Samstag – 21. November 2026
VORLETZTER SONNTAG IM KIRCHENJAHR
Weltgericht
Laudes / Morgengebet



Psalm 102 B II
Der Herr schaut von seiner heiligen Höhe *
und sieht vom Himmel herab auf die Erde
zu hören das Seufzen der Gefangenen *
und zu befreien die Kinder des Todes.
Dann wird man in Zion verkünden den Namen des Herrn, *
Sein Lob in Jerusalem,
wenn sich die Völker alle versammeln, *
die Königreiche, dem Herrn zu dienen. (+)
Gebeugt auf dem Weg ist meine Kraft, *
verkürzt sind meine Tage.
Ich sage: „Mein Gott, / nimm mich nicht weg in der Mitte meiner Tage! *
Deine Jahre währen von Geschlecht zu Geschlecht.
Vor Zeiten hast Du die Erde gegründet, *
und der Himmel ist das Werk Deiner Hände.
Sie werden vergehn, doch Du wirst bleiben, *
sie alle zerfallen wie ein Gewand.
Du wechselst sie wie ein Kleid, *
und sie gehen dahin.
Du aber bleibst, der Du bist, *
Deine Jahre enden nie.
Die Kinder Deiner Knechte bleiben wohnen, *
ihre Nachkommen bleiben vor Dir bestehn.” +


Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.



Psalm 82 VI
Der Herr steht in der Versammlung der Götter, *
mitten unter den Göttern hält Er Gericht:
»Wie lange wollt ihr ungerecht richten *
und die Frevler begünstigen?
Schafft Recht dem Geringen und dem Verwaisten,*
dem Gebeugten und Elenden helft zum Recht.
Befreit den Geringen und den Armen, *
rettet ihn aus der Gewalt der Frevler.«
Sie wissen nichts, erkennen nichts, / und sie tappen im Finstern dahin, *
alle Grundfesten der Erde wanken.
»Ich habe gesagt: ‚Ihr seid Götter, *
Söhne des Höchsten seid ihr alle.’
Aber wie Menschen müsst ihr sterben *
und wie einer der Fürsten fallen.«
Steh auf, Gott, und richte die Erde; *
denn Dein Eigen sind alle Heiden! +

Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.



Psalm 50 II
Gott, der Herr, hat geredet, / aufgerufen hat Er die Erde *
vom Aufgang der Sonne bis zum Untergang.
Vom Zion, der Krone der Schönheit, *
ist Gott strahlend erschienen.
Unser Gott kommt und schweigt nicht, / vor Ihm verzehrendes Feuer, *
um Ihn her gewaltige Stürme.
Er ruft dem Himmel droben zu *
und der Erde – Er richte Sein Volk:
»Versammelt Mir Meine Getreuen, *
die den Bund mit Mir schlossen beim Opfer.«
Die Himmel verkünden Seine Gerechtigkeit: *
denn Gott selbst ist Richter. (+)
»Höre, Mein Volk, Ich will reden, / Israel, Ich will gegen dich zeugen, *
Ich, Gott, der Ich dein Gott bin.
Nicht deiner Opfer wegen klag Ich dich an, *
sind doch deine Brandopfer immer vor Mir.
Bringe Gott Dank als Opfer dar, *
erfüll dem Höchsten deine Gelübde.
Und dann rufe Mich am Tag der Bedrängnis: *
Ich will dich retten und du wirst Mich ehren.« (+)
Zum Frevler aber spricht Gott: / »Was zählst du Meine Gebote auf, *
und was führst du Meinen Bund in deinem Mund?
Du bist es doch, dem Zucht verhasst ist, *
Meine Worte wirfst du hinter dich.
Das hast du getan – und Ich schwieg, *
da meintest du, Ich sei wie du.
Nun stelle Ich dich zur Rede *
und halte es dir vor Augen.
Bedenkt es doch, die ihr Gott vergesst, *
sonst zerreiße Ich, und niemand rettet!
Wer Dank opfert, der ehrt Mich, / und wer den rechten Weg wählt, *
den lass Ich schauen Mein Heil!« +

