Sonntag – 1. Februar 2026
LETZTER SONNTAG NACH EPIPHANIAS
Verklärung
Laudes / Morgengebet
Herr, tu meine Lippen auf,
dass mein Mund Deinen Ruhm verkündige.
Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.


Psalm 118 B VII
Tut mir auf das Tor der Gerechtigkeit, *
ich will einziehen, dem Herrn zu danken.
Das Tor des Herrn ist dies, *
hier dürfen Gerechte einziehn.
Ich danke Dir, Du gabst mir Antwort, *
und Du wurdest mein Retter.
Der Stein, den die Bauleute verwarfen. *
der ist zum Eckstein geworden.
Das ist vom Herrn geschehen, *
ein Wunder vor unsern Augen.
Dies ist der Tag, den der Herr macht, *
lasst uns jubeln und an ihm uns freuen.
Hilf doch, o Herr! *
O Herr, lass gelingen!
Gelobt sei, der einzieht im Namen des Herrn! *
Wir segnen euch vom Haus des Herrn her.
Der Herr, Er ist Gott, *
Er erleuchte uns!
Schlingt Bänder zum festlichen Reigen *
bis an die Hörner des Altars.
Du bist mein Gott, Dir will ich danken, *
mein Gott, Dich will ich preisen!
Dankt dem Herrn, denn Er ist freundlich, *
ja, Seine Güte währt ewig. +

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.



Psalm 100 V
Jauchzt dem Herrn, alle Welt! / Dient dem Herrn mit Freuden, *
kommt vor Sein Antlitz mit Jubel!
Erkennt: Der Herr allein ist Gott, / Er hat uns gemacht, und wir sind Sein: *
Sein Volk und die Schafe Seiner Weide. (+)
Kommt zu Seinen Toren mit Danken, / zu Seinen Vorhöfen mit Lob, *
dankt Ihm, preist Seinen Namen!
Denn gütig ist der Herr, / und ewig währt Seine Gnade, *
von Geschlecht zu Geschlecht Seine Treue. +

Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.



Psalm 97 V
Der Herr ist König, die Erde frohlocke, *
es sollen sich freuen die vielen Inseln!
Wolken und Dunkel sind rings um Ihn her, *
Gerechtigkeit und Recht Seines Thrones Stütze.
Feuer geht vor Ihm her, *
verzehrt ringsum Seine Feinde.
Seine Blitze erleuchten den Erdkreis, *
die Erde sieht es mit Beben.
Berge zerschmelzen wie Wachs *
vor dem Herrscher der ganzen Erde.
Die Himmel künden Seine Gerechtigkeit, *
alle Völker schauen Seine Herrlichkeit. (+)
Schämen möge sich, wer den Bildern dient, / ein jeder, der sich der Götzen rühmt, – *
betet Ihn an, alle Götter!
Zion hört es und ist froh, / es jubeln die Töchter Juda *
über Deine Gerichte, o Herr.
Denn Du, Herr, bist der Höchste über alle Welt, *
hoch erhaben über alle Götter.
Der Herr liebt, die das Böse hassen, / bewahrt das Leben Seiner Frommen, *
rettet sie aus der Hand der Frevler.
Licht erstrahlt dem Gerechten, *
redlichen Herzen Freude.
Freut euch des Herrn, ihr Gerechten, *
preist Seinen heiligen Namen! +

Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Alttestamentliche Lesung:
Mose {aber} hütete die Schafe Jitros, seines Schwiegervaters, des Priesters in Midian, und trieb die Schafe über die Wüste hinaus und kam an den Berg Gottes, den Horeb. Und der Engel des Herrn erschien ihm in einer feurigen Flamme aus dem Dornbusch. Und er sah, dass der Busch im Feuer brannte und doch nicht verzehrt wurde. Da sprach er: Ich will hingehen und diese wundersame Erscheinung besehen, warum der Busch nicht verbrennt. Als aber der Herr sah, dass er hinging, um zu sehen, rief Gott ihn aus dem Busch und sprach: Mose, Mose! Er antwortete: Hier bin ich. Er sprach: Tritt nicht herzu, zieh deine Schuhe von deinen Füßen; denn der Ort, darauf du stehst, ist heiliges Land! Und Er sprach weiter: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Und Mose verhüllte sein Angesicht; denn er fürchtete sich, Gott anzuschauen. Und der Herr sprach: Ich habe das Elend Meines Volks in Ägypten gesehen, und ihr Geschrei über ihre Bedränger habe Ich gehört; Ich habe ihre Leiden erkannt. Und Ich bin herniedergefahren, dass Ich sie errette aus der Ägypter Hand und sie aus diesem Lande hinaufführe in ein gutes und weites Land, in ein Land, darin Milch und Honig fließt,
[in das Gebiet der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter. Weil denn nun das Geschrei der Israeliten vor Mich gekommen ist und Ich dazu ihre Drangsal gesehen habe, wie die Ägypter sie bedrängen,]
so geh nun hin, Ich will dich zum Pharao senden, damit du Mein Volk, die Israeliten, aus Ägypten führst.
[Mose sprach zu Gott: Wer bin ich, dass ich zum Pharao gehe und führe die Israeliten aus Ägypten? Er sprach: Ich will mit dir sein. Und das soll dir das Zeichen sein, dass Ich dich gesandt habe: Wenn du Mein Volk aus Ägypten geführt hast, werdet ihr Gott dienen auf diesem Berge.]
Mose sprach zu Gott: Siehe, wenn ich zu den Israeliten komme und spreche zu ihnen: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt!, und sie mir sagen werden: Wie ist Sein Name?, was soll ich ihnen sagen? Gott sprach zu Mose: Ich werde sein, der Ich sein werde. Und sprach: So sollst du zu den Israeliten sagen: »Ich werde sein«, der hat mich zu euch gesandt.
[Und Gott sprach weiter zu Mose: So sollst du zu den Israeliten sagen: Der Herr, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist Mein Name auf ewig, mit dem man Mich anrufen soll von Geschlecht zu Geschlecht.] (2. Mose 3,1-8a(8b.9)10(11.12)13.14(15))
Epistellesung:
{Denn} Gott, der da sprach: Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsre Herzen gegeben, dass die Erleuchtung entstünde zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi. Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, auf dass die überschwängliche Kraft von Gott sei und nicht von uns. Wir sind von allen Seiten bedrängt, aber wir ängstigen uns nicht. Uns ist bange, aber wir verzagen nicht. Wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen. Wir werden unterdrückt, aber wir kommen nicht um. Wir tragen allezeit das Sterben Jesu an unserm Leibe, auf dass auch das Leben Jesu an unserm Leibe offenbar werde. (2. Kor 4,6-10)
Evangeliumslesung:
Und nach sechs Tagen nahm Jesus mit Sich Petrus und Jakobus und Johannes, dessen Bruder, und führte sie allein auf einen hohen Berg. Und Er wurde verklärt vor ihnen, und Sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, und Seine Kleider wurden weiß wie das Licht. Und siehe, da erschienen ihnen Mose und Elia; die redeten mit Ihm. Petrus aber antwortete und sprach zu Jesus: Herr, hier ist gut sein! Willst Du, so will ich hier drei Hütten bauen, Dir eine, Mose eine und Elia eine. Als er noch so redete, siehe, da überschattete sie eine lichte Wolke. Und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies ist Mein lieber Sohn, an dem Ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr hören! Als das die Jünger hörten, fielen sie auf ihr Angesicht und fürchteten sich sehr. Jesus aber trat zu ihnen, rührte sie an und sprach: Steht auf und fürchtet euch nicht! Als sie aber ihre Augen aufhoben, sahen sie niemand als Jesus allein. Und als sie vom Berge hinabgingen, gebot ihnen Jesus und sprach: Ihr sollt von dieser Erscheinung niemandem sagen, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden ist. (Mt 17,1-9)


