ging er nach Rom in ein Kloster, in dem auch Adalbert als Mönch gelebt hatte. Er nahm hier (vielleicht auch schon früher) den Namen Bonifatius an. Mit den Benediktinern Benedikt und Johannes lebte er in einer Einsiedelei bei Ravenna. Sein geistlicher Vater wurde Romuald, der Gründer der Camaldulenser. Benedikt und Johannes brachen dann zur Mission nach Polen auf. Brun reiste zunächst nach Rom und wollte ihnen dann folgen. Der Papst ernannte ihn 1002 auch zum Leiter dieser Mission, die vom polnischen König Boleslaw erbeten worden war. Heinrich II., ein Verwandter Bruns, sicherte ihm die Unterstützung des deutschen Reiches zu. Brun gelangte aber nicht nach Polen, das inzwischen im Krieg mit Heinrich lag, sondern nach Ungarn und Siebenbürgen. 1004 suchte Brun Heinrich II. auf. Er wurde zum Missionserzbischof geweiht und stiftete die Burgkirche in Quedlinburg. Brun ging dann gegen den Willen des Kaisers wieder nach Siebenbürgen und 1008 nach Kiew. Hier wirkte er als Missionar unter den Petschenegen. Er konnte einen großen Teil von ihnen bekehren, allerdings kehrten sie wieder zum heidnischen Glauben zurück, sobald Brun fortgezogen war. Obwohl sich der polnische König wegen seiner Auseinandersetzungen mit Heinrich II. nicht in der Lage sah, die Mission in Preußen zu unterstützen, ging Brun 1009 nach Preußen, um hier zu missionieren. Schon nach kurzer Zeit wurde er am 14. Februar oder am 9. März 1009 am Braunsberg mit 18 Begleitern von heidnischen Preußen erschlagen. Brun wird auch „Zweiter Apostel der Preußen” und „Bonifatius des Ostens” genannt.
Pusei † um 344
Pusei stammte von griechischen Eltern ab, die als Kriegsgefangene nach Persien verschleppt worden waren. Er wuchs im christlichen Glauben auf, da seine Eltern schon Christen waren. Pusei erlernte die Weberei und Stickerei und erwies sich In beidem als äußerst geschickt. Er heiratete eine Perserin, die er zum Christentum bekehrte, und erzog auch seine Kinder im christlichen Glauben. Als der König die Stadt Karkâ de Lêdân erbaut hatte, rief er einige der Kriegsgefangenen aus verschiedenen Nationen in die Stadt, damit sich diese schneller assimilierten. Auch Pusei und seine Familie kamen so nach Karkâ de Lêdân. Bald erkannte man seine Fähigkeiten und ernannte ihn zum Leiter der künstlerischen Werkstätten. Gegenüber den Persern hatte Pusei seinen christlichen Glauben bis dahin verborgen gehalten. Eines Tages befahl ihm der König, die Handwerker in Schadbûr zu visitieren. Als er auf dem Weg war, begegnete ihm die Schar der 103 Bekenner, die zur Hinrichtung geführt wurden. Pusei beschloss, sie zu begleiten, um ihren Märtyrertod zu bezeugen. Als die Reihe an einen alten Mann mit Namen Hananja kam, der aus körperlicher Schwäche zitterte, meinte Pusei, ihm Mut zusprechen zu müssen, und rief ihm zu: "Sei stark, Hananja, und fürchte dich nicht! Schließe deine Augen ein wenig, und du wirst das Licht Christi sehen!" Pusei war unter den Soldaten bekannt als ein Günstling des Königs, doch ein solches Bekenntnis schien dem Feldherrn verdächtig, und so ließ er Pusei sofort zu sich bringen. Pusei bekannte sich zu Christus und wurde verhaftet und vom König selbst verhört, da dieser gerne sein Leben schonen wollte. Doch Pusei blieb standhaft im Bekenntnis zu Christus und wurde zum Martertod verurteilt, den er am selben Ort erlitt, an dem auch die anderen Märtyrer bereits am Vortag hingerichtet worden waren.
Wer die Hand an den Pflug legt
und sieht zurück, der ist nicht geschickt
für das Reich Gottes. (Lk 9,62)
Da sprach Jesus {Er} zu allen: Wer Mir folgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge Mir nach. Denn wer sein Leben erhalten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um Meinetwillen, der wird's erhalten. Denn welchen Nutzen hätte der Mensch, wenn er die ganze Welt gewönne und verlöre sich selbst oder nähme Schaden an sich selbst? (Lk 9,23-25)

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Du, Herr, hast die Welt geschaffen und trägst sie mit großer Kraft. Du schaffst alle Dinge täglich neu durch Dein mächtiges Wort. Du waltest im Lauf der Zeiten und erfüllst die Jahre mit Deinem Segen. Samen gibst Du und gibst die Ernte, Arbeit gibst Du und förderst das Werk unserer Hände. Inmitten der Schmerzen erquickst Du uns mit Deinem Trost, inmitten der Unrast rufst Du uns zu Sammlung und Stille. Wir beten Dich an:
Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
der Allmächtige,
der da ist und der da war
und der da kommt.
Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.
STILLE (drei Glockenschläge)
Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.
STILLE (drei Glockenschläge)
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.
STILLE (drei Glockenschläge)
Deine Gnade, Herr, gieße uns in Herz und Sinn. Wir hören, was der Engel verkündigt und glauben: Christus, Dein Sohn, ist Mensch geworden. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
Der Herr unser Gott sei uns freundlich
und fördere das Werk unserer Hände.
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Vesper
Anregungen, Fehler bitte an Martin(Punkt)Senftleben(at)michaelsbruderschaft(Punkt)de
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