Samstag – 17. Januar 2026
1. SONNTAG NACH EPIPHANIAS
Taufe Jesu
Sext / Mittagsgebet
Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

Des Vaters eingeborner Sohn
kommt aus der Jungfrau in die Welt,
im Bad der Taufe heiligt Er,
die sich Ihm gläubig anvertraun.
Vom Himmel kommt der Höchste selbst,
erscheint in menschlicher Gestalt;
dem Tode liefert der sich aus,
der uns das ew'ge Leben schenkt.
Das Lamm, das alle Sünde tilgt,
Johannes taucht es in die Flut.
Der ohne allen Makel ist, der Reinste,
teilt der Sünder Los.
Des Vaters Stimme offenbart
im Knecht den vielgeliebten Sohn.
Der Geist verleiht Ihm Macht und Amt,
das aufgetragne Werk zu tun.
Erlöser, Herr, wir bitten Dich:
Vertreib das Dunkel, tilg die Schuld,
mach gnädig unsre Herzen hell
mit Deiner Gottheit klarem Licht.
Dem Herrn sei Preis und Herrlichkeit,
der heute uns erschienen ist,
dem Vater, der den Sohn bezeugt
und Ihn mit Seinem Geiste salbt. Amen.


Psalm 71 B VII
Ich will allezeit harren *
und mehren all Deinen Ruhm.
Mein Mund verkünde Deine Gerechtigkeit / und Deine Hilfe den ganzen Tag – *
ich kann sie nicht ermessen!
Ich komme dank der großen Taten des Herrn, *
preise Deine Gerechtigkeit, Dich allein.
Gott, Du hast mich gelehrt von Jugend auf, *
noch jetzt verkünde ich Deine Wunder.
Auch bis ich alt und grau bin: *
o Gott, verlass mich nicht,
dass ich der Nachwelt verkünde Deine Kraft, / einem jeden, der kommen wird, Deine Macht: *
Deine Gerechtigkeit reicht bis zur Höhe!
Ja, Du hast Großes vollbracht! *
Gott, wer ist Dir gleich?
Du lässt uns viel Not und Unheil sehn, *
Du machst uns wieder lebendig.
Aus den Tiefen der Erde *
holst Du mich wieder herauf.
Bring mich wieder zu Ehren, *
wende Dich, mich zu trösten.
Ich will Dir danken mit Saitenspiel *
für Deine Treue, mein Gott!
Ich will Dir lobsingen zur Harfe, *
Du Heiliger Israels. +

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Antonius * 251 † 356
Antonius wurde um 250 in Mittelägypten geboren. Als er zwanzig Jahre alt war, starben seine Eltern. Nachdem er in der Kirche das Bibelwort von dem reichen Jüngling gehört hatte (Mt 19, 21), verschenkte er seine Habe und ging als Einsiedler in die Nitria-Wüste. Er litt unter schwersten Anfechtungen und floh vor den frommen Pilgern, die ihn aufsuchten, weiter in die Wüste hinein. Auch hierhin folgten ihm die Menschen, so dass er sich noch weiter zurückzog. Als ihn weiterhin Menschen aufsuchten und bei ihm bleiben wollten, siedelte er sie wohl um 305 als Einsiedlergemeinschaft in Form einer Genossenschaft an und forderte von ihnen Arbeit, Ordnung und Zucht. Damit wurde er der Wegbereiter des Mönchtums, das von Pachomius weiter entwickelt wurde. In den vielen Jahrzehnten seines Einsiedlerlebens verließ er vielleicht zweimal die Wüste: Um 311, auf einem Höhepunkt der Verfolgungen, soll er nach Alexandria gegangen sein, um den Gefangenen trotz Verbotes beizustehen. Als 100jähriger soll er auf Bitten von Athanasius noch einmal nach Alexandria gereist sein und vielbeachtete Reden gegen die Arianer gehalten haben. Mehrere von ihm geschriebene Briefe sind ebenso überliefert wie zahlreiche in den Väterworten gesammelte Sprüche. Er starb wohl im Jahr 356. Die meisten Konfessionen gedenken seiner am heutigen Tag.
Welche der Geist Gottes treibt,
die sind Gottes Kinder. (Röm 8,14)
zum Tag des Mönchsvaters Antonius:
Desgleichen ihr Jüngeren, ordnet euch den Ältesten unter. Alle aber miteinander bekleidet euch mit Demut; denn Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade. So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit Er euch erhöhe zu Seiner Zeit. Alle eure Sorge werft auf Ihn; denn Er sorgt für euch. Seid nüchtern und wacht; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge. Dem widersteht, fest im Glauben, und wisst, dass ebendieselben Leiden über eure Brüder und Schwestern in der Welt kommen. Der Gott aller Gnade aber, der euch berufen hat zu Seiner ewigen Herrlichkeit in Christus, der wird euch, die ihr eine kleine Zeit leidet, aufrichten, stärken, kräftigen, gründen. Ihm sei die Macht in alle Ewigkeit! Amen. (1. Petr 5,5-11)

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Wir loben Deine göttliche Macht und Herrlichkeit: den Vater, der alle Dinge schafft von Ewigkeit zu Ewigkeit; den Sohn, unseren Heiland und Erlöser; den Heiligen Geist, unseren Helfer und Tröster. Wir loben Dich, dass Du den Erdkreis richtest mit Gerechtigkeit; wir loben Dich, dass Du auf uns wartest mit Deiner Ewigkeit; wir loben Dich: Du wirst vollenden, was Du angefangen hast. Wir beten Dich an:
Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
der Allmächtige,
der da ist und der da war
und der da kommt.
Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.
STILLE (drei Glockenschläge)
Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.
STILLE (drei Glockenschläge)
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.
STILLE (drei Glockenschläge)
Deine Gnade, Herr, gieße uns in Herz und Sinn. Wir hören, was der Engel verkündigt und glauben: Christus, Dein Sohn, ist Mensch geworden. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
Der Herr unser Gott sei uns freundlich
und fördere das Werk unserer Hände.
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Vesper
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