Des ew'gen Glanzes Lichtgestalt,
die unsre Hoffnung sehnend sucht,
macht heute der verklärte Herr
den Seinen strahlend offenbar.
Er führt die Jünger auf den Berg
und zeigt Sich in der Herrlichkeit:
Sein Leib die Sonne überstrahlt,
und weiß wie Schnee ist Sein Gewand.
Und aus der lichten Wolke dringt
des Vaters Stimme, die bezeugt:
»Seht, dies ist Mein geliebter Sohn,
auf dem Mein Wohlgefallen ruht.«
Herr, führ uns aus der dunklen Welt
zum Lichte, das Du selber bist
und wandle unsern armen Leib
zum Bilde Deiner Herrlichkeit.
Gottvater, Dir sei Preis und Ruhm,
dem Sohne, Deinem Ebenbild,
dem Geiste, der euch beide eint,
jetzt, immer und in Ewigkeit. Amen.
Ꝟ Bei dir ist die Quelle des Lebens. Halleluja
℞ Und in deinem Lichte sehen wir das Licht. Halleluja


Benedictus II
Gelobt sei der Herr, der Gott Israels! *
Denn Er hat besucht und erlöst Sein Volk
und hat uns erweckt eine Macht des Heiles *
im Hause Seines Dieners David;
wie Er geredet hat von Ewigkeit her *
durch den Mund Seiner heiligen Propheten,
uns zu erretten von unsern Feinden *
und aus der Hand aller, die uns hassen;
Sich unsrer Väter zu erbarmen, /
zu gedenken Seines heiligen Bundes, *
des Eides, geschworen unserm Vater Abraham;
uns zu geben,
dass wir, erlöst aus der Hand der Feinde, *
Ihm dienen ohne Furcht
in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
vor Seinen Augen unser Leben lang.
Und du, Kind, wirst genannt „Prophet des Höchsten”, /
denn du wirst dem Herrn vorangehn, *
zu bereiten Seinen Weg,
Seinem Volk zu bringen Erkenntnis des Heils *
in der Vergebung ihrer Sünden;
durch das herzliche Erbarmen unseres Gottes *
besucht uns das aufgehende Licht aus der Höhe,
denen zu leuchten, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, *
und unsre Füße zu richten auf den Weg des Friedens. +

Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Kyrie eleison.
Christe eleison. Kyrie eleison.
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name . . .
Beten wir mit Dank an diesem Tag, da Gott das Licht erschuf, da Christus von den Toten auferstand und der Heilige Geist ausgegossen wurde auf die Kirche. Rufen wir zum dreieinigen Gott:
Dir sei Ehre in Ewigkeit.
Für die Fülle Deiner Schöpfungsgaben danken wir Dir; lass sie uns recht gebrauchen. - Dein Geist gebe uns die Weisheit, Gut und Böse zu unterscheiden. Wir rufen:
Dir sei Ehre in Ewigkeit.
Lass Deine Christenheit zum Anfang der neuen Schöpfung werden. -Erneure alle Gemeinden und erhalte sie in der Wahrheit. Wir rufen:
Dir sei Ehre in Ewigkeit.
Erwecke in der Kirche Frauen und Männer, die in ihr dienen und verkündigen, sie leiten und zur Einheit weisen. - Führe immer mehr Menschen zu Deinem Lob und zur Freude an Deinem heiligen Mahl. Wir rufen:
Dir sei Ehre in Ewigkeit.
Lass uns all das Gute erkennen, das der Geist in aller Welt wirkt. -Lass die Kraft der Auferstehung alle Sorgen des Alltags und die Not der Verzweiflung überwinden. Wir rufen:
Dir sei Ehre in Ewigkeit.
Stilles Gebet
Ewiger Gott, Du hast Deinen Sohn vor den Augen der Jünger verklärt und ihn bestätigt als den, der Gesetz und Propheten erfüllt. Hilf uns, seine Stimme zu hören und ihm zu folgen, damit wir einst teilhaben an seiner Herrlichkeit. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
Amen.
Lasst uns den Herren preisen!
Gott sei ewig Dank.
Es segne und behüte uns Gott,
der Allmächtige und Barmherzige,
Vater, Sohn und Heiliger Geist.
Amen.
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Sext
Vesper
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