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

(2. Petr 3,(13)14-18)[Wir warten {aber} auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt.]
Darum, ihr Lieben, während ihr darauf wartet, seid bemüht, dass ihr vor Ihm unbefleckt und untadelig im Frieden gefunden werdet, und erachtet die Geduld unseres Herrn für eure Rettung, wie auch unser geliebter Bruder Paulus nach der Weisheit, die ihm gegeben ist, euch geschrieben hat. Davon redet er in allen Briefen, in denen einige Dinge schwer zu verstehen sind, welche die Unwissenden und Leichtfertigen verdrehen werden, wie auch die andern Schriften, zu ihrer eigenen Verdammnis. Ihr aber, meine Lieben, weil ihr das im Voraus wisst, so hütet euch, dass ihr nicht durch den Irrtum dieser ruchlosen Leute mitgerissen werdet und euren festen Halt verliert. Wachset aber in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und Heilands Jesus Christus. Ihm sei Ehre jetzt und für ewige Zeiten! Amen. (2. Petr 3,(13)14-18)


Der höchsten Gottheit ew'ges Bild,
Du Licht vom Licht, des Vaters Wort,
Du unser Retter, Dir sei Ruhm
und Macht und Ehre immerdar.
Von Ewigkeit bist Du allein
der Zeiten Mitte und ihr Ziel,
Dir gab der Vater die Gewalt,
die Herrschaft über alle Welt.
Doch nicht auf Zwang baut Deine Macht
und nicht auf Furcht Dein Königtum:
In Liebe ziehst du uns an Dich -
am Kreuz gemartert und erhöht.
Komm, Herr, erweise Deine Macht
und richte Deine Herrschaft auf.
Komm und vollende jetzt Dein Reich
und führe uns zum Königsmahl.
Dir Jesus, der durch Leid und Tod
der Herrschaft Krone sich errang,
sei mit dem Vater und dem Geist
Lob, Preis und Ruhm in Ewigkeit. Amen.
Ꝟ Wir haben hier keine bleibende Stadt,
℞ sondern die zukünftige suchen wir.


Aus Offb. 15 und 4 I
Groß und wunderbar sind Deine Werke, *
Herr, allmächtiger Gott.
Gerecht und wahr sind Deine Wege, *
König der Völker!
Wer sollte Dich nicht fürchten, o Herr, / und Deinen Namen nicht preisen? *
Denn Du allein bist heilig!
Ja, alle Völker kommen und beten Dich an: *
Deine gerechten Gerichte sind offenbar. +


Würdig bist Du, unser Herr und Gott, *
zu nehmen Preis und Ehre und Kraft!
Denn das All hast Du geschaffen, / durch Deinen Willen war es *
und ward es geschaffen. +

(Da das Canticum bereits eine Doxologie enthält, kann das nachfolgende „Gloria Patri” wegfallen.)
Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Herr, unser Gott, Du hast uns voll Unruhe geschaffen. Du hast uns zu Fremdlingen gemacht in dieser Welt. Lass uns unruhig sein über unser geringes Werk und die Größe Deines Befehls, über die verrinnende Zeit und jede verlorene Stunde. Auf Dich hoffen wir und rufen:
Dein Reich komme.
Lass uns unruhig sein, dass wir so zögerlich sind und ungeschickt zum Gehorsam. Lass uns unruhig sein und Dein Gericht erwarten in jedem Augenblick. Lass uns unruhig sein und in der Unruhe Glauben halten. Auf Dich hoffen wir und rufen:
Dein Reich komme.
Lass uns vorwärts schreiten im Verlangen nach dem Anbruch Deiner Herrschaft. Wir danken Dir, dass unser Werk endet und Dein Werk beginnt. Auf Dich hoffen wir und rufen:
Dein Reich komme.
Wir bitten Dich für die Entschlafenen; vollende Dein Werk an ihnen in Ewigkeit. Wir bitten Dich für die Sterbenden; sei ihnen nahe und stärke sie in der Kraft Deiner Auferstehung. Auf Dich hoffen wir und rufen:
Dein Reich komme.
Lass uns allezeit bereit sein, unser Leben Dir zurückzugeben; und wenn unser Ende kommt, sende uns Deine heiligen Engel, dass sie uns im Frieden geleiten zu Deiner ewigen Herrlichkeit. Auf Dich hoffen wir und rufen:
Dein Reich komme.
Stilles Gebet
Gott des Erbarmens. Was kein Auge geschaut und kein Ohr gehört hat, das hast Du denen bereitet, die Dich lieben. Gib uns ein Herz, das Dich in allem und über alles liebt. Lass uns den Reichtum Deiner Verheißung erlangen, die alles übersteigt, was wir ersehnen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn.
Amen.
Lasst uns den Herren preisen!
Gott sei ewig Dank.
Es segne und behüte uns Gott,
der Allmächtige und Barmherzige,
Vater, Sohn und Heiliger Geist.
Amen.
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Sext
Vesper
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