Freitag – 27. November 2026
EWIGKEITSSONNTAG
Die ewige Stadt
Laudes / Morgengebet



Psalm 51 A IV
Gott, sei mir gnädig nach Deiner Güte, *
nach Deinem reichen Erbarmen tilge meine Sünden!
Wasche mich rein von meiner Schuld, *
und reinige mich von meiner Sünde!
Denn ich erkenne meine Missetat, *
und meine Sünde ist mir immer vor Augen.
An Dir allein hab ich gesündigt, *
und getan, was vor Dir böse ist.
So behältst Du recht in Deinem Urteil, *
und stehst lauter da, wenn Du richtest.
Siehe, zwar bin ich geboren in Schuld, *
in Sünde, seit mich die Mutter empfing.
Doch Dir gefällt Wahrheit im Verborgenen, *
und im Geheimen tust Du mir Weisheit kund.
Entsündige mich mit Ysop, so werde ich rein, *
wasche mich, so werde ich weißer als Schnee!
Lass mich hören Freude und Wonne, *
die Glieder sich freun, die Du zerschlagen hast.
Verbirg Dein Antlitz vor meinen Sünden *
und tilge alle meine Schuld! +


Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.



Psalm 6 II
Herr, strafe mich nie in Deinem Zorn, *
nie züchtige mich in Deinem Grimm!
Herr, sei mir gnädig, denn ich verschmachte; *
heile mich, Herr, denn der Schreck fuhr mir in die Glieder.
Meine Seele ist tief erschrocken. *
Aber Du, Herr, ach wie lange!
Wende Dich, Herr, und rette mich, *
hilf mir um Deiner Güte willen!
Denn niemand denkt an Dich im Tod, *
wer wird dich im Totenreich preisen?
Ich bin erschöpft vom Seufzen; / ich netze mein Bett in jeder Nacht *
und überschwemme mit Tränen mein Lager.
Mein Auge ist trübe geworden vor Kummer, *
matt geworden von allen, die mich bedrängen.
Weicht von mir alle, die Böses tun, *
denn der Herr hat mein Weinen gehört.
Der Herr hat mein Flehen gehört, *
der Herr nimmt mein Beten an.
In Scham und Schrecken geraten all meine Feinde, *
sie müssen weichen, beschämt werden im Nu. +

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.



Psalm 126 II
Als der Herr das Geschick Zions wendete, *
da waren wir wie die Träumenden.
Da war unser Mund voll Lachen, *
und unsre Zunge voll Jubel.
Da sagte man unter den Völkern: *
„Der Herr hat Großes an ihnen getan.”
Der Herr hat Großes an uns getan, *
und wir waren voller Freude! (+)
Wende, Herr, unser Geschick *
gleich den Bächen im Südland.
Die unter Tränen säen, *
werden mit Freuden ernten:
Sie gehen – gehen mit Weinen, *
tragen den Samen zur Aussaat.
Sie kommen – kommen mit Freuden *
und bringen ihre Garben ein. +

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

(Mt 27,50-54){Aber} Jesus schrie abermals laut und verschied. Und siehe, der Vorhang im Tempel zerriss in zwei Stücke von oben an bis unten aus. Und die Erde erbebte, und die Felsen zerrissen, und die Gräber taten sich auf und viele Leiber der entschlafenen Heiligen standen auf und gingen aus den Gräbern nach Seiner Auferstehung und kamen in die heilige Stadt und erschienen vielen. Als aber der Hauptmann und die mit ihm Jesus bewachten das Erdbeben sahen und was da geschah, erschraken sie sehr und sprachen: Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen! (Mt 27,50-54)


Der höchsten Gottheit ew'ges Bild,
Du Licht vom Licht, des Vaters Wort,
Du unser Retter, Dir sei Ruhm
und Macht und Ehre immerdar.
Von Ewigkeit bist Du allein
der Zeiten Mitte und ihr Ziel,
Dir gab der Vater die Gewalt,
die Herrschaft über alle Welt.
Doch nicht auf Zwang baut Deine Macht
und nicht auf Furcht Dein Königtum:
In Liebe ziehst du uns an Dich -
am Kreuz gemartert und erhöht.
Komm, Herr, erweise Deine Macht
und richte Deine Herrschaft auf.
Komm und vollende jetzt Dein Reich
und führe uns zum Königsmahl.
Dir Jesus, der durch Leid und Tod
der Herrschaft Krone sich errang,
sei mit dem Vater und dem Geist
Lob, Preis und Ruhm in Ewigkeit. Amen.
Ꝟ Wir haben hier keine bleibende Stadt,
℞ sondern die zukünftige suchen wir.


Aus Offb. 15 und 4 I
Groß und wunderbar sind Deine Werke, *
Herr, allmächtiger Gott.
Gerecht und wahr sind Deine Wege, *
König der Völker!
Wer sollte Dich nicht fürchten, o Herr, / und Deinen Namen nicht preisen? *
Denn Du allein bist heilig!
Ja, alle Völker kommen und beten Dich an: *
Deine gerechten Gerichte sind offenbar. +


Würdig bist Du, unser Herr und Gott, *
zu nehmen Preis und Ehre und Kraft!
Denn das All hast Du geschaffen, / durch Deinen Willen war es *
und ward es geschaffen. +

(Da das Canticum bereits eine Doxologie enthält, kann das nachfolgende „Gloria Patri” wegfallen.)
Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Wir loben Dich, Herr Jesus Christus, und beten Dich an – hier und an allen Orten Deiner Herrschaft, denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst. Du hast unsere Krankheit und Schmerzen auf Dich genommen und unsere Sünde getragen. Wir rufen Dich an:
Stärke uns den Glauben.
Wir danken Dir für Deine Liebe, Deine Angst und Deinen Tod. Hilf, dass wir heilig leben und in Gerechtigkeit Dir dienen. Lass uns im Glauben stärker, in der Hoffnung fröhlicher, in der Geduld getroster und im Gehorsam williger werden. Wir rufen Dich an:
Stärke uns den Glauben.
Segne uns heute und an allen Tagen unseres Lebens. Behüte und bewahre uns vor allem Übel, bis Du uns bringen wirst zur ewigen Freude und Seligkeit. Wir rufen Dich an:
Stärke uns den Glauben.
Stilles Gebet
Du Gott des Erbarmens. Durch die Erniedrigung Deines Sohnes hast Du die gefallene Menschheit wieder aufgerichtet und aus der Knechtschaft der Sünde befreit. Erfülle uns mit Freude über die Erlösung und führe uns zur ewigen Vollendung durch ihn, Jesus Christus, unseren Herrn.
Amen.
Lasst uns den Herren preisen!
Gott sei ewig Dank.
Es segne und behüte uns Gott,
der Allmächtige und Barmherzige,
Vater, Sohn und Heiliger Geist.
Amen.
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Sext
Vesper